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Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Konserven |
| Englisch |
Canned goods |
| Französisch |
Conserves en Boites
|
| Spanisch |
Conservas en Latas |
| Wissenschaftlich |
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| KN/HS-Nummer * |
1601 00 ff. Wurstkonserven
1602 ff. Fleischkonserven
1604 ff. Fischkonserven
20 ff. Gemüsekonserven
2008 ff. Obstkonserven |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Konserven werden in hermetisch verschlossenen
Behältnissen aus Blech, Glas oder Verbundfolien durch Hitzesterilisation haltbar gemacht.
Die Konserven werden wie folgt eingeteilt:
Abbildung 1
Die Sterilisation erfolgt in Autoklaven, d.h.
luftdicht abschließenden Kesseln per Wasserdampf bei 115...120°C bei Überdruck. Durch
diese hohen Temperaturen werden die thermophilen Mikroorganismen sowie deren Sporen
abgetötet. Ist der Sterilisationsprozess nicht richtig verlaufen, bleiben die
Mikroorganismen noch am Leben. Zur Qualitätskontrolle entnehmen die Hersteller daher der
laufenden Produktion einige Gläser und Dosen und prüfen diese einige Tage im Brutschrank
bei 37°C. Treten während dieser Testzeit Bombagen an den Konserven auf, deutet dies auf
eine fehlerhafte Produktion hin. Eine absolute Sterilität kann jedoch nicht erreicht
werden.
Produktionsschema von Konserven:
Abbildung 2
Es wird unterschieden zwischen:
 |
Vollkonserven: Hierbei handelt es sich um
sterilisierte (bei > 100°C erhitzte Lebensmittel) sowie pasteurisierte (bei 70...80°C
erhitzte Sauerkonserven). Vollkonserven weisen ohne Kühlung eine lange Haltbarkeit auf. |
 |
Halbkonserven oder Präserven: Dies sind
pasteurisierte Fisch- und Fleischprodukte, die kühl gelagert werden sollten und nur
begrenzt haltbar sind. |
Qualität / Lagerdauer
Die Haltbarkeit der Konserven hängt von der
Art und Menge der durch die Sterilisation noch nicht abgetöteten thermophilen Bakterien
ab. Bei normalen Lager- und Transporttemperaturen < 20°C beträgt die Haltbarkeit
mindestens 1 Jahr und länger. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass sie während der
Lagerung einem ständigen Qualitätsabfall unterliegen, der sich vor allem im Genusswert
ausdrückt. Glaskonserven besitzen eine geringere Haltbarkeit als Dosenkonserven. Durch
ungenügende Sterilisation oder zu warme Lagerung nicht tropenfester Konserven können
Bombagen entstehen.
| Art |
Temperatur |
Relative Luftfeuchte |
Maximale Lagerdauer |
| Dosenkonserven allgemein |
< 20°C |
60% |
mindestens 1 Jahr |
| Glaskonserven allgemein |
0...12°C |
40...75% |
3...6 Monate |
| Obstkonserven in Gläsern |
4...20°C |
40...75% |
12 Monate |
| Gemüsekonserven in Gläsern |
4...20°C |
40...75% |
8 Monate |
| Fertiggerichte in Gläsern (tischfertige Konserven) |
4...20°C |
40...75% |
6 Monate |
Verwendungszweck
Konserven sind eine wichtige Möglichkeit zur
dauerhaften Haltbarmachung von Lebensmitteln. Durch diese Vorratshaltung können die
Lebensmittel über einen längeren Zeitraum gelagert und transportiert werden.
Herkunftsländer
Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine
Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.
| Europa |
Griechenland, Portugal, Spanien, Deutschland, Niederlande |
| Afrika |
|
| Asien |
Israel, Ostasien (China), Vietnam |
| Amerika |
Südamerika, USA, Brasilien |
| Australien |
|
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Verpackung
Die Konserven werden in Schachteln aus Well-
oder Vollpappe, oft mit Metall- oder Klebeband versehen, verpackt und zum großen Teil
palettiert. Dabei wird die Verpackungsgröße so gewählt, dass die Abmessungen der
einzelnen Flächenmodule oder
Flächen-Multimodule auf die üblichen Palettengrößen 800x1200 mm und 1000x1200 mm
abgestimmt sind und somit Ladeeinheiten gebildet werden können.
Schachteln weisen des öfteren eine geringere
Festigkeit auf, vor allem bei Verwendung von aus Schrenzpapier (Altpapier) hergestellter
grauer Pappe, die sehr hygroskopisch und schimmelanfällig ist. Verschimmelte Schachteln
führen zur Gebrauchswertminderung (Lebensmittelgesetz!), auch wenn die Dosen noch nicht
korrodiert sind. Optimal sind nassfeste Pappschachteln. Wellpappschachteln sind gegenüber
Durchlöchern, Feuchte und Wasserdampfkondensation anfälliger als Schachteln aus
Vollpappe. Wellpappe und Vollpappe können durch Wachsimprägnierung oder
Polyethylenüberzug gesichert werden.
Mit entscheidend für den Zusammenhalt der
Schachtel ist ein sicherer Verschluss mit einem ausreichend reißfesten Klebestreifen oder
mit einer Klammer. Umreifungen stellen einen zusätzlichen Schutz dar.
Um die Schachteln vor Feuchteeinflüssen zu
schützen, hat sich das Bilden von größeren Ladeeinheiten und Einschweißen mehrerer
Schachteln ohne die Palette bewährt. Die so eingeschweißten Schachteln müssen dann mit
einer weiteren Schrumpffolie oder mit Bändern auf der Palette befestigt werden.
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Transport
Symbole

Stückgut |

Temperaturgeführt |
Verkehrsmittel
Schiff, Lkw, Bahn, Flugzeug
Containerfähigkeit
Die Wahl des Containertyps ist von der Jahreszeit, dem
Reiseweg, der Reisedauer und dem Stauplatz des Containers abhängig. Normalerweise wird im
Standard-Container bei Einhaltung
des Wassergehalts von Wegerung und Verpackung transportiert. Niedrige Außentemperaturen,
Sonneneinstrahlung oder andere äußere Einflüsse können jedoch dazu führen, dass die
Gefahr von Frost oder Hitze im Container besteht. Daher kann es sinnvoll sein, Kühl-Container (Integral Units oder
Porthole-Container) einzusetzen. Diese sind durch die isolierten Wände unempfindlicher
gegenüber äußeren Einflüssen und besitzen die Möglichkeit zur Temperierung des
Containerinnenraums.
Um Beschädigungen an der Ware
zu vermeiden, muss der Container auf jeden Fall absolut trocken und wasserdicht sein.
Umschlag
Die Ware ist auch während des Umschlags vor Feuchtigkeit
(Regen, Schneefall) und zu niedrigen bzw. zu hohen Temperaturen zu schützen, da die
Verpackung (Pappschachtel) extrem feuchteempfindlich ist und an Stabilität verliert.
Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Etiketts von den Konserven lösen oder die
Konserven korrodieren.
Sowohl die Schachteln als
auch die Konserven (besonders Glasware) sind gegenüber mechanischen Beanspruchungen
relativ empfindlich. Bei unsachgemäßem Handling, wie z.B. Werfen der Packstücke,
besteht die Gefahr der Beschädigung (z.B. Ramponageschäden an den Schachteln, Zerbrechen
der Glaskonserven). Die Ware sollte also entsprechend vorsichtig behandelt werden.
Staumaß
Das Staumaß der Konserven schwankt je nach Inhalt und
Verpackung:
 |
Ananas: 1,61 m3/t (Schachteln, nassfeste
Wellpappe a 25,5 kg) [1] |
 |
Aprikosen: 1,56...1,70 m3/t (Schachteln, Vollpappe a 24
kg) [1] |
 |
Fischpräserven: 1,53 m3/t (Schachteln, Vollpappe a 12 kg)
[1] |
 |
Kondensmilch: 1,31...1,75 m3/t (Schachteln, Pappe) [1] |
 |
Schweinefleisch: 1,70 m3/t (Schachteln, nassfeste
Wellpappe a 25 kg) [1] |
 |
Tomatenpaste: 1,50...1,85 m3/t (Schachteln) [1] |
Stauplatzanforderungen
An Deck gefahrene Container sind, wenn sie in einer Topp-
und/oder Außenlage positioniert werden, in erheblichem Maße Wind, Niederschlag,
Temperaturschwankungen und Sonnenbestrahlung ausgesetzt (Gefahr der Kondenswasserbildung).
Daher ist eine Unter-Deck-Stauung oder mindestens eine Einstauung (Seiten- und Toppschutz
durch andere Container) erforderlich. Im Hafen sollte darauf geachtet werden, dass die
Container nicht im Freien stehen und die Lagerdauer möglichst kurz ist.
Die Ware darf nicht in der Nähe von Wärmequellen gestaut werden
(Gefahr thermischer Bombagen).
Am günstigsten sind Stauplätze mitschiffs, die am
wenigsten den Schiffsbewegungen ausgesetzt sind, da der Inhalt der Konserven
erschütterungsempfindlich sein kann (Weichobst kann z.B. pürieren).
Separation
Signierstift/Ölkreide (bevorzugt)
Ladungssicherung
Aufgrund der starken Stoß- und Druckempfindlichkeit
müssen die Verpackungen so gesichert werden, dass gegenseitige Beschädigungen verhindert
werden. Freiräume zwischen den Packstücken bzw. den Paletten müssen ausgefüllt werden,
um ein Verrutschen oder Ankippen zu vermeiden. Durch die Wahl der richtigen
Verpackungsgröße oder Ladeeinheit (Flächenmodule
oder Flächen-Multimodule) können Ladungsräume formschlüssig (ohne Freiräume)
beladen werden.
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Konserven erfordern eine bestimmte
Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
Günstiger Reisetemperaturbereich: 2...20°C [1]
Bei Temperaturen < -2°C besteht die Gefahr thermischer
Bombagen durch Gefrieren des Doseninhalts (Eissprengung).
Bei Temperaturen > 20°C entwickeln sich thermische
Bombagen durch Erwärmen, die zur Hitzesprengung führen können.

Abbildung 3 |

Abbildung 4 |
Bei langer Einwirkung hoher Temperaturen können entstehen:
 |
Pürierung (weiche Konsistenz) von Früchten, Sirupbildung
und Verwürzung (Hervortreten einer Würzkomponente) |
 |
Aussonderung, Bodensatz |
 |
Marmorierung bei Konserven, die viel Eiweiß enthalten
(Fleisch, Fisch, Erbsen, Bohnen) durch sulfidische Korrosion. Diese entsteht, wenn auf
Zinn oder Eisenblech die Schwefelkomponenten der Eiweißstoffe wirken. |
Beim Containertransport besteht die Gefahr thermischer
Bombagen besonders durch Hitze- und Frosteinwirkung im Bereich des Containerdachs.
Leckagen durch Bombagen verschlimmern das Durchfeuchten der Schachteln bzw. die Korrosion
der Dosen durch die zusätzliche Feuchteabgabe.
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RF
Feuchte
Konserven erfordern eine bestimmte
Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
| Bezeichnung |
Feuchte/Wassergehalt |
Quelle |
| Relative Luftfeuchte |
60...70% |
[1] |
| Wassergehalt |
5...8% (bezogen auf die
Pappschachteln) |
[1] |
| Oberste
Gleichgewichtsfeuchte |
70% |
[1] |
Die Schachteln sind vor jeglicher Feuchtigkeit (See-,
Regen- und Kondenswasser) und zu hohen Luftfeuchten zu schützen. Typische Schadenbilder einer Ladung Konserven durch Feuchtigkeit
sind:
 |
losgelöste, gespakte und unansehnlich gewordene Etiketts |
 |
Schimmel auf und in den Schachteln |
 |
zusammengedrückte Schachteln infolge Durchfeuchtung,
Leckagen, Totalverluste |
 |
korrodierte und verfärbte Konservendosen; korrodierte Dosen
sind unverkäuflich |

Abbildung 5 |

Abbildung 6 |
Zum Aufkleben der Etiketts verwendeter nicht säurefester
Leim fördert die Korrosion schon bei normalen Luftfeuchten. Für die Etiketts sind beste
adhäsive Klebstoffe zu verwenden. Es muss wasserresistenter Klebstoff verwendet werden.
Korrosionsschäden beim Überseeversand von Dosen in
Containern [1]:
| Schadenbild |
mögliche Ursache |
| 1. Nasse, rostige oder schimmelige Dosen,
oberste Schicht des Stapels |
Containerdecke ist zu kalt geworden,
Container war wahrscheinlich in der Nacht im Freien hohen Temperaturen ausgesetzt. |
| 2. Oberste und unterste Schichten sowie
Paletten nass |
Wie unter 1., jedoch schlimmer, Wasser ist an
den Seitenwänden auf die Paletten gelaufen. |
| 3. Rostige Dosen am Boden, durchnässte
Paletten |
Wie unter 2., das Kondenswasser ist jedoch am
Boden zusammengelaufen und nicht nur von der Decke getropft. |
| 4. Rostige Dosen in den obersten und
untersten Schichten, aber Wassergehalt der Kartonagen wie bei der Verladung |
Wie unter 2., nur ist einige Zeit vergangen,
so dass sich das Wasser verteilen konnte. |
| 5. Außenschichten gut, aber innere Paletten
feucht, schimmelig und gegebenenfalls rostig |
Containerwände waren zu heiß,
wahrscheinlich bedingt durch Stehen in heißer Außenluft oder in der Sonne. Dadurch sind
die äußeren Schachteln erhitzt, das Wasser ist zu den kälteren Packstücken
übergegangen. |
| 6. Schaden nur entlang einer Seite des
Containers |
 |
Luftundichtigkeit an dieser Seite |
 |
Die Gegenseite des Containers war heiß, wahrscheinlich in
der Nähe einer Wärmequelle gestaut. |
 |
Die Seite, an der die Schäden aufgetreten sind, war in der
Nähe eines Kühlraumes gestaut oder befand sich im Schatten. |
|
| 7. Schaden in der Nähe der Türen
feststellbar, wenn die Türen geöffnet sind |
 |
Undichte Türverschlüsse |
 |
Das Türende war kühler als der übrige Container |
|
| 8. Wasser auf Schachteln unmittelbar nach
Öffnung der Türen |
Der Taupunkt der umgebenden Luft ist höher
als die Temperatur der Dosen. |
| 9. Nestweise Schäden, verteilt über die
ganze Ladung |
 |
Lose gestapelt. Die Temperatur innerhalb des Containers hat
ziemlich oft und schnell gewechselt. |
 |
Freier Zutritt von umgebender Luft zu den lose gepackten
Stapeln. |
|
Ursachen der Kondensation bei Konserven in Containern sind:
 |
zu hoher Wassergehalt von Schachteln, Paletten und Stauholz |
 |
Temperaturgefälle innerhalb des Ladungsstapels, was zur
Kondensation der Ladung führt |
 |
Temperatursenkung der Randzonen der Container, insbesondere
beim Containerdach, was zur Containerkondensation führt |
 |
Teilladungen mit unterschiedlichen Temperaturen, z.B.
gleichzeitiges Stauen von kälteren Konservendosen und wärmeren hygroskopischen Waren. |
Hauptursache der Kondensation an Konserven ist der zu hohe
Wassergehalt von Schachteln, Paletten und Stauholz. Der Wassergehalt der Pappe sollte
5...8%, der des Holzes 12% betragen. Dies entspricht einer Gleichgewichtsfeuchte von 70%
bei 20°C. Hohe Gleichgewichtsfeuchten haben wiederholt zu Schimmel- und Spakbildung auf
und in den Schachteln geführt, einige Sendungen ergaben sogar einen Totalverlust.
Schimmel tritt nach 5...15 Tagen auf, wenn obige Werte des Wassergehalts überschritten
werden. Das Problem liegt u.a. darin, dass z.B. Kisten meist aus frischem Holz hergestellt
werden. So wurden in der Vergangenheit Wassergehalte von 18...>30% nachgewiesen.
Container sollten nicht bei Niederschlag beladen werden. Es
dürfen keine nassen oder schneebedeckten Ladeeinheiten in die Container gestaut werden.
Wenn im Winter Container mit Konserven angelandet werden,
ist ein unverzügliches Entladen erforderlich, oder zumindest Öffnen der Containertüren,
da sonst sehr starke Kondensation an den Container-Innenwänden und am Dach die
Konservenschachteln durchnässt. Ursache ist hier die hohe Eigentemperatur der
Konservenladung im Vergleich zur niedrigen Außentemperatur.
Die hölzerne Wegerung der Container muss absolut trocken
sein. Der Wassergehalt der Wegerung sollte 12% betragen, um die Gleichgewichtsfeuchte von
70% bei 20°C zu gewährleisten.
Um die Ladung vor evtl. vom Containerdach
heruntertropfendem Kondenswasser zu schützen, können der Einsatz von
Antikondensationsfolien oder das Abkleiden mit Packpapier hilfreich sein.
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RF
Lüftung
Konserven erfordern eine bestimmte
Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
Wenn die Ware verschiffungstrocken, d.h. der Wassergehalt
der Pappschachteln 5...8% beträgt, braucht im Normalfall nicht gelüftet zu werden.
Besteht jedoch die Gefahr der Bildung von Ladungsschweiß,
was z.B. zum Durchfeuchten der Pappschachteln und daraus resultierender Abnahme der
Stabilität und Festigkeit führen kann, wird folgende Lüftungsmaßnahme empfohlen:
Empfohlene Lüftungs-Kondition: Luftwechsel 6fach/h
(Durchlüftung)
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RF
Biotische Aktivität
Konserven besitzen ein biotische
Aktivität 4. Ordnung.
Es handelt sich hierbei um Produkte mit unterbundenen
biochemischen und mikrobiellen Prozessen, die von der äußeren Umwelt isoliert sind, da
sie sich in einer hermetisch verschlossenen Verpackung befinden (Dosen, Gläser).
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RF
Gase
Kein Risiko!
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Kein Risiko!
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RF
Geruch
| Aktivverhalten |
Konserven sind nicht geruchsinfizierend, da
sie sich in einer hermetisch verschlossenen Verpackung befinden. |
| Passivverhalten |
Sie sollten nicht mit geruchsinfizierenden
Waren in einem Laderaum/Container zusammengestaut werden. |
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Normalerweise sind Konserven nicht
verunreinigend. Durch Bruch, insbesondere bei Glasware, können jedoch andere Waren durch
Leckagen verunreinigt werden. |
| Passivverhalten |
Konserven sollten nicht mit verunreinigenden
oder stark staubenden Waren in einem Laderaum/Container zusammengeladen werden. |
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RF Mechanische Einflüsse
Die Schachteln sollten während des Handlings nicht
geworfen werden, da die Gefahr von Ramponageschäden besteht. Als Folge der mechanischen
Beanspruchungen beim Umschlag können z.B. die Klebestreifen zerstört oder die
Schachtelflächen und Schachtelkanten eingedrückt werden. Bei extremen Belastungen kann
es zum Bruch der Konserven, besonders bei Glasware, kommen.
Mangelnde Festigkeit der Schachteln führt bei sorgloser
und unzureichender Stauung häufig zur Beschädigung der Schachteln. Die Dosen werden
eingedrückt und gestaucht. Bei Leckagen entsteht Totalverlust. Wenn der Inhalt der Dosen
ausläuft, weichen die Schachteln auf, und die Stapel können zusammenfallen. Gläser und
große Dosen sollten in Fächerschachteln verpackt werden.
Die Packstücke müssen im Laderaum bzw. Container
entsprechend gesichert werden, damit sie während des Transportes ihre Lage nicht
verändern können. Beim Containertransport ist es zudem wichtig, dass die Ware an den
Türen so gesichert wird, dass sie beim Öffnen dieser nicht aus dem Container
herausfallen.

Abbildung 7 |

Abbildung 8 |
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
Konserven dürfen nicht mit giftigen Waren in einem
Laderaum/Container zusammengestaut werden (Lebensmittelgesetz). Bei Abweichungen von den
optimalen Lagerbedingungen für längere Zeit entstehen Wertminderungen hinsichtlich des
Doseninhaltes, die z.T. lebensgefährlich werden können. Ein Merkmal für die verminderte
Qualität sind die sogenannten Bombagen. Hierbei können durch nachteilige Veränderungen
Gase (Bombagegase) entstehen, die die Böden und Deckel der Dosen aufwölben und sogar
sprengen können. Gegenüber einfachen Verbeulungen sind sie daran erkennbar, dass sie
entweder nicht eindrückbar sind oder bei Nachlassen des Drucks wieder ausbeulen. Außer
den thermisch bedingten Scheinbombagen (Eissprengung, Hitzesprengung) werden
mikrobiologische und chemische Bombagen unterschieden. Bei mikrobiologischen Bombagen sind
z.B. Schwefelwasserstoff (bei Vorhandensein von Eiweiß), Kohlendioxid und Wasserstoff
typische Bombagegase. Chemische Bombagen sind bei Frucht- und Marmeladenkonserven zu
beobachten, wobei durch Reaktion zwischen Metall und Säuren Wasserstoff entsteht und das
Innere der Dosen korrodiert.
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RF Schwund
Mengenverluste können aufgrund von Bruch, Leckagen oder
Diebstahl entstehen. Um der Diebstahlgefahr vorzubeugen, sollten beim Containertransport
die Container mit den Türen zueinander gestaut werden, damit der Zugang ins
Containerinnere verhindert wird.
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RF Schädlingsbefall / Krankheiten
Kein Risiko!
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Quellenverzeichnis | Kontakt - Anbieter | Rechtliche Hinweise | TIS-History |
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© Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Berlin 1999-2012 |
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