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Clementinen [English version]

Inhaltsverzeichnis

Allgemein:
Informationen zur Ware
Verpackung
Transport
  Containerfähigkeit
  Ladungssicherung


Risikofaktoren und Schadenverhütung:
Temperatur Geruch
Feuchte Verunreinigung
Lüftung Mechanische Einflüsse
Biotische Aktivität Toxizität /  Gesundheitsgefährdung
Gase Schwund / Abhandenkommen
Selbsterhitzung / -entzündung Schädlingsbefall / Krankheiten




Informationen zur Ware

Warenname

Deutsch Clementinen
Englisch Cyprus clementine
Französisch Clémentine
Spanisch Clementinas
Wissenschaftlich Citrus reticulata x Citrus auratium
KN/HS-Nummer * 0805 20 ff.


(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes System der EU)



Warenbeschreibung

Clementinen gehören zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae) und stammen ursprünglich aus Südchina. Sie sind eine Kreuzung der Mandarine (Citrus reticulata) und der Pomeranze (Citrus auratium).

Sie ist eine leicht zerlegbare ("Easypeeler"), kernlose bis kernarme, orange Zitrusfrucht, die mittelgroß und flachrund ist.

Zu den vorwiegend in den Subtropen angebauten Zitrusfrüchten oder Agrumen gehören neben den Orangen noch Zitronen, Grapefruits, Mandarinen, Limetten und Easypeeler. Unter Easypeelern werden insbesondere Kreuzungen aus Orangen und Mandarinen verstanden, deren Schale sich sehr leicht ablösen lässt.

Zitrusfrüchte sind Beerenfrüchte, die aus drei Schichten bestehen:


der äußeren gelb/orange gefärbten Schale (Exokarp, Flavedo), deren Drüsen ätherische Öle abscheiden, die den typischen Zitrusgeruch erzeugen
dem weißlichen Mesokarp (Albedo)
dem aus 8...10 Segmenten bestehenden Endokarp, das mit Saftschläuchen (Zotten) angefüllt ist


Der Reifegrad der Zitrusfrüchte wird nach drei Gesichtspunkten bestimmt:

durch den Reife-Index: Er wird durch den sogenannten Brix-Wert ermittelt, der das Zucker/Säure-Verhältnis der Frucht darstellt. Nach [7] haben Zitrusfrüchte mit einem Brix-Wert zwischen 10...16 eine gute Geschmacksqualität.
durch den Einkaufsschnitt: Hierbei wird der Frischegrad der Frucht durch Durchschneiden der Frucht vom Stielansatz bis zum Gegenpol bestimmt. Ist die Frucht am Stielansatz welk, darf sie nicht mehr verschifft werden.
durch die Schalenfarbe: Die Schalenfarbe ist nicht unbedingt ein zuverlässiger Maßstab für den Reifegrad, sondern der Schalenglanz.


Fungizide sind Diphenyl, Orthophenylphenol (OPP) und Thiabendazol (TBZ). Diphenyl erkennt man am naphthalinartigen Geruch. Die Fungizide verhindern vor allem den Blau- und Grünschimmel. Sie sind jedoch geschmacksbeeinträchtigend und unterliegen einer Kennzeichnungspflicht.


Qualität / Lagerdauer

Die Tatsache, dass sich an der Ware noch Stiel und grüne Blätter befinden, deutet nicht auf eine Qualitätsbeeinträchtigung hin. Grüne Blätter gelten als ein Zeichen der Frische und sind daher als verkaufsfördernd anzusehen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es zu einem sehr großen Teil von der Aufbereitung der Früchte zum Versand abhängt, dass einzelne Partien den Transport gut überstehen. Diese Aufbereitung und Versandvorbereitung wird in den Packhäusern vorgenommen. Hierzu gehören:

Das Nachreifen grüner oder in ihrer Ausfärbung nicht befriedigender Früchte zu einer marktfähigen Schalenfarbe in Reifungsräumen.
Das Entfernen von Schmutz, Rußtau, Spritzrückständen und Schildläusen in Wascheinrichtungen.
Das Überziehen mit einer Wachsschicht und die Behandlung mit Konservierungsstoffen einschließlich deren Kennzeichnung.
Das Sortieren (Kalibrieren) der Früchte nach Größe, Farbe und sonstiger äußerer Beschaffenheit.
Das Zählen, Wiegen und Verpacken. Jedes Packstück wird mit Angaben über Fruchtanzahl, Güteklasse, Sorte und Herkunft versehen.
Die Lagerung bis zum Versand in Kühlräumen.


Das Wachsen, um Aroma- und Masseverluste zu vermeiden, ist erforderlich, da durch den Waschprozess die natürliche Wachsschicht entfernt wird. Der auf die Schale aufgesprühte Wachsfilm verschließt die Poren nur teilweise, um die Atmungsfähigkeit der Früchte zu erhalten.

Die maximale Lager- und Transportdauer wird wie folgt angegeben:

Temperatur Rel. Luftfeuchte Max. Lagerdauer Quelle
6...9°C 85% 12 Wochen [1]
4,4°C keine Angaben 2...4 Wochen [39]


Zur CA-Lagerung sind Clementinen nicht geeignet.


Verwendungszweck

Clementinen sind zum größten Teil zum Frischverzehr bestimmt. Des Weiteren werden sie in den Herkunftsländern zu Konserven, Konfitüren, Süßwaren verarbeitet sowie für die Herstellung von Getränken verwendet.


Abbildungen

(Durch Anklicken der einzelnen Abbildungen werden diese vergrößert dargestellt.)

Foto Clementinen

Abbildung 1
Foto Clementinen

Abbildung 2
Foto Clementinen

Abbildung 3



Herkunftsländer

Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.

Europa Korsika, Spanien, Italien, Zypern
Afrika Südafrika, Marokko, Ägypten, Algerien
Asien Indien, Malaiisches Archipel, China, Japan
Amerika USA, Südamerika
Australien  


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Verpackung

Clementinen werden in Lattenkisten, Steigen und Schachteln transportiert. Beschädigte, verschmutzte oder durchnässte Verpackungen sind zurückzuweisen.


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Transport

Symbole

Symbol Stückgut

Stückgut


Temperaturgeführt



Verkehrsmittel

Schiff, Flugzeug, Lkw, Bahn


Containerfähigkeit

Kühl-Container mit Frischluftzufuhr


Umschlag

Clementinen sind stark druck- und stoßempfindlich, daher sind sie beim Umschlag entsprechend vorsichtig zu behandeln. Die Kühlkette muss auf jeden Fall eingehalten werden, da sonst ein rascher Verderb droht.

Bei feuchtem Wetter (Regen, Schnee) muss die Ladung vor Feuchtigkeit geschützt werden, da sonst vorzeitiger Verderb droht.


Staumaß

2,2 m3/t (Steigen zu 12kg) [1]


Das Staumaß ist stark abhängig von Gewichtsklassen und verwendeten Verpackungseinheiten.


Stauplatzanforderungen

Kühl, trocken, gute Lüftung


Separation

Signierstift/Ölkreide, Separationsnetze


Ladungssicherung

Aufgrund der starken Stoß- und Druckempfindlichkeit müssen die Verpackungen so gesichert werden, dass gegenseitige Beschädigungen verhindert werden. Freiräume zwischen den Packstücken bzw. den Paletten müssen ausgefüllt werden, um ein Verrutschen oder Ankippen zu vermeiden. Durch die Wahl der richtigen Verpackungsgröße oder Ladeeinheit (Flächenmodule oder Flächen-Multimodule) können Ladungsräume formschlüssig (ohne Freiräume) beladen werden.


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Risikofaktoren und Schadenverhütung

RF Temperatur

Clementinen erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und Lüftungskondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).

Eine schriftliche Temperaturorder ist vor Ladebeginn vom Versender anzufordern. Diese Order ist auf jeden Fall während der gesamten Transportkette einzuhalten.

Die folgenden Tabellen sollen nur zur Einschätzung der entsprechenden Temperaturbereiche dienen. Je nach den speziellen Gegebenheiten der Transporte können die Temperaturen hiervon abweichen.

Bezeichnung Temperaturbereich Quelle
Reisetemperatur ca. 6...9°C [1]


Vor Ladebeginn sind die Laderäume bzw. Container entsprechend vorzukühlen.

Die Pulptemperatur sollte nicht < 4°C bzw. > 25...30°C liegen, da außerhalb dieses Bereiches Haltbarkeit und Aussehen herabgesetzt werden. Die zur Pulptemperaturmessung angestochenen Früchte müssen ausgemustert werden, da sie rasch verderben und die anderen Früchte infizieren würden. Die Messwerte sollten zur Beweissicherung auf jeden Fall protokolliert werden.

Die Rücklufttemperatur muss so schnell wie möglich 7,5°C betragen und während der gesamten Reise eingehalten werden.

Die Einblaseluft darf 5,5°C nicht unterschreiten, da es sonst zu Kaltlagerschäden (chilling) kommen kann. Während der Beladung müssen ständig Pulptemperaturmessungen durchgeführt werden.

