
Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Bananen |
| Englisch |
Bananas |
| Französisch |
Bananes
|
| Spanisch |
Platanos/Bananas |
| Wissenschaftlich |
Musa paradisiaca |
| KN/HS-Nummer * |
0803 00 ff. |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Die Banane ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt.
Botanisch handelt es sich um eine Beerenfrucht, die zur Familie der Bananengewächse
(Musaceae) gehört. Sie stammt aus dem tropischen Asien und wurde in den tropischen und
subtropischen Zonen der Erde verbreitet.
Die Bananenpflanze entwickelt einen Scheinstamm
(pseudostem) aus Blattscheiden, aus dessen Mitte der endständige Blüten- und Fruchtstand
herauswächst.
Bananen, die wegen ihres Reichtums an Kohlehydraten
(vorwiegend Traubenzucker) und wegen ihres aromatischen Geschmacks sehr beliebt sind,
werden das ganze Jahr über geerntet.
Die Bananenstaude wird als Büschel bezeichnet. Ein
Büschel ist etagenweise aus Händen zusammengesetzt. Die einzelnen Früchte werden Finger
genannt. Folgende Terminologie wird verwendet:
| 1 Banane |
= |
1 Finger |
| 5...7 Finger |
= |
1 Cluster |
| 15...20 Finger |
= |
1 Hand |
| 8...14 Hände |
= |
1 Büschel (= 200 Bananen) |
Die Bananen werden in folgende Sorten unterteilt:
 |
Obstbananen, die zum Frischverzehr geeignet sind (fleischig,
süß, aromatisch) |
 |
Babybananen, eine kleinwüchsige Form der Obstbanane, die
sich in neuerer Zeit immer größerer Beliebtheit erfreut |
 |
Kochbananen, die vor dem Verzehr gekocht werden müssen
(mehlig, stärkereich, Mehlbananen) |
 |
Faserbananen, die zur Fasergewinnung verwendet werden
(Manilahanf) |
Die Obstbananen werden in folgende Hauptarten unterteilt
[6]:
| Hauptarten |
Merkmale |
Sorten |
| Westindische oder Jamaika-Banane (Musa sapientum L.) |
groß, dickschalig, wenig empfindlich, Finger laufen spitz
aus (= eigentliche Obstbanane), etwas mehlig, fest, Hände gut geschlossen |
Gros Michel |
| Kanarische oder Zwerg-Banane (Musa Cavendishii Lamb.) |
kleiner als Jamaika-Bananen, dünnschalig, sehr
druckempfindlich, Finger laufen stumpf aus, süßer als Jamaika-Bananen, kaum mehlig,
weich, Hände mit sperrigen Fingern |
Dwarf Cavendish, Lacatan, Poyo robusta |
Bananen werden im Vorklimakterium (Schnittreife) im
grünharten Zustand geerntet. Die Frucht ist dann leuchtend grün, kantig und die Pulpa
(Fruchtfleisch) hart. Das Stärke-Zucker-Verhältnis ist ca. 20:1, wodurch die Frucht
ungenießbar ist. Durch den hohen Gerbsäuregehalt hat sie einen adstringierenden
Geschmack. Bananen, die ins Klimakterium (Genussreife) umschlagen, werden als turner
bezeichnet. Das Stärke-Zucker-Verhältnis der genussreifen Frucht beträgt etwa 1:20,
wobei Fruchtsäuren und das feine Aroma gebildet werden.
Qualität / Lagerdauer
Transportfähige Bananen müssen gesund, sauber, ganz,
frisch, frei von artfremdem Geruch und Geschmack, frei von anormaler Feuchtigkeit und
unbeschädigt sein. Die Farbe der Früchte sollte dem Reifegrad 1 entsprechen. Außerdem
müssen sie frei von Fäulniserscheinungen und mechanischen Beschädigungen sein. Die
Hände müssen mit fungizider Paste gegen Kamm- oder Stielfäule behandelt sein.
Nach dem äußeren Farbbild der Banane wird der Reifegrad
in sieben verschiedene Farbstufen unterschieden:

Abbildung 1 |
| Reifegrad |
Aussehen der Schale |
Eigenschaften |
| 1 |
Grün |
Farbe zum Zeitpunkt der Verladung |
| 2 |
Grün mit leichtem Ansatz von gelb |
Farbe zum Zeitpunkt des Entladens |
| 3 |
Mehr grün als gelb |
Beginnende Verfärbung der Schale zeigt den
fortschreitenden Reifeprozess |
| 4 |
Mehr gelb als grün |
Richtiger Reifegrad für die Bestellung durch Groß- und
Einzelhandel und Auslieferung aus der Reiferei |
| 5 |
Gelb mit grüner Spitze |
Bester Zustand für den Verkauf im Einzelhandel, da die
Frucht noch einige Tage gut haltbar ist |
| 6 |
Vollgelb |
Frucht besitzt ihr bestes Aussehen und ist sehr
schmackhaft. Die Schale ist in diesem Reifezustand sehr empfindlich gegenüber
mechanischen Einflüssen |
| 7 |
Gelb mit braunen Punkten |
Kleine braune Flecken zeigen, dass die Frucht vollreif
ist. Sie hat nun ihr bestes Aroma und ihren vollen Geschmack |
Ebenso kann man zur Reifekontrolle auch mit dem bloßen
Auge die Kantigkeit der Finger und die Fleischfarbe prüfen: Eine zunehmende Rundung der
Finger und eine Fleischverfärbung von Weiß ins Gelbliche sind Zeichen verstärkter
Reife. Während der Beladung werden Temperatur- und Schnittproben durchgeführt, wobei die
Temperatur der Testbananen mit einem Pulpthermometer gemessen wird. Die dadurch
beschädigten Bananen werden ausgemustert.
Der Bananendurchmesser wird mit Hilfe eines Greifzirkels
gemessen. Die Angabe erfolgt entweder in mm oder in 1/32 inch. Generell gesprochen, ist
unter "Grade" der Durchmesser des mittleren äußeren Fingers einer einzelnen
Hand zu verstehen. Die Frucht, die zur Verschiffung über lange Entfernungen vorgesehen
ist, sollte z.B. 41...43 Grade (= 32,3...34,1 mm) haben.
Die Fingerlänge wird über den äußeren Bogen des
längsten Fingers auf der Innenseite eines Clusters gemessen. Sie sollte 17...22 cm
betragen. Euro-Bananen sollten 14 cm lang und 27 mm dick sein.
In der folgenden Tabelle sind Merkmale für frisch
geerntete und für gealterte Bananen zusammengestellt, auf die bei der Ladungsübernahme
geachtet werden sollte:
| Frisch geerntete Bananen |
Gealterte Bananen |
| Finger sind vierkant, liegen dicht aneinander, sind hart,
grün, sauber, ohne Schädlingsbefall |
Finger zeigen Welkungserscheinungen, turner (Bananen, die
in die Genussreife umschlagen) vorhanden |
| Frucht bricht beim Durchbrechen mit vernehmlichem Knall
auf |
Frucht bricht beim Durchbrechen nicht mit einem
vernehmlichen Knall auf |
| Pulptemperatur nicht höher als die Außentemperatur |
Pulptemperatur ist höher als die Außentemperatur |
| Bei Schnittprobe bilden sich schleimige Saftfäden von
3...4 cm Länge |
Bei Schnittprobe bilden sich keine schleimigen Saftfäden |
| Pulpa (Fruchtfleisch) = mehlweiße Farbe |
Pulpa = Verfärbungen von rosa über braun bis schwarz
oder dunkle Flecken |
| Schale lässt sich nicht von der Pulpa trennen |
Schale lässt sich von der Pulpa trennen. Braune Punkte
unter der Schale: Banane hat gefröstelt, wird schlecht reifen |
| Schnittstelle der Hand mit Paraffinanstrich gut
konserviert |
Schnittstelle der Hand zeigt Welkungserscheinungen oder
ist angefault bzw. Verlust des Paraffinanstrichs |
| Keine braunen Punkte unter der Schale |
Kleine braune Punkte unter der Schale: Banane hat
gefröstelt und wird schlecht reifen |
Die maximale Lagerdauer wird wie folgt angegeben:
| Bezeichnung |
Temperatur |
Rel. Luftfeuchte |
Max. Lagerdauer |
Quelle |
| Cavendish-Robusta |
12,5...12,8°C |
95% |
28 Tage |
[1] |
| Bananen, allgemein |
13...15°C |
80...95% |
14...21 Tage |
[5] |
| grüne Bananen |
13°C |
90...95% |
14...21 Tage |
[20] |
| gelbe Bananen |
13°C |
90...95% |
3...6 Tage |
[20] |
Durch den CA-Transport kann die Transport- und Lagerdauer
(max. 2 Monate) ausgedehnt werden. Hierfür sind folgende Parameter einzustellen [16]:
| Temperatur |
Rel. Luftfeuchte |
O2 |
CO2 |
CA-Eignung |
| 13,9...15,6°C |
85...95% |
2...5% |
2...5% |
sehr gut |
Verwendungszweck
Bananen werden hauptsächlich zum Frischverzehr verwendet.
Des Weiteren werden sie zur Herstellung von Obstsalaten, Speiseeis, Likör,
Trockenbananen, Bananenpüree, Bananenchips etc. benutzt.
Abbildungen
(Durch Anklicken der einzelnen Abbildungen werden diese vergrößert
dargestellt.)

Abbildung 2 |

Abbildung 3 |

Abbildung 3a |

Abbildung 4 |

Abbildung 5 |

Abbildung 6 |

Abbildung 7 |

Abbildung 8 |

Abbildung 9 |

Abbildung 10 |

Abbildung 11 |

Abbildung 12 |
Herkunftsländer
Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine
Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.
| Europa |
Spanien |
| Afrika |
Kongo, Liberia, Elfenbeinküste, Kamerun, Somalia |
| Asien |
Philippinen, Thailand, Indien |
| Amerika |
Jamaika, Kuba, Haiti, Guatemala, Honduras, Costa Rica,
Brasilien, Kolumbien, Ekuador, Panama |
| Australien |
|
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Verpackung
Bananen werden in perforierten Schachteln aus stabiler
Wellpappe mit perforierter Plastikfolieneinlage verpackt. Auf den Boden der Schachteln
werden zwei Reihen von etwa 8...10 Clustern gelegt, darauf kommt schützendes
Packmaterial, und hierauf werden noch einmal zwei Reihen von 6...8 Clustern gepackt. Die
Polyethylenbeutel werden geschlossen oder nur gefaltet.

Abbildung 13 |

Abbildung 14 |
 |
 |
 |
| a) Draufsicht |
b) Seitenfläche |
c) Stirnfläche |
Abbildung 15: Stülpfaltschachtel für
Bananen, Sorte Cavendish, aus Ekuador
Um eine ausreichende Durchspülung der Bananen mit
Kühlluft zu gewährleisten, werden die Schachteln mit Perforationen versehen. Bei Bananen
der Sorte Cavendish aus Ekuador wird in den äußeren und inneren Verschlußklappen des
Deckel- und Bodenteils je eine 280 cm² bzw. 220 cm² große Öffnung freigelassen, so
dass der Vertikalluftstrom ungehindert hindurchtreten kann. Die in perforierten
Polyethylensäcken verpackten Bananen können darüber hinaus gut auf ihren Reifezustand
hin kontrolliert werden. Die Seitenflächen haben jeweils vier längliche Perforationen
von 1,5 cm x 6 cm sowie an den Stirnflächen je eine griffartige Öffnung von 3,5 cm x 1 0
cm und außerdem je zwei Löcher von 3,5 cm Durchmesser. Der Perforationsanteil, bezogen
auf die Gesamtoberfläche der geschlossenen Stülpfaltschachtel, beträgt 8,18 %. Der
Deckelteil (Tara 450 g) besteht aus einwelliger und der Bodenteil (Tara 600 g) aus
zweiwelliger Wellpappe (Perforationsmöglichkeiten
von Versandschachteln für Südfrüchte).
Eine spezielle Verpackungsart ist die
Banavacverpackung.
Man verwendet Polyethylenbeutel von 0,4 mm Dicke, in denen der Kohlendioxidgehalt auf 5%
ansteigt und der Sauerstoffgehalt auf 2% reduziert wird ("modified atmosphere").
Mittels Zugabe von Kaliumpermanganat wird das entstehende Ethylen absorbiert. Die Früchte
werden dadurch in einen Schlafzustand versetzt, d.h. sie unterbrechen ihren
Respirationsprozess weitgehend, bleiben erntefrisch und reifen nicht, so dass die
Lagerfähigkeit verlängert wird.
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Transport
Symbole

Stückgut |

Temperaturgeführt |
Verkehrsmittel
SSchiff, Lkw, Bahn
Containerfähigkeit
Kühl-Container
mit Frischluftzufuhr oder mit CA
Umschlag
Aufgrund der Stoß- und Druckempfindlichkeit müssen die
Früchte beim Umschlag entsprechend vorsichtig behandelt werden.
Die spezifische Kühltemperatur ist auf jeden Fall auch während des
Umschlags einzuhalten.
Bei feuchtem Wetter (Regen, Schnee) muss die Ladung vor
Feuchtigkeit geschützt werden, da sonst vorzeitiger Verderb droht.
Staumaß
 |
2,30...2,90 m3/t (Wellpappschachteln) [1] |
 |
3,63...3,90 m3/t (Schachteln) [11] |
 |
3,40...3,68 m3/t (Wellpappschachteln) [14] |
Stauplatzanforderungen
Kühl, trocken, gute Lüftung
Separation
Signierstift / Ölkreide
Ladungssicherung
Aufgrund der starken Stoß- und Druckempfindlichkeit
müssen die Verpackungen so gesichert werden, dass gegenseitige Beschädigungen verhindert
werden. Freiräume zwischen den Packstücken bzw. den Paletten müssen ausgefüllt werden,
um ein Verrutschen oder Ankippen zu vermeiden. Durch die Wahl der richtigen
Verpackungsgröße oder Ladeeinheit (Flächenmodule
oder Flächen-Multimodule) können Ladungsräume formschlüssig (ohne Freiräume)
beladen werden.

Abbildung 16 |
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Bananen erfordern eine bestimmte Temperatur-,
Feuchte- und Lüftungskondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
Eine schriftliche Temperaturorder ist vor Ladebeginn vom
Versender anzufordern. Diese Order ist auf jeden Fall während der gesamten Transportkette
einzuhalten. Bei der Containerbeladung sollte möglichst zeitnah nach der Beladung die
eingestellte Temperatur des Kühlaggregates und die gemessene Ablufttemperatur mit den
vorgegebenen Temperaturen der Kühlorder verglichen werden.
Die folgenden Tabellen sollen nur zur Einschätzung der
entsprechenden Temperaturbereiche dienen. Je nach den speziellen Gegebenheiten der
Transporte können die Temperaturen hiervon abweichen.
| Bezeichnung |
Temperaturbereich |
Quelle |
| Reisetemperatur |
|
|
| Bananen, allgemein |
13,2°C |
[3] |
| Bananen, allgemein |
13...15°C |
[5] |
| Bananen, allgemein |
12,0...13,5°C |
[7] |
| Bananen, allgemein |
12...13°C |
[14] |
| Bananen, allgemein |
12...14°C |
[20] |
Die Lager- und Transporttemperaturen sind stark abhängig
von der jeweiligen Sorte. Grundsätzlich ist die konkrete Reisetemperatur in jedem Fall
vom Versender schriftlich aufzugeben.
Die Laderäume/Container sind vor der Beladung
vorzukühlen. Die Vorkühltemperatur und Ladungstüchtigkeit der Laderäume/Container sind
möglichst von einem Besichtiger überprüfen zu lassen.
Während der Beladung müssen Temperaturproben
durchgeführt werden. Die Testbananen werden mit einem Pulpthermometer gemessen. Die
Bananen können durch Nachtkälte (<14°C) oder Unwetter unterkühlt worden sein (chilling). Liegt ihre Pulptemperatur über der
Tagestemperatur (>30°C), können die Bananen bereits ins Klimakterium übergegangen
sein, z.B. durch Transport zum Hafen ohne Kühlung, oder sie wurden zu früh geerntet bzw.
waren der Sonne ausgesetzt.
Chilling äußert sich bei Bananen in einer unansehnlichen
Farbe der Schale (rosa-bräunlich, braune Streifen unter der obersten Hautschicht). Die
Frucht verliert ihr Reifungsvermögen, die Pulpa wird hart und trocken und hat einen
adstringierenden Geschmack. Eine Reifung ist auch in der Reiferei nicht mehr möglich.
Zu hohe Temperaturen lassen das Fruchtfleisch der Banane
breiig werden, wodurch sie sich leicht eindrücken lassen, schneller verderben, einen
faden Geschmack bekommen und an den Schalen-Enden aufbrechen. Im Sprachgebrauch werden sie
als "cooked bananas" (gekochte Bananen) bezeichnet.

Abbildung 17 |

Abbildung 18 |

Abbildung 19 |
Sollte die Temperatur der Außenluft unter der Solltemperatur
der Laderaumluft fallen, ist folgendes zu beachten:
- Zugeführte Frischluft (Außenluft) ist so zu erwärmen,
dass sichergestellt ist, dass die Solltemperatur nicht unterschritten wird.
- Je nach Wärme- bzw. Kälteverlust der Isolierung des
Laderaums und Wärmeleistung durch den Reifeprozess der Ware kühlt sich die
Laderaumtemperatur unter Solltemperatur ab. Ab diesem Zeitpunkt ist sicherzustellen, dass
die Laderaumluft beheizt wird. Container stellen dieses in der Regel automatisch sicher.
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RF
Feuchte
Bananen erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und
Lüftungskondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
| Bezeichnung |
Feuchte/Wassergehalt |
Quelle |
| Relative Luftfeuchte |
85...95% |
[1] |
| 80...95% |
[4] |
| 80...95% |
[5] |
| 85...90% |
[14] |
| 90...95% |
[20] |
| Wassergehalt |
ca. 75% |
[1] |
| Oberste
Gleichgewichtsfeuchte |
80% |
[1] |
Zu niedrige Luftfeuchten können einen unvollständigen
Reifungsprozess und Masseverluste durch die Abgabe von Wasserdampf zur Folge haben. Die
Bananen sind in perforierte Polyethylenfolie verpackt, damit die erforderliche Luftfeuchte
gewährleistet bleibt.
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RF
Lüftung
Bananen erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und
Lüftungskondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
Empfohlene Lüftungs-Kondition: Umluft 60...80fach / h mit
ständiger Frischluftzufuhr
Häufig werden Bananen nach dem Umschlag
"heruntergekühlt", während dieser Phase sollte zunächst keine Frischluft
zugeführt werden. Die spätere Frischluftzufuhr richtet sich nach dem CO2-Gehalt
der Laderaumluft.
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RF
Biotische Aktivität
Bananen besitzen eine biotische
Aktivität 2. Ordnung.
Sie gehören zu den lebenden Organen, bei denen die
Respirationsprozesse überwiegen, weil durch die Trennung von der Mutterpflanze die Zufuhr
neuer Nährstoffe fehlt.
Die Ladungspflege während der Reise muss darauf
ausgerichtet sein, die Respirationsprozesse (Abgabe von CO2, Wasserdampf,
Ethylen und Wärme) so zu steuern, dass am Zielort das gewünschte Reifestadium vorliegt.
Durch mangelhafte Lüftung können die Früchte infolge CO2-Anreicherung und
nicht ausreichender Versorgung mit Luftsauerstoff in Gärung und Fäulnis übergehen (vgl.
Lüftung).
Aus der folgenden Abbildung ist der Reifeverlauf der
Bananen zu entnehmen:

Abbildung 20 |
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RF
Gase
| CO2-Entwicklung |
bei 12,5°C: 18,5 mg/kg*h [5]
Die sogenannten "turner" (Bananen, die bereits ins
Klimakterium umschlagen) weisen die größte Atmungsintensität auf (62 mg CO2/kg*h).
|
| Obergrenze des
zulässigen CO2-Gehalts |
0,1...0,2 Vol.-% [1]
0,1 Vol.-% [14] |
| Ethylenentwicklung |
|
| Aktivverhalten |
Bananen sind mittlere Ethylenproduzenten. Die
Ethylenproduktionsrate liegt bei 1...10 µl/kg*h [16]. |
| Passivverhalten |
Die Ethylenempfindlichkeit der Bananen ist
als hoch einzustufen [16]. Sie dürfen daher nicht mit Ethylen produzierenden Waren
zusammengelagert werden. Besonders gefährdet sind Bananen durch das Zusammenladen mit
Äpfeln und Birnen, da es sich hier um hohe Ethylenproduzenten handelt (Allelopathie). |
Auch nach der Ernte laufen in Frischfrüchten noch
Stoffwechselprozesse ab. Die Früchte nehmen Sauerstoff (O2) auf und scheiden
bei der Umwandlung von Stärke in Zucker (Reifungsprozess) Kohlendioxid (CO2)
und Ethylen (C2H4) sowie Aromate in unterschiedlich starkem Maße
ab.
Sollte nicht ausreichend gelüftet worden sein (Frost) oder
ist die Lüftung aufgrund eines Defektes ausgefallen, sind lebensgefährliche CO2-Konzentrationen
bzw. O2-Mangel möglich. Daher vor Betreten des Laderaumes diesen lüften und
eine Gasmessung durchführen. Der MAK-Wert der CO2-Konzentration liegt bei 0,49
Vol.-%.
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Kein Risiko!
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RF
Geruch
| Aktivverhalten |
Bananen besitzen einen ganz leicht angenehmen
Geruch. Treten einige Bananen ins Klimakterium (turner), wird der von der Ware ausgehende
Geruch merklich intensiver. Die Frischluftzufuhr ist dann zur Entfernung der Reifegase
maximal zu erhöhen, und entdeckte turner müssen ausgemustert werden, da sonst die Gefahr
besteht, dass die gesamte Ladung vorzeitig reif wird. |
| Passivverhalten |
Bananen sind sehr stark geruchsempfindlich. |
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Bananen sind nicht verunreinigend. |
| Passivverhalten |
Bananen sind Verschmutzungen gegenüber
äußerst empfindlich. So werden die Cluster beispielsweise schon in der Packstation in
ein Antioxidantiumbad getaucht, um die Verfärbung von Latexresten zu verhindern. Die
Laderäume bzw. Container müssen vor der Beladung entsprechend sauber und hygienisch
einwandfrei sein. |
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RF Mechanische Einflüsse
Bananen sind stark stoß- und druckempfindlich. Sie müssen
daher entsprechend vorsichtig behandelt werden. Die Kanarischen- oder Zwergbananen sind
durch ihre dünne Schale besonders empfindlich. Beschädigungen führen sehr schnell zum
Verderb der Ware.
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
Sollte nicht ausreichend gelüftet worden sein (Frost) oder
ist die Lüftung aufgrund eines Defektes ausgefallen, sind lebensgefährliche CO2-Konzentrationen
bzw. O2-Mangel möglich. Daher vor Betreten des Laderaumes diesen lüften und
eine Gasmessung durchführen. Der MAK-Wert der CO2-Konzentration liegt bei 0,49
Vol.-%.
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RF Schwund
Der normale Masseverlust durch Abnahme des
Feuchtigkeitsgehalts ist abhängig von der Sorte und kann 0,5...1% (in ungünstigen
Fällen 3%) betragen [1].
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RF Schädlingsbefall / Krankheiten
Die meisten durch Mikroorganismen hervorgerufenen Schäden
treten als Folge von mechanischen Beschädigungen der Ware, wie angebrochene und
gebrochene Früchte, geplatzte Schalen und Quetschungen, auf.
Fingerstielfäule (finger stalk rot): Sind Schnittflächen
der Cluster und Hände nicht sorgfältig mit fungizider Paste geschützt, entsteht leicht
Fingerstielfäule, die bei den Fruchtstielen beginnt, oder Kammfäule, die im
Schnittbereich des Kamms eines Clusters oder einer Hand beginnt. Die Krankheit wird durch
die Pilzarten Botryodiplodia theobromae und Gloeosporium musarum verursacht. Die Fäulnis
beginnt an den Fruchtstielen, von dort greift sie auf die Einzelfrüchte über, wodurch
diese abfallen. Die Schale wird bräunlich gefärbt, später fast schwarz, glitschig und
runzelig. In feuchter Luft wird die Schale mit einem graugrünen Schleier überzogen.
Diese ansteckende Krankheit tritt sowohl auf den Plantagen als auch bei der Lagerung auf.
Anthraknose (Frucht-, Schwarz- und Spitzenfäule): Diese
Krankheiten sind auf den Befall von Gloeosporium musarum, Botryodiplodia theobromae und
Botrytis cinerea zurückzuführen. Auf der Fruchtschale bilden sich leicht eingesunkene
kleine rundliche braune Flecke, die im späteren Stadium zu großen unregelmäßigen
dunklen, fast schwarzen Flecken übergehen. In diesen größeren Flecken bilden sich dann
helle lachsrote Pusteln, in denen neue Sporen entstehen. Diese Flecken können teils an
der Unterseite der Frucht, teils am Blüten- oder Stengelende der Frucht auftreten. Die
Pulpa zeigt eine wässrige Fäule, im späteren Stadium sieht die Pulpa braun aus.
Überreife (over ripeness): Überreife bei Bananen kann
folgende Ursachen haben:
 |
die Früchte waren bereits zum Zeitpunkt des Ladens zu reif
(häufigste Ursache) |
 |
das Herunterkühlen der Laderäume/Container ging nicht
schnell genug |
 |
unzureichende Kühlung während des Transportes |
 |
Einfluss des Reifegases Ethylen |

Abbildung 21 |

Abbildung 22 |
Quarantänebestimmungen des Bestimmungslandes sind zu
beachten, ggf. ist ein Pflanzengesundheitszeugnis (Phytosanitary-Certificate) den
Versandpapieren beizufügen. Auskünfte geben die Pflanzenschutzdienste und -ämter der
Bundesländer.
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