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Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Zitronen |
| Englisch |
Lemons |
| Französisch |
Citrons
|
| Spanisch |
Limons |
| Wissenschaftlich |
Citrus limon, Citrus medica |
| KN/HS-Nummer * |
0805 30 ff. |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Die Zitronen gehören zur Familie der Rautengewächse
(Rutaceae) und stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum.
Zu den vorwiegend in den Subtropen angebauten
Zitrusfrüchten oder Agrumen gehören neben den Zitronen noch Orangen, Grapefruits,
Mandarinen, Limetten und Easypeeler.
Zitronen sind Beerenfrüchte, die aus drei Schichten
bestehen:
 |
der äußeren gelb gefärbten Schale (Exokarp, Flavedo),
deren Drüsen das ätherische Zitronenöl abscheiden, das den typischen Zitrusgeruch
erzeugt |
 |
dem weißlichen Mesokarp (Albedo) |
 |
dem aus 8...10 Segmenten bestehenden Endokarp, das mit
Saftschläuchen (Zotten) angefüllt ist |
Die Zitronen sind meist länglich geformt mit verschieden
starker Fruchtschale und Fruchtspitze. Die saftreiche Pulpa einer mittelgroßen Zitrone
enthält 30...35 g Zitronensaft, der reich an Vitamin C ist (60...100 mg auf 100 g
Frucht). Zitronen werden in Winter- und Sommerfrüchte eingeteilt.
Der Reifegrad der Zitrusfrüchte wird nach drei
Gesichtspunkten bestimmt:
 |
durch den Reife-Index: Er wird durch den sogenannten
Brix-Wert ermittelt, der das Zucker/Säure-Verhältnis der Frucht darstellt. Nach [7]
haben Zitrusfrüchte mit einem Brix-Wert zwischen 10...16 eine gute Geschmacksqualität. |
 |
durch den Einkaufsschnitt: Hierbei wird der Frischegrad der
Frucht durch Durchschneiden der Frucht vom Stielansatz bis zum Gegenpol bestimmt. Ist die
Frucht am Stielansatz welk, darf sie nicht mehr verschifft werden. |
 |
durch die Schalenfarbe: Die Schalenfarbe ist nicht unbedingt
ein zuverlässiger Maßstab für den Reifegrad, sondern der Schalenglanz. So sind
glänzende Zitronen reif, auch wenn sie noch grün oder grünfleckig sind. |
Fungizide sind Diphenyl, Orthophenylphenol (OPP) und
Thiabendazol (TBZ). Diphenyl erkennt man am naphthalinartigen Geruch. Die Fungizide
verhindern vor allem den Blau- und Grünschimmel. Sie sind jedoch
geschmacksbeeinträchtigend und unterliegen einer Kennzeichnungspflicht.
Qualität / Lagerdauer
Die Früchte sollten dünnschalig, kernarm und sehr
saftreich sein, d.h. einen Mindestsaftgehalt von 20...25% aufweisen, frei von
Beschädigungen, Flecken u.ä. sein (trockene und harte Schale sowie Flecken deuten auf
Überalterung und Off-Flavour hin) und eine feste, glänzende Schale besitzen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es zu einem sehr großen
Teil von der Aufbereitung der Früchte zum Versand abhängt, dass einzelne Partien den
Transport gut überstehen. Diese Aufbereitung und Versandvorbereitung wird in den
Packhäusern vorgenommen. Hierzu gehören:
 |
Das Nachreifen grüner oder in ihrer Ausfärbung nicht
befriedigender Früchte zu einer marktfähigen Schalenfarbe in Reifungsräumen. |
 |
Das Entfernen von Schmutz, Rußtau, Spritzrückständen und
Schildläusen in Wascheinrichtungen. |
 |
Das Überziehen mit einer Wachsschicht und die Behandlung
mit Konservierungsstoffen einschließlich deren Kennzeichnung. |
 |
Das Sortieren (Kalibrieren) der Früchte nach Größe, Farbe
und sonstiger äußerer Beschaffenheit. |
 |
Das Zählen, Wiegen und Verpacken. Jedes Packstück wird mit
Angaben über Fruchtanzahl, Güteklasse, Sorte und Herkunft versehen. |
 |
Die Lagerung bis zum Versand in Kühlräumen. |
Das Wachsen, um Aroma- und Masseverluste zu vermeiden, ist
erforderlich, da durch den Waschprozess die natürliche Wachsschicht entfernt wird. Der
auf die Schale aufgesprühte Wachsfilm verschließt die Poren nur teilweise, um die
Atmungsfähigkeit der Früchte zu erhalten.
