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Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Tee |
| Englisch |
Tea |
| Französisch |
The
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| Spanisch |
Té |
| Wissenschaftlich |
Camellia sinensis |
| KN/HS-Nummer * |
0902 ff. |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Tee sind die fermentierten und getrockneten Blätter,
Blattknospen und zarten Stiele des immergrünen Teestrauches der Familie der Teegewächse
(Theaceae). Tee ist ein hochwertiges Genussmittel, dessen anregende Wirkung auf dem
Teingehalt beruht, der zwischen 2,5...5% beträgt. In bestimmten Zeitabständen werden die
Teesträucher zu 1 m hohen Büschen zurückgeschnitten. Geerntet werden immer zwei
Blätter und eine Knospe. Der Tee wird in Plantagen (Teegärten) angebaut.
Die Hauptanbauländer für Tee liegen in den Tropen und
Subtropen. Im Gegensatz zu Rohkaffee und Rohkakao wird Tee bereits gebrauchsfertig
exportiert. Er benötigt eine äußerst sorgfältige Ladungspflege. Die Verschiffungszeit
beginnt ca. ein einhalb Monate nach der Ernte, wobei der zu Beginn einer Saison
verschiffte Tee der wertvollste ist. Spätere Teesorten sind meist von geringerer
Qualität. Geerntet wird ganzjährig, bis auf folgende Ausnahmen:
| Herkunftsland |
Bezeichnung |
Erntezeit |
| Sri Lanka |
Dimbula |
März |
| Uva |
Juli, August |
| Indien |
first flush |
März, April |
| second flush |
Juli, August |
Nach der Aufbereitung unterscheidet man:
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Grünen Tee |
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Schwarzen Tee (Orthodoxe Produktion oder CTC Produktion) |
Grüner Tee: Beim Grünen Tee werden die frisch
gepflückten Blätter gedämpft, gerollt und getrocknet, so dass die grüne Farbe, das
Chlorophyll, erhalten bleibt. Es entfällt der Fermentationsprozess.
Abbildung 1: Aufbereitungsschema für
Grünen Tee
Schwarzer Tee:
Orthodoxe Produktion
Abbildung 2: Aufbereitungsschema für
schwarzen Tee (Aufbereitung im Erzeugerland), die sogenannte Orthodoxe Teeproduktion
CTC-Produktion
Die CTC-Produktion unterscheidet sich von der
Orthodoxen Produktion lediglich in der Form, dass der Tee nach dem Rollen und vor dem
Fermentieren mit Hilfe einer CTC-Maschine gleichmäßig zerrissen wird. Dies verkürzt die
Gesamtproduktionszeit um ca. 50 %. Mit dieser Methode werden kräftig schmeckende und
schnell färbende Tees hergestellt, die keinen hohen Qualitätsanspruch haben, sich aber
besonders für die Herstellung von Teebeuteln eignen.
Qualität / Lagerdauer
Unterschieden werden China-Teestrauch (u.a. aus China,
Japan, Taiwan) und Assam-Teestrauch (u.a. aus Indien, Sri-Lanka, Indonesien, Vietnam).
Innerhalb einer Teesorte wird zwischen Blättertee und gebrochenem Tee unterschieden.
Zusätzlich erfolgt eine Klassifizierung und Sortierung nach der Größe der Teeblätter.
Die jüngsten, oberen kleinen Blätter (=Pekospitze) ergeben die wertvollsten und die
älteren, unteren großen Blätter die weniger wertvollen Sorten.
Die Teesorten werden nach
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Herkunftsland |
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Blattgröße/-form |
unterschieden, z.B. Darjeeling (Distrikt in Nordindien),
F.O.P. (Flowery-Orange-Pekoe).
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die
verschiedenen Sorten [4]:
| Blatt/Gebrochen |
Abkürzung |
Bezeichnung |
Blattform |
| Blattsorten |
F.O.P. |
Flowery Orange Pekoe |
Dünn, drahtartig, oft mit
leichter, seidenartiger Behaarung |
| O.P. |
Orange Pekoe |
Schwach gedreht, oft mit weißen
bis goldgelben Spitzen |
| P. |
Pekoe |
Etwas gröber |
| S. |
Souchong |
Grob |
| K. |
Kongo |
Sehr grob |
| Gebrochene Sorten |
F.B.O.P. |
Flowery Broken Orange Pekoe |
|
| B.O.P. |
Broken Orange Pekoe |
|
| B.P. |
Broken Pekoe |
|
| B.T. |
Broken Tea |
|
| Mindere Sorten |
F. |
Fannings |
Die bei der Aufbereitung
anfallenden Blatteilchen und Kleinbruch |
| D. |
Dust |
Feinkörniger Teegrus, Teestaub |
| B. |
Bohea |
|
Die Verschiffungszeit liegt 3...4 Wochen nach der Ernte,
kann aber auch erst nach 1,5...2,5 Monaten erfolgen. Der zu Beginn der Saison verschiffte
Tee ist der wertvollste. Spätere Verladungen von Tee
nach der Ernte können zu Qualitätseinbußen während des Transports führen. Hiervon
kann besonders der leichte südindische Tee betroffen sein.
Im übrigen hat der Tee eine lange Haltbarkeitsdauer von 18
Monaten und darüber, wenn die Transport- und Lagerbedingungen entsprechend eingehalten
werden. Das gilt jedoch nicht für die aromatisierten Tees.
Verwendungszweck
Aus den Teeblättern wird ein Aufgussgetränk
hergestellt, das zu den Genussmitteln zählt.
Abbildungen
(Durch Anklicken der einzelnen Abbildungen
werden diese vergrößert dargestellt.)

