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Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Bier |
| Englisch |
Beer |
| Französisch |
Biére
|
| Spanisch |
Cerveza |
| KN/HS-Nummer * |
2203 00 ff. |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Bier ist ein gegorenes und schäumendes (moussierendes) aus
Malz, Hopfen, Hefe und Wasser hergestelltes alkoholisches Getränk.
Der Brauvorgang teilt sich in die folgenden drei Abschnitte
auf:
 |
Malzbereitung |
 |
Würzekochen |
 |
Gärung |
Das Angebot an deutschen Bieren ist sehr vielfältig. Es
wird nach Biergattungen und Biertypen unterschieden.
Es wird nach dem Gehalt an Stammwürze in insgesamt vier
verschiedene Biergattungen eingeteilt:
 |
Einfachbiere haben einen niedrigen
Stammwürzegehalt (ca. 2...5,5%). Durch ihren geringen Gehalt an Alkohol (ca. 2 Vol.-%)
und Extrakten besitzen sie nur einen schwach ausgeprägten Geschmack. |
 |
Schankbiere haben einen höheren Gehalt an
Stammwürze (ca. 7...8%) und einen etwas höheren Alkoholgehalt (ca. 3 Vol.-%). |
 |
Vollbiere besitzen den zweithöchsten Gehalt an
Stammwürze (ca. 11...14%), Alkohol (4...5 Vol.-%) und Extrakten. Sie machen gut 90% des
gesamten Marktanteils aus. |
 |
Starkbiere sind die alkoholreichsten Biere (ca. 6...9
Vol.-%) und werden nur zu besonderen Zeiten gebraut (z. B. Maibock). Ihr Stammwürzegehalt
beträgt mindestens 16%. |
Nach der Art der eingesetzten Hefe werden die Biertypen in
untergärig und obergärig unterschieden:
Untergärige Biertypen werden durch die
Gärung mit sogenannten Unterhefen gewonnen. Die Hefe wird als Bodensatz abgeschieden und
lässt das Bier nur langsam gären. Nach dem Reinheitsgebot darf untergäriges Bier nur
aus Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser hergestellt werden. Es werden u. a. folgende
untergärige Sorten angeboten:
 |
"Dortmunder Biere": helle Farbe,
schwächere Hopfung und vollmundiger als der Pilsener Typ |
 |
"Pilsener Biere": helle Farbe, stark
gehopft, harmonisch abgestimmt, kräftige Bitterkeit, hoch vergoren, haltbarer Schaum |
 |
"Münchner Biere": dunkelbraune Farbe, schwache
Hopfenbitterkeit, malzaromatischer Geschmack |
Obergärige Biertypen werden durch
sogenannte Oberhefen unter Aufsteigen schnell gegoren. Für obergäriges Bier ist neben
den eigentlichen Inhaltsstoffen auch der Zusatz von anderen Malzarten und Zucker erlaubt.
Zu den obergärigen Sorten zählen u. a. "Berliner Weiße", "Kölsch",
"Düsseldorfer Alt", "Weizenbier".
Qualität / Lagerdauer
Die Farbe des Bieres ist je nach Sorte unterschiedlich und
kann von hellgelb bis dunkelbraun reichen. Trübungen des Bieres können durch zu lange
und kalte Lagerung sowie durch Hefereste entstehen. Geschmacksbeeinträchtigungen können
bei nicht ordnungsgemäß verschlossenen Behältnissen entstehen.
Die maximale Lagerdauer richtet sich hauptsächlich nach
der Art der Verpackung und dem Biertyp.
Bier in Dosen ist am längsten haltbar, es kann jedoch bei
längeren Lagerdauern einen leicht metallischen Geschmack annehmen.
Flaschenbier sollte nach spätestens drei Monaten
verbraucht werden, da es im Laufe der Lagerung zu Geschmacks- und Farbbeeinträchtigungen
durch Sauerstoffeinwirkung kommen kann.
Die kürzeste Lagerfähigkeit besitzen Fassbiere. Sie
sollten schon nach maximal einem Monat verzehrt werden.
Bezüglich der Lagerfähigkeit sind die untergärigen
Sorten länger haltbar, als die obergärigen Sorten.
Verwendungszweck
Bier wird sowohl pur als auch mit anderen Getränken
gemischt getrunken.
Herkunftsländer
Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine
Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.
| Europa |
Deutschland, England, Irland, Dänemark, Tschechien |
| Afrika |
|
| Asien |
China |
| Amerika |
USA |
| Australien |
Australien |
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Verpackung
Bier wird in Behältern, wie Getränkedosen, Glasflaschen,
Kunststoff-Flaschen (PET -Polyethylenterephtalat-), Fässern und Tankcontainern,
abgefüllt.
Bier in Mehrwegflaschen wird hauptsächlich in
Kunststoff-Stapelkästen transportiert.