Die maximale Lager- und Transportdauer wird wie folgt
angegeben:
| Bezeichnung |
Temperatur |
Rel. Luftfeuchte |
Max. Lagerdauer |
Quelle |
| |
10...11°C |
80...90% |
12 Wochen |
[1] |
| |
12...14°C |
85... 90% |
16...24 Wochen |
[5] |
| grüne Zitronen |
12...14°C |
85...90% |
4...20 Wochen |
[39] |
| gelbe Zitronen |
10...11°C |
85...90% |
4...6 Wochen |
[39] |
Durch den CA-Transport kann die Transport- und Lagerdauer
ausgedehnt werden. Hierfür sind folgende Parameter einzustellen [16]:
| Temperatur |
Rel. Luftfeuchte |
O2 |
CO2 |
CA-Eignung |
| 10,0...12,8°C |
85...90% |
5% |
5...10% |
gut |
Verwendungszweck
Da es sich bei Zitronen um Zitrusfrüchte mit
saftig-aromatischem Fruchtfleisch von hohem Säuregehalt handelt, werden sie vorrangig als
Saft- und Würzfrüchte genutzt. Aus Fruchtfleisch und Saft werden Limonaden,
Erfrischungsgetränke, Konfitüren und Ähnliches hergestellt, während aus der Schale in
den Erzeugerländern das stark duftende Zitronenöl gewonnen wird.
Abbildung
(Durch Anklicken der Abbildung wird diese
vergrößert dargestellt.)

Abbildung 1 |
Herkunftsländer
Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine
Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.
| Europa |
Spanien, Italien, Türkei, Zypern |
| Afrika |
Südafrika, Nordafrika, Ägypten |
| Asien |
Israel, Indien |
| Amerika |
Chile, Uruguay, Argentinien, USA, Brasilien, Mexiko |
| Australien |
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Verpackung
Zitronen werden in Kisten und Schachteln transportiert.
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Transport
Symbole

Stückgut |

Temperaturgeführt |
Verkehrsmittel
Schiff, Flugzeug, Lkw, Bahn
Containerfähigkeit
Kühl-Container
mit Frischluftzufuhr oder mit CA.
Umschlag
Aufgrund der Stoß- und Druckempfindlichkeit müssen die
Früchte beim Umschlag entsprechend vorsichtig behandelt werden.
Die spezifische Kühltemperatur ist auf jeden Fall auch während des
Umschlags einzuhalten.
Bei feuchtem Wetter (Regen, Schnee) muss die Ladung vor
Feuchtigkeit geschützt werden, da sonst vorzeitiger Verderb droht.
Staumaß
 |
1,71 m3/t (Schachteln auf Einwegpalette) [1] |
 |
2,55...2,80 m3/t (Kisten und Schachteln) [14] |
Stauplatzanforderungen
Kühl, trocken, gute Lüftung
Separation
Fasertauwerk, dünne Fasernetze, Stauholz
Ladungssicherung
Aufgrund der starken Stoß- und Druckempfindlichkeit
müssen die Verpackungen so gesichert werden, dass gegenseitige Beschädigungen verhindert
werden. Freiräume zwischen den Packstücken bzw. den Paletten müssen ausgefüllt werden,
um ein Verrutschen oder Ankippen zu vermeiden. Durch die Wahl der richtigen
Verpackungsgröße oder Ladeeinheit (Flächenmodule
oder Flächen-Multimodule) können Ladungsräume formschlüssig (ohne Freiräume)
beladen werden.