Abbildung 3 |

Abbildung 4 |

Abbildung 5 |

Abbildung 6 |

Abbildung 7 |

Abbildung 8 |

Abbildung 9 |

Abbildung 10 |

Abbildung 11 |

Abbildung 12 |
| |

Abbildung 13 |

Abbildung 14 |

Abbildung 15 |
|
Herkunftsländer
Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine
Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.
| Europa |
Georgien, Türkei |
| Afrika |
Ostafrika |
| Asien |
Indien, Sri Lanka, Indonesien, Bangladesh, China, Japan,
Nepal, Taiwan, Türkei, Vietnam, Pakistan |
| Amerika |
Argentinien, Brasilien |
| Australien |
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Verpackung
Tee wird in leichten Sperrholzkisten verpackt, die mit
Aluminiumfolie und ein bis zwei Lagen Pergamentpapier ausgelegt sind, so dass von einer
aromasicheren Verpackung gesprochen werden kann. Die Kanten sind mit Blech beschlagen, um
eine höhere Festigkeit zu erzielen und den Inhalt vor Feuchte und Fremdgeruch zu
schützen. Sperrholzkisten aus China und Indien werden oft noch durch Bastmatten oder
Gewebe geschützt.

Abbildung 16 |

Abbildung 17 |

Abbildung 18 |
Unterscheidung nach Nettogewicht:
 |
1/1 Kisten (chest) 35...60 kg [2] bzw. 40...73 kg [1] |
 |
½ Kisten (half chest) 20...40 kg [2] bzw. 30...40 kg [1] |
 |
¼ Kisten (boxes) 9 kg [1] |
 |
Papier- und Jutesäcke 25...60 kg [2] |
Chinatee wird auch in Weißblechbehältern verschifft, die
verlötet und zusätzlich von Bastmatten umhüllt sind.
Musterkisten werden mit einem Kreuzstreifen markiert und
durch einen entsprechenden Aufdruck als solche gekennzeichnet. Musterkisten müssen
separat und griffbereit gestaut werden. Teekisten, die im Herkunftsland zusätzlich
verpackt und eingeschweißt wurden, werden "Country Coopered Packages" genannt,
und Teekisten, bei denen dies erst nach Ankunft im Bestimmungshafen geschieht, "Dock
Coopered Packages" [50].
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Transport
Symbole

Stückgut |
Verkehrsmittel
Schiff, Lkw, Bahn, Flugzeug (Transport von Musterkisten
zum Bestimmungshafen zu Vergleichszwecken). Mehr und mehr wird auch das Flugzeug für den
Teetransport, besonders von Darjeeling, eingesetzt; man spricht von sogenannten
"Flugtees".
Containerfähigkeit
Tee wird überwiegend in Standