6.7  Großvolumige Kisten / Verschläge

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Die allgemeinen Konstruktionsmerkmale und Regeln für das Anschlagen gelten auch für großvolumige Kisten / Verschläge. Der Unterschied ist, dass diese Packstücke aufgrund ihrer Abmessungen beim Straßentransport auf LKW und Flats Überbreite haben. Ladungssicherungstechnisch ist hierauf Rücksicht zu nehmen. Unabhängig von der Bruttomasse ergibt sich beim Umschlag mit dem Stapler das Problem, dass diese Packstücke oft so breit sind, dass nur mit Staplern gearbeitet werden kann, die über entsprechend lange Gabeln verfügen:


Abbildung 89: Großvolumige Kiste


Der konstruktive Aufwand zur Herstellung einer Deckelbelastbarkeit von max. 1,8 t/m² ist bei großflächigen Kistendeckeln erheblich. Wenn die Deckelkonstruktion nicht so ausgelegt wird, dass die Kiste / Verschlag überstaubar ist, dann ist dieses eindeutig durch Hinweise / Markierungen zu kennzeichnen.


Abbildung 90: Formschlüssige Sicherung


Die formschlüssige seitliche Sicherung einer überbreiten Kiste auf einem Flat durch Anbringen von Begrenzungsleisten unter den Querkufen ist in Abb. 90 dargestellt.


6.8  Verschläge / Besonderheiten

Für die Bauteile von Verschlägen gelten dieselben Grundsätze wie für die Kisten. Im Unterschied zu den Kisten sind die Flächenverschalungen aus Vollholz nicht geschlossen.

Das Verhältnis der geschlossenen zur offenen Fläche beträgt 1:1 bis 2:1 und bedeutet, dass die Abstände zwischen den einzelnen Brettern eine halbe bis eine Brettbreite betragen. Die Brettbreite sollte 10 cm nicht unterschreiten.

Die Verbretterung der Bodenfläche entspricht in der Regel der der Wände und Deckel, kann aber bei Bedarf auch vollflächig sein.

Aufgrund der Teilverschalung der Wände sind Markierungen auf Teilflächen anzubringen, z. B. auf wetterfeste Platten aus Sperrholz und OSB, die dann auf die Wandflächen gesetzt werden.


Abbildung 91: Verschlagkonstruktion



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