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Zitronen erfordern eine bestimmte Temperatur-,
Feuchte- und Lüftungskondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
Eine schriftliche Temperaturorder ist vor Ladebeginn vom
Versender anzufordern. Diese Order ist auf jeden Fall während der gesamten Transportkette
einzuhalten.
Die folgenden Tabellen sollen nur zur Einschätzung der
entsprechenden Temperaturbereiche dienen. Je nach den speziellen Gegebenheiten der
Transporte können die Temperaturen hiervon abweichen.
| Bezeichnung |
Temperaturbereich |
Quelle |
| Reisetemperatur |
10...11°C |
[1] |
| 10...13°C |
[2] |
| 12...14°C |
[5] |
| 10...12°C |
[6] |
Die Ware sowie Laderäume bzw. Container sind vor der
Beladung vorzukühlen.
Alle Zitrusfrüchte sind arten- und sortenabhängig sehr
kälteempfindlich. Grapefruits, Zitronen und Limetten erleiden eher chilling als Orangen und Mandarinen, und spätreifende
Sorten sind temperaturempfindlicher als Frühsorten. Während Orangen noch 5°C vertragen,
sollten temperaturempfindliche Arten nie unter 10°C gefahren werden. Grüne
Zitrusfrüchte erfordern höhere Transporttemperaturen als gelbe: die Früchte sind umso
kälteempfindlicher, je höher ihr Säuregehalt ist.
Kaltlagerschäden äußern sich bei Zitrusfrüchten
besonders in Form von Schalenfleckigkeit (braune Punkte auf der Schale), begleitet von
Bittergeschmack und unangenehmem Geruch, Fäulnis und Zellwandzusammenbruch. Der
Schalenglanz geht verloren, die Albedoschicht (innere Schicht der Schale), die
normalerweise weiß ist, färbt sich dunkel. Beim Zerteilen der Frucht zerfallen die
saftarmen Segmente, die Gesamtfrucht ist glasig und weich. Die Intensität der
chilling-Schäden hängt neben der Unterschreitung der Temperaturgrenze auch von der Dauer
der Einwirkzeit ab. Kälteschäden treten in der Regel nicht in den Kühlräumen, sondern
vor der Kühlung oder nach Verlassen der Kühlräume auf.
Zu schnelles Aufwärmen gekühlter Früchte führt zu
Kondensation und Verderb.
Während der Beladung müssen ständig
Pulptemperaturmessungen durchgeführt werden. Die Pulptemperatur darf auf keinen Fall <
4°C bzw. > 25...30°C liegen, da außerhalb dieses Bereiches Haltbarkeit und Aussehen
herabgesetzt werden. Die zur Pulptemperaturmessung angestochenen Früchte müssen
ausgemustert werden, da sie rasch verderben und die anderen Früchte infizieren würden.
Die Messungen sind zu protokollieren.
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RF
Feuchte
Zitronen erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und
Lüftungskondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
| Bezeichnung |
Feuchte/Wassergehalt |
Quelle |
| Relative Luftfeuchte |
80...90% |
[1] |
| 85...90% |
[2] |
| 85...90% |
[5] |
| 85...90% |
[39] |
| Wassergehalt |
ca. 90% |
[1] |
| Oberste
Gleichgewichtsfeuchte |
85% |
[1] |
Die Zitronen müssen unbedingt vor Feuchtigkeit (See-,
Regen- und Kondenswasser, Schnee) geschützt werden, da sonst insbesondere der Grün- und
Blauschimmel sowie die Schwarzfäule gefördert werden.
Im allgemeinen wird aufgrund des hohen Wassergehalts der
Zitronen von ca. 90% eine relative Luftfeuchte von 85...90% gefordert. Lediglich Zitronen,
Orangen und Mandarinen von dunkelgrüner Schalenfarbe vertragen 82...85% relative
Luftfeuchte.
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RF
Lüftung
Zitronen erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und
Lüftungskondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
Empfohlene Lüftungs-Kondition: Umluft 40...60fach/h mit
ständiger Frischluftzufuhr
Der Zusatz von Frischluft ist äußerst wichtig, da
Zitrusfrüchte infolge anaerobischer Atmung binnen weniger Stunden in Gärung übergehen
können (Folge: Totalverlust). Bei mangelnder Ventilation können Lagerschäden in Form
von Bittergeschmack und Schalenschorf auftreten.