Alle Zitrusfrüchte sind arten- und sortenabhängig sehr kälteempfindlich. Grapefruits, Zitronen und Limetten erleiden eher chilling als Orangen und Mandarinen, und spätreifende Sorten sind temperaturempfindlicher als Frühsorten. Während Orangen noch 5°C vertragen, sollten temperaturempfindliche Arten nie unter 10°C gefahren werden. Grüne Zitrusfrüchte erfordern höhere Transporttemperaturen als gelbe: die Früchte sind umso kälteempfindlicher, je höher ihr Säuregehalt ist.

Kaltlagerschäden äußern sich bei Zitrusfrüchten besonders in Form von Schalenfleckigkeit (braune Punkte auf der Schale), begleitet von Bittergeschmack und unangenehmem Geruch, Fäulnis und Zellwandzusammenbruch. Der Schalenglanz geht verloren, die Albedoschicht (innere Schicht der Schale), die normalerweise weiß ist, färbt sich dunkel. Beim Zerteilen der Frucht zerfallen die saftarmen Segmente, die Gesamtfrucht ist glasig und weich. Die Intensität der chilling-Schäden hängt neben der Unterschreitung der Temperaturgrenze auch von der Dauer der Einwirkzeit ab. Kälteschäden treten in der Regel nicht in den Kühlräumen, sondern vor der Kühlung oder nach Verlassen der Kühlräume auf.

Zu schnelles Aufwärmen gekühlter Früchte führt zu Kondensation und Verderb.


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RF Feuchte

Clementinen erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und Lüftungskondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).

Bezeichnung Feuchte/Wassergehalt Quelle
Relative Luftfeuchte 85% [1]
Wassergehalt ca. 87% [1]
Oberste Gleichgewichtsfeuchte 85% [1]


Der Umschlag sollte unbedingt geschützt vorgenommen werden, da See-, Regen- und Kondenswasser oder Schnee insbesondere den Grün- und Blauschimmel sowie die Schwarzfäule fördert.


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RF Lüftung

Clementinen erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und Lüftungskondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).

Empfohlene Lüftungs-Kondition: Umluft 60...80fach/h mit ständiger Frischluftzufuhr

Der Zusatz von Frischluft ist äußerst wichtig, da Zitrusfrüchte infolge anaerobischer Atmung binnen weniger Stunden in Gärung übergehen können (Folge: Totalverlust). Bei mangelnder Ventilation können Lagerschäden in Form von Bittergeschmack und Schalenschorf auftreten.


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RF Biotische Aktivität

Clementinen besitzen eine biotische Aktivität 2. Ordnung.

Sie gehören zu den lebenden Organen, bei denen die Respirationsprozesse überwiegen, weil durch die Trennung von der Mutterpflanze die Zufuhr neuer Nährstoffe fehlt.

Die Ladungspflege während der Reise muss darauf ausgerichtet sein, die Respirationsprozesse (Abgabe von CO2, Wasserdampf, Ethylen und Wärme) so zu steuern, dass am Zielort das gewünschte Reifestadium vorliegt. Durch mangelhafte Lüftung können die Früchte infolge CO2-Anreicherung und nicht ausreichender Versorgung mit Luftsauerstoff in Gärung und Fäulnis übergehen (vgl. Lüftung).


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RF Gase

CO2-Entwicklung bei 5°C: 7,9 mg/kg*h
Obergrenze des zulässigen CO2-Gehalts 0,2 Vol.-%
Ethylenentwicklung  
Aktivverhalten Clementinen sind niedrige Ethylenproduzenten. Die Ethylenproduktionsrate liegt zwischen 0,1...1,0 µl/kg*h [16].
Passivverhalten Clementinen besitzen keine Empfindlichkeit gegenüber Ethylen [16] (Allelopathie).


Auch nach der Ernte laufen in Frischfrüchten noch Stoffwechselprozesse ab. Die Früchte nehmen Sauerstoff (O2) auf und scheiden während des Reifungsprozesses Kohlendioxid (CO2) und Ethylen (C2H4) sowie Aromate in unterschiedlich starkem Maße aus.

Sollte nicht ausreichend gelüftet worden sein (Frost) oder ist die Lüftung aufgrund eines Defektes ausgefallen, sind lebensgefährliche CO2-Konzentrationen bzw. O2-Mangel möglich. Daher vor Betreten des Laderaumes diesen lüften und eine Gasmessung durchführen. Der MAK-Wert der CO2-Konzentration liegt bei 0,49 Vol.-%.