Bier in Einwegflaschen und Dosen wird
größtenteils zu einem Gebinde aus 6 Flaschen bzw. 6 bis 24 Dosen
zusammengefasst und in Schachteln aus
Karton oder Wellpappe verpackt. Dabei wird die Verpackungsgröße so gewählt, dass die
Abmessungen der einzelnen Flächenmodule oder
Flächen-Multimodule auf die üblichen Palettengrößen 800x1200 mm und 1000x1200 mm
abgestimmt sind und somit Ladeeinheiten gebildet werden können.
Beim Transport in Schachteln sollten an jeder
Seite der Verpackung folgende Markierungen vorhanden sein:
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Transport
Symbole

Stückgut |

Flüssiggut |
Verkehrsmittel
Schiff, Lkw, Bahn
Containerfähigkeit
Bier kann als Stückgut im Standard-Container unter Einhaltung
der Grenzen des Wassergehalts von Verpackung, Paletten und Wegerung transportiert werden.
Außerdem kann das Bier als Flüssiggut in Tank-Container
abgefüllt werden.
Umschlag
Da insbesondere Dosen und Flaschen stark stoß- und
druckempfindlich sind, muss beim Umschlag entsprechend vorsichtig vorgegangen werden, um
Beschädigungen zu vermeiden. Eingedrückte Dosen stellen eine ganz klare Wertminderung
dar. Zerbrochene Flaschen verunreinigen zudem noch andere Ladungsteile.
Die Ware ist auch während des Umschlags vor Feuchtigkeit (Regen,
Schneefall) und zu niedrigen bzw. zu hohen Temperaturen zu schützen. Feuchtigkeit kann
zum Ablösen der Etiketten und zum Korrodieren von Kronenkorken und Dosen führen.
Ungünstige Temperaturen können Qualitätsminderungen
durch erhöhte Mikroorganismenaktivität oder Trübung des Bieres bewirken.
Staumaß
 |
2,07 m3/t (Schachteln auf Paletten) [1] |
 |
1,50...1,56 m3/t (Fässer) [11] |
 |
1,39...1,84 m3/t (Flaschen in Kisten) [11] |
 |
1,43...1,70 m3/t (Schachteln) [14] |
 |
1,57...2,00 m3/t (Kisten) [14] |
 |
1,57...1,70 m3/t (Holzfässer) [14] |
Stauplatzanforderungen
Kühl und trocken
Separation
Signierstift/Ölkreide
Ladungssicherung
Aufgrund der starken Stoß- und Druckempfindlichkeit
müssen die Verpackungen so gesichert werden, dass gegenseitige Beschädigungen verhindert
werden. Freiräume zwischen den Packstücken bzw. den Paletten müssen ausgefüllt werden,
um ein Verrutschen oder Ankippen zu vermeiden. Durch die Wahl der richtigen
Verpackungsgröße oder Ladeeinheit (Flächenmodule
oder Flächen-Multimodule) können Ladungsräume formschlüssig (ohne Freiräume)
beladen werden.

Abbildung 1 |
Bei Flüssigladungen ist es wichtig, dass
der Luftraum über der Ladung möglichst klein ist, damit sich die Ladung nur wenig
bewegen kann. Sich bewegende Flüssigladung kann sich negativ auf die Stabilität des
Verkehrsmittels auswirken (z. B. bei Kurvenfahrten von Lkw und Bahn).
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Bier erfordert eine bestimmte Temperatur-,
Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
Eine schriftliche Temperaturorder ist vor Ladebeginn vom
Versender anzufordern. Diese Order ist auf jeden Fall während der gesamten Transportkette
einzuhalten.
Die folgende Tabelle soll nur zur groben Einschätzung der
entsprechenden Temperaturbereiche dienen. Je nach den speziellen Gegebenheiten der
Transporte können die Temperaturen hiervon abweichen.
| Bezeichnung |
Temperaturbereich |
Quelle |
| Reisetemperatur (günstiger Temperaturbereich) |
3...8°C |
[1] |
| Gefrierpunkt |
ca. -3°C |
[1] |
Da die optimalen Temperaturen bei ca. 3...8°C liegen,
sollte das Bier am besten als Kühlladung gefahren werden, um die Lebenstätigkeit der
Mikroorganismen zu hemmen.
Bei Temperaturen unter 2°C kommt es zur Kältetrübung
durch Ausfällung von Eiweiß-Gerbstoffverbindungen, die jedoch bei kurzer Dauer
reversibel ist. Bei längerem Einfluss kommt es zur Dauertrübung, und das Bier wird
bitter.
Bei Temperaturen unter ca. -3°C (abhängig vom
Alkoholgehalt) kann es zur Eissprengung kommen. Daher muss der Umschlag bei Frost im
Winter sehr schnell vorgenommen werden. In [4] wird der Gefrierpunkt für einige
Biersorten wie folgt angegeben:
 |
Malzbier, einfach: -1,92°C |
 |
Vollbier, hell: -2,03°C |
 |
Radeberger Pilsener Export: -2,22°C |
 |
Bockbier, hell: -3,07°C |
Des weiteren ist das Bier vor größeren
Temperaturschwankungen zu schützen, um Ausfällungen bzw. Trübungen zu vermeiden. Bei zu
intensiver Sonneneinstrahlung kann es zum sogenannten Lichtgeschmack kommen. Die
Löslichkeit des CO2 nimmt ab, daher vor zu hohen Temperaturen und
Temperaturschwankungen schützen.
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RF
Feuchte
Bier erfordert eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und
ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
| Bezeichnung |
Feuchte/Wassergehalt |
Quelle |
| Relative Luftfeuchte |
ca. 70% |
[1] |
| Wassergehalt |
5...8% (bezogen auf die Pappe der
Schachteln) |
[1] |
| Oberste
Gleichgewichtsfeuchte |
ca. 70% (bezogen auf die Pappe der
Schachteln) |
[1] |
Die Vorgaben bestimmter Feuchteverhältnisse beziehen sich
auf den Packstoff und die Packhilfsmittel.
Bei zu hoher relativer Luftfeuchte (100%) kann sich
Kondenswasser bilden, wodurch sich die Etiketten der Flaschen ablösen und die
Kronenkorken und Dosen korrodieren können.
Um Qualitätsminderungen während des Transports und der
Lagerung zu vermeiden, müssen nicht der Wassergehalt und die oberste
Gleichgewichtsfeuchte des Bieres selber, sondern vielmehr der Verpackung beachtet werden.
Die Ware ist daher auch vor jeglicher Feuchtigkeit (See-, Regen- und Kondenswasser) sowie
vor zu hohen Luftfeuchten zu schützen.
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RF
Lüftung
Bier erfordert eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und
ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
Empfohlene Lüftungs-Kondition: Luftwechsel 6fach/h
(Durchlüftung), wenn die Gefahr der Bildung von Ladungsschweiß besteht, was z.B. zum
Ablösen der Etiketten führen kann.
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RF
Biotische Aktivität
Bier besitzt eine biotische
Aktivität 4. Ordnung.
Es gehört zu den Waren mit unterbundenen biochemischen
Prozessen, die von der äußeren Umwelt isoliert sind, wie sterilisierte und
pasteurisierte Produkte in hermetisch verschlossener Verpackung.
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RF
Gase
Bei zu hohen Temperaturen und
Temperaturschwankungen nimmt die Löslichkeit des CO2 ab, und es kommt zu
Qualitätsminderungen.
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Kein Risiko!
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RF
Geruch
| Aktivverhalten |
Durch die hermetisch verschlossene Verpackung
kommt es zu keiner Geruchsentwicklung. |
| Passivverhalten |
Ein unangenehmer oder stechender Fremdgeruch
kann zur Beeinträchtigung der Verpackung führen, daher ist vor geruchsinfizierenden
Waren, wie ätherischen Ölen, Aceton, Terpentin usw., zu schützen. |
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Bier ist nicht verunreinigend. |
| Passivverhalten |
Bier ist gegenüber Staub, Schmutz und
Fetten/Ölen empfindlich. Daher müssen die Laderäume/Container sauber und hygienisch
einwandfrei sein. |
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RF Mechanische Einflüsse
Die Packmittel, insbesondere Flaschen und Dosen, sind
gegenüber Druck- und Stoßbeanspruchungen empfindlich. Unsachgemäßes Handling bzw.
Stauen kann zu Beschädigungen führen. Feuchtgewordene Schachteln können im Stapel
nachgeben und zusammenbrechen. Auf den Schachteln sollten die Markierungen für
"Oben", "Zerbrechliches Packgut" und "Vor Nässe schützen"
anzugeben. Folgen unsachgemäßen Handlings können z.B. das Ablösen der Klebestreifen
oder Beschädigungen an den Schachtelwänden und -kanten sein. Des Weiteren kann es bei
extremeren Belastungen, wie z.B. Fallenlassen der Schachteln, zum Bruch der Flaschen und
Dosen und damit zur Leckage kommen.
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
Kein Risiko!
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RF Schwund
Bier unterliegt einer großen Diebstahlgefahr, daher muss
schon bei Ladungsübernahme auf die Vollständigkeit der Ladung geachtet werden.
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RF Schädlingsbefall / Krankheiten
Mikrobieller Verderb ist auf Infektion des Bieres in der
Brauerei zurückzuführen, wodurch es zur Trübung und Bildung eines unappetitlichen und
sauren Geschmacks kommt.
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Quellenverzeichnis | Kontakt - Anbieter | Rechtliche Hinweise | TIS-History |
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© Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Berlin 1999-2010 |
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