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RF
Biotische Aktivität
Zitronen besitzen eine biotische
Aktivität 2. Ordnung.
Sie gehören zu den lebenden Organen, bei denen die
Respirationsprozesse überwiegen, weil durch die Trennung von der Mutterpflanze die Zufuhr
neuer Nährstoffe fehlt.
Die Ladungspflege während der Reise muss darauf
ausgerichtet sein, die Respirationsprozesse (Abgabe von CO2, Wasserdampf,
Ethylen und Wärme) so zu steuern, dass am Zielort das gewünschte Reifestadium vorliegt.
Durch mangelhafte Lüftung können die Früchte infolge CO2-Anreicherung und
nicht ausreichender Versorgung mit Luftsauerstoff in Gärung und Fäulnis übergehen (vgl.
Lüftung).
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RF
Gase
| CO2-Entwicklung |
bei 10°C: 12,5 mg/kg*h [1] |
| Obergrenze des
zulässigen CO2-Gehalts |
0,1 Vol.-% [1]
< 0,5 Vol.-% [39] |
| Ethylenentwicklung |
|
| Aktivverhalten |
Die Ethylenproduktionsrate ist sehr niedrig.
Sie liegt unter 0,1 µl/kg*h [16]. |
| Passivverhalten |
Zitronen besitzen eine mittlere
Empfindlichkeit gegenüber Ethylen [16] und sollten daher nicht mit Waren zusammengelagert
werden, die eine hohe Ethylenproduktionsrate aufweisen (Allelopathie). |
Auch nach der Ernte laufen in Frischfrüchten noch
Stoffwechselprozesse ab. Die Früchte nehmen Sauerstoff (O2) auf und scheiden
bei der Umwandlung von Stärke in Zucker (Reifungsprozess) Kohlendioxid (CO2)
und Ethylen (C2H4) sowie Aromate in unterschiedlich starkem Maße
aus.
Reifefördernde Atmungsgase, wie neben dem Kohlendioxid
auch das Ethylen, sollten möglichst niedrig gehalten werden. Bei mangelnder Lüftung
können Lagerschäden, wie Bittergeschmack und Schalenschorf, auftreten. Es muss daher
ständig Frischluft zugeführt werden, um diese Gase abzuführen.
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Kein Risiko!
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RF
Geruch
| Aktivverhalten |
Zitronen besitzen einen stark angenehmen
Geruch. Zitrusfrüchte allgemein stellen wegen ihres hohen Gehalts an leicht flüchtigen
ätherischen Ölen (Ameisen-, Essigsäure, Ethanal, Ethylen und Geruchsstoff Limon) in der
Schale ein stark geruchsinfizierendes Transportgut dar und dürfen daher nicht mit Obst,
Gemüse und anderen geruchsempfindlichen Lebensmitteln zusammengestaut bzw. -gelagert
werden. |
| Passivverhalten |
Zitronen sind stark geruchsempfindlich. |
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Zitronen sind nicht verunreinigend |
| Passivverhalten |
Zitronen sind empfindlich gegenüber
Verunreinigungen durch Staub, Schmutz, Fette und Öle. Die Laderäume bzw. Container
müssen vor der Beladung entsprechend sauber und hygienisch einwandfrei sein. |
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RF Mechanische Einflüsse
Zitronen sind stark stoß- und druckempfindlich. So tritt
Verderb durch Schimmel und Fäulnis besonders dann auf, wenn die Schale der Frucht
beschädigt ist. Schalenbeschädigungen entstehen bei unsorgfältiger Ernte und durch eine
unsachgemäße Behandlung der Packstücke. Sie können aber auch ein Zeichen von zu tiefen
Temperaturen oder von unsachgemäßer Verwendung von Vorratsschutzmitteln sein.
Um Beschädigungen zu vermeiden, ist der Füllungsgrad der
Schachteln zu beachten: sie dürfen nur bis zum Rand gefüllt sein, da eine Überfüllung
von vornherein zu Druckschäden beim Übereinanderstapeln und damit zum vorzeitigen
Verderb führt. Die Druckstellen werden weich, und die gequetschte Schale zeigt eine
sogenannte "Gänsehaut". Weiterhin geht das Aroma der Frucht verloren, und der
Geschmack wird bitter und unangenehm.
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
Sollte nicht ausreichend gelüftet worden sein (Frost) oder
ist die Lüftung aufgrund eines Defektes ausgefallen, sind lebensgefährliche CO2-Konzentrationen
bzw. O2-Mangel möglich. Daher vor Betreten des Laderaumes diesen lüften und
eine Gasmessung durchführen. Der MAK-Wert der CO2-Konzentration liegt bei 0,49
Vol.-%.
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RF Schwund
Der normale Masseverlust durch Abnahme des
Feuchtigkeitsgehalts der Ware beträgt ca. 1...2% [1].
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RF Schädlingsbefall / Krankheiten
Grün- oder Lagerfäule (green-mould rot) ist die
gefürchtetste Lagerkrankheit der Zitrusfrüchte, die von zwei Schimmelpilzarten
hervorgerufen wird: dem Grünschimmel (Penicillium digitatum), der olivgrün aussieht, und
dem Blauschimmel (Penicillium italicum), der eine blaugrüne Farbe hat. Zitronen werden
vorrangig vom Grünschimmel befallen. Die Pilzsporen dringen vor allem an kleinen
Wundstellen ein und bilden zunächst weiße, kreisförmige Pilzherde, die später vom
Zentrum aus mit grünen bzw. blaugrünen Sporenteppichen überzogen werden. Die Schale
wird schwammig, die Pulpa weich: es handelt sich um eine typische Nassfäule. Ihre
optimale Entwicklung erfolgt bei 20...27°C; bei 10°C gedeihen sie noch recht gut, und
erst bei 4°C wird die Entwicklung gestoppt. Der Blauschimmel wird durch Kontakt von
Frucht zu Frucht übertragen.
Grün- und Blauschimmel werden durch See-, Regen- und
Kondenswasser begünstigt.

Abbildung 2 |

Abbildung 3 |

Abbildung 4 |
Schwarzfäule (black rot, Beginn am Blütenende) und
Stielfäule (stem-end rot, Beginn am Stielende) sind Trockenfäulen, die bereits während
der Ernte entstehen können. Feuchte begünstigt Grün- und Schwarzfäule.
Die Mittelmeerfruchtfliege (Ceratitis capitata), ein
Quarantäneschädling, befällt besonders dünnschalige Zitrusarten, vor allem Orangen und
Mandarinen. Die 8 mm langen Maden dieser Bohrfliege befallen besonders die reifenden und
reifen Früchte und bringen diese zum Faulen. Die restlose Vernichtung der befallenen
Früchte sowie die Verwendung von Kontaktinsektiziden während der Flugzeit sind wirksame
Bekämpfungsmethoden. Durch strenge Quarantänebestimmungen schützen sich die Länder vor
der Einschleppung. Für befallene Früchte besteht ein Importverbot. Da diese Schädlinge
viele Nahrungsarten aufnehmen, finden sie im Mittelmeerraum das ganze Jahr über Nahrung:
im Januar werden Mandarinen befallen, von Februar bis Mai frühe bis späte Orangen, im
Sommer Pfirsiche, Aprikosen und Kernobst und zu Beginn des Winters wieder Mandarinen.
Äußerlich erkennbare Befallsmerkmale sind eingesunkene, weiche, schwarze Einstichstellen
und später bräunliche Verfärbungen der Schale.
Quarantänebestimmungen des Bestimmungslandes sind zu
beachten, ggf. ist ein Pflanzengesundheitszeugnis (Phytosanitary-Certificate) den
Versandpapieren beizufügen. Auskünfte geben die Pflanzenschutzdienste und -ämter der
Bundesländer.
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Quellenverzeichnis | Kontakt - Anbieter | Rechtliche Hinweise | TIS-History |
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© Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Berlin 1999-2012 |
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