Reifefördernde Atmungsgase, wie neben dem Kohlendioxid auch das Ethylen, sollten möglichst niedrig gehalten werden. Bei mangelnder Lüftung können Lagerschäden, wie Bittergeschmack und Schalenschorf, auftreten. Es muss daher ständig Frischluft zugeführt werden, um diese Gase abzuführen.


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RF Selbsterhitzung / -entzündung

Kein Risiko!


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RF Geruch

Aktivverhalten Clementinen besitzen einen stark angenehmen Geruch.

Zitrusfrüchte allgemein stellen wegen ihres hohen Gehalts an leicht flüchtigen ätherischen Ölen (Ameisen- und Essigsäure, Ethanal, Ethylen und der Geruchsstoff Limon) in der Schale ein stark geruchsinfizierendes Transportgut dar und dürfen daher nicht mit Obst, Gemüse und anderen geruchsempfindlichen Lebensmitteln zusammengestaut bzw. gelagert werden, besonders Fleisch, Butter, Eier, Fette und Käse nehmen den Zitrusgeruch an. Daher müssen Kühlräume besonders sorgfältig desodoriert werden, bevor auf der nächsten Reise andere Waren transportiert werden sollen. Auch mit Zitrusgeruch behaftetes Stauholz darf nicht wieder für geruchsempfindliche Waren verwendet werden.
Passivverhalten Clementinen sind stark geruchsempfindlich, daher dürfen sie nicht zusammen mit geruchsabgebenden Waren gelagert werden.



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RF Verunreinigung

Aktivverhalten Clementinen sind nicht verunreinigend.
Passivverhalten Clementinen sind äußerst verunreinigungsempfindlich und müssen daher in entsprechend sauberen und hygienisch einwandfreien Laderäumen und Containern gelagert werden.



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RF Mechanische Einflüsse

Clementinen sind stark stoßempfindlich, weicher als andere Zitrusfrüchte und verderben daher auch leichter. So tritt Verderb durch Schimmel und Fäulnis besonders dann auf, wenn die Schale der Frucht beschädigt ist. Schalenbeschädigungen entstehen bei unsorgfältiger Ernte und durch eine unsachgemäße Behandlung der Packstücke. Sie können aber auch ein Zeichen von zu tiefen Temperaturen oder von unsachgemäßer Verwendung von Vorratsschutzmitteln sein.

Um mechanische Beschädigungen der Schale zu vermeiden, ist der Füllungsgrad der Schachteln zu beachten. Sie dürfen nur bis zum Rand gefüllt sein, da eine Überfüllung beim Übereinanderstapeln zu Druckschäden und damit zu vorzeitigem Verderb führt. Die Druckstellen werden weich, und die gequetschte Schale zeigt eine sogenannte "Gänsehaut". Weiterhin geht das Aroma der Frucht verloren, und der Geschmack wird bitter und unangenehm.


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RF Toxizität / Gesundheitsgefährdung

Sollte nicht ausreichend gelüftet worden sein (Frost) oder ist die Lüftung aufgrund eines Defektes ausgefallen, sind lebensgefährliche CO2-Konzentrationen bzw. O2-Mangel möglich. Daher vor Betreten des Laderaumes diesen lüften und eine Gasmessung durchführen. Der MAK-Wert der CO2-Konzentration liegt bei 0,49 Vol.-%.


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RF Schwund / Abhandenkommen

Der normale Masseverlust durch Abnahme des Feuchtigkeitsgehaltes der Ware beträgt ca. 1...2% [1].


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RF Schädlingsbefall / Krankheiten

Grün- oder Lagerfäule (green-mould rot) ist die gefürchtetste Lagerkrankheit der Zitrusfrüchte, die von zwei Schimmelpilzarten hervorgerufen wird: dem Grünschimmel (Penicillium digitatum), der olivgrün aussieht, und dem Blauschimmel (Penicillium italicum), der eine blaugrüne Farbe hat. Die Pilzsporen dringen vor allem an kleinen Wundstellen ein und bilden zunächst weiße, kreisförmige Pilzherde, die später vom Zentrum aus mit grünen bzw. blaugrünen Sporenteppichen überzogen werden. Die Schale wird schwammig, die Pulpa weich: es handelt sich um eine typische Naßfäule. Ihre optimale Entwicklung erfolgt bei 20...27°C; bei 10°C gedeihen sie noch recht gut, und erst bei 4°C wird die Entwicklung gestoppt. Der Blauschimmel wird durch Kontakt von Frucht zu Frucht übertragen.

Grün- und Blauschimmel werden durch See-, Regen- und Kondenswasser begünstigt.

Zeichnung Clementinen

Abbildung 4



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