
Beschreibung
Standard-Container werden auch als General Purpose
Container bezeichnet. Sie gehören zu den geschlossenen Containertypen, d.h. sie sind an
allen Seiten geschlossen. Man unterscheidet folgende Ausführungen der Standard-Container:
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Standard-Container mit Türen an einer oder beiden
Stirnseiten |
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Standard-Container mit Türen an einer oder beiden
Stirnseiten und Türen über die gesamte Länge an einer oder beiden Seiten |
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Standard-Container mit Türen an einer oder beiden
Stirnseiten und Türen an einer oder beiden Seiten |
Des Weiteren unterscheiden sich die verschiedenen
Standard-Containertypen auch noch in ihren Abmessungen und Gewichten, woraus eine Vielzahl
verschiedener Standard-Container resultiert.
Standard-Container werden hauptsächlich als 20'- und
40'-Container eingesetzt. Container mit kleineren Abmessungen werden nur noch sehr selten
verwendet. Der Trend geht eher zu noch längeren Abmessungen, wie z.B. 45'. Die
wesentlichen Bauteile eines Standard-Containers sind anhand der folgenden Skizze eines
20'-Plywood-Containers zu entnehmen:

Abbildung 1 |
Rahmen und Bodenquerträger sind aus Stahlprofilen
gefertigt, für die Wände werden drei unterschiedliche Materialien verwendet:
1. Stahlblech, gesickt (corrugated)
Eigenschaften:
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niedrige Materialkosten |
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leicht zu reparieren |
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hohes Eigengewicht |
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korrosionsgefährdet |
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durch die Sickung der Wände aufwendige Reinigung |
2. Aluminiumblech in Verbindung mit Profilen zur
Versteifung
Eigenschaften:
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geringes Eigengewicht |
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hohe Materialkosten |
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leicht verformbar, verbeult sehr schnell |
3. Sperrholz (Plywood) mit Glasfaserverstärkter
Kunststoffbeschichtung (Sperrholz + GFK)
Eigenschaften:
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leichte Reinigung durch glatte Flächen |
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leicht zu reparieren |
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widerstandsfähig und elastisch, verbeult nicht |
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mittlere Materialkosten |
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mittleres Eigengewicht |
Wegen der Kostenvorteile hat sich für die Containerwände
vorwiegend Stahl durchgesetzt.
Der Boden ist zumeist aus Holz gefertigt, üblicherweise
aus Bohlen oder Sperrholz. Zwar ist Holz relativ teuer, hat aber gegenüber anderen
Lösungen wesentliche Vorzüge: Es ist widerstandsfähig und elastisch, verbeult nicht,
lässt sich bei Reparaturen leicht austauschen und hat bei entsprechender Beschaffenheit
einen zufriedenstellenden Reibwert, was für die Ladungssicherung wichtig ist.
Standard-Container können zusätzlich mit bestimmten
Optionals (Extras) ausgestattet werden:
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Gabelstaplertaschen: Sie ermöglichen den Umschlag
von Leergutcontainern mit Gabelstaplern. Beladene Container dürfen nur dann aufgenommen
werden, wenn es besonders vermerkt ist. Gabelstaplertaschen werden nur bei 20'-Containern
eingesetzt und sind parallel zum Mittelpunkt des Containers in den Bodenlängsträgern
angeordnet. 40'-Container haben keine Gabelstaplertaschen, da die Taschen relativ eng
zusammenstehen und daher das Gleichgewicht schlecht zu halten ist. Außerdem sind die
Betriebswege häufig nicht breit genug. |
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Gooseneck-Tunnel: Viele 40'-Container haben am Boden
der vorderen Stirnseite eine Aussparung, die der Zentrierung der Container auf sogenannten
Gooseneck-Chassis dient. Durch diese Aussparung liegen die Container tiefer und können
daher höher gebaut werden.

Abbildung 2 |

Abbildung 3 |
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Greifkanten: Normalerweise werden die Container über
die corner fittings bzw. corner castings mit Topspreadern umgeschlagen. Einige Container
verfügen jedoch über Greifkanten zum Umschlag mittels Greifarmen. |

Abbildung 4 |
Für den Transport von speziellen Ladungen stehen besondere
Einrichtungen zur Verfügung:
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Kleiderstangen für "hanging garments"
(hängende Kleidungsstücke): Spezielle Zurrringe, die am Dachlängsträger befestigt
sind, dienen zur Aufnahme von Kleiderstangen, an denen Textilien auf Kleiderbügeln
hängend transportiert werden können. Diese werden häufig im Ostasien-Import eingesetzt.
Weitere Zurrringe sind am Bodenlängsträger und an den Eckpfosten installiert. |
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Inlett (Bulk-Bag bzw. Liquid-Bulk-Bag): Für den
Transport von Schüttgut oder ungefährlichen Flüssigkeiten können in Standard-Container
Kunststoffauskleidungen eingehängt werden. |
Die Holzteile der meisten Container sind gegen
Schädlingsbefall imprägniert, da bei der Verwendung von Holz u. U.
Quarantänebestimmungen des Bestimmungslandes beachtet werden müssen, und ggf. ein
Pflanzengesundheitszeugnis (Phytosanitary-Certificate) den Versandpapieren beizufügen
ist. Auskünfte geben die Pflanzenschutzdienste und -ämter der Bundesländer.
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Abbildungen

Abbildung 5 |

Abbildung 6 |

Abbildung 7 |

Abbildung 8 |

Abbildung 9 |
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Abmessungen/Gewichte
Im folgenden sind für einige Standard-Containertypen
beispielhaft die wichtigsten Daten zusammengefasst. Die Daten wurden von der Firma
Hapag-Lloyd, Hamburg, übernommen [68].
| Standard-Container aus Stahl: 20' lang und
8'6" hoch, mit gesickten Wänden und Holzboden |
| Innenabmessungen |
Türöffnungen |
Gewichte |
Volumen
[m³] |
Länge
[mm] |
Breite
[mm] |
Höhe
[mm] |
Breite
[mm] |
Höhe
[mm] |
Zul. Gesamtgewicht
[kg] |
Eigengewicht
[kg] |
Max. Zuladung
[kg] |
| 5895 |
2350 |
2392 |
2340 |
2292 |
30480 |
2250 |
28230 |
33,2 |
| 5895 |
2350 |
2385 |
2338 |
2292 |
24000 |
2250 |
21750 |
33,2 |
| Standard-Container aus Stahl: 40' lang und
8'6" hoch, mit gesickten Wänden und Holzboden |
| Innenabmessungen |
Türöffnungen |
Gewichte |
Volumen
[m³] |
Länge
[mm] |
Breite
[mm] |
Höhe
[mm] |
Breite
[mm] |
Höhe
[mm] |
Zul. Gesamtgewicht
[kg] |
Eigengewicht
[kg] |
Max. Zuladung
[kg] |
| 12029 |
2350 |
2392 |
2340 |
2292 |
30480 |
3780 |
26700 |
67,7 |
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Verwendung
Standard-Container werden für jede Art von Stückgut (dry
cargo) verwendet.
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