Die oberste Gleichgewichtsfeuchte
beschreibt das Aktivverhalten eines hygroskopischen Materials (Ware oder Verpackung).
Hygroskopische Materialien geben solange
Wasserdampf ab, bis die sie umgebende Luft die relative Luftfeuchte besitzt, die der
Gleichgewichtsfeuchte des Materials entspricht. Jedes Material hat seine ganz spezifische
Gleichgewichtsfeuchte.
Durch die Wasserdampfabgabe verringert sich
der Wassergehalt des Materials, und der Wassergehalt der Luft steigt. Das Material
trocknet. Bei ständiger Zufuhr von Frischluft, die eine relative Luftfeuchte besitzt, die
geringer als die Gleichgewichtsfeuchte ist, würde das Material immer mehr Wasserdampf
abgeben (Schwund). Dies würde schließlich dazu führen, dass z.B. Früchte immer mehr
austrocknen und an Qualität verlieren. Es ist also darauf zu achten, dass die Luft im
System nicht zu trocken ist, um eine zu hohe Austrocknung zu vermeiden.
Im umgekehrten Fall, d.h. bei Zufuhr von zu
feuchter Luft, kann es z.B. dazu führen, dass aufgrund hoher Feuchtigkeit Verderb oder
Korrosion von Waren einsetzt oder Verpackungen aus Wellpappe die Feuchtigkeit aus der
Umgebungsluft aufnehmen, dadurch zu feucht werden und ihre Stabilität verlieren. Dies
führt dann besonders beim Übereinanderstapeln von mehreren Schachteln zu Problemen, da
der entstehende Stapeldruck durch die unteren Schachteln nicht mehr aufgenommen werden
kann und diese dann zusammenbrechen.
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