8  Bündel

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Langgüter werden in Bündel zusammengefasst.

Das Bündeln von Langgütern geschieht zweckmäßigerweise durch Kantholzspangen mit Spannelementen aus Gewindestangen. Diese Methode ist eine Kombination aus formschlüssigen und kraftschlüssigen Maßnahmen.



Abbildung 101: Aufbau einer Kantholzspange


Die Langgüter werden lagenweise durch Zwischenlagen aus wetterbeständig verleimtem Sperrholz getrennt und zwischen den Kanthölzern kraftschlüssig fixiert. Die Spannelemente, Gewindestange / Verschraubung, sind so auszuführen, dass die Verschraubungen im Druck- und Bodenkantholz in Sackbohrungen abgesenkt werden oder Überstände mit aufgenagelten Fütterungsleisten ausgeglichen werden, sodass keine Muttern und Gewindestangen hervorstehen und dann beim Lagern und Handling Probleme bereiten. Die Sackbohrungen in den Kanthölzern sind so auszuführen, dass ausreichend große Unterlegscheiben und Federringe unter den Muttern gelegt werden können. Die Spannkräfte der beiden Kanthölzer müssen so groß sein, dass ein Herausschießen der Langgüter nicht möglich ist, ggf. muss zwischen den einzelnen Lagen zusätzlich mit reibungserhöhenden Zwischenlagen gesichert werden.

Die Verarbeitungsfeuchte von Holz für die Spangen sollte nicht höher als 20 % sein, damit bei Trocknung und Schwinden des Holzes kein Spannungsverlust eintritt.

Der seitliche Überstand von Kantholzspangen zur Aufnahme der Spannschraube muss mindestens 10 cm betragen. Gewindestangen müssen mindestens 12 mm Durchmesser (M12) haben.

Durch die Bündelung einzelner Langgüter wird ein formstabiles Packstück geschaffen, das für Flurförderzeuge und Kran gleichermaßen gut geeignet ist.

Handelt es sich um Langgüter mit speziellen Oberflächen, muss im Einfahrbereich zwischen den Kantholzspangen unter der untersten Lage ein Scheuerschutz in Form einer Brettlage angebracht werden. Unter Umständen müssen die Enden der gebündelten Langgüter mit einer Endverschalung geschützt werden, die dann durch die Spangen gehalten wird. Ein Bündel muss mindestens durch drei Spangen gehalten werden. Bei empfindlichen zylindrischen Langmaterialien müssen die Druckhölzer dem Packgut durch Aussparungen oder Keile angepasst werden.

Bei Langmaterialien mit empfindlichen Oberflächen müssen diese im Bereich der An- und Umschlagpunkte konstruktiv geschützt werden.


Abbildung 102: Beispiel einer Bündelung mit Kantholzspange, Prinzipskizze



Abbildung 103: Beispiel einer Bündelung durch Kantholzspangen


Die einzelnen Spangen sind der zylindrischen Form der Langgüter angepasst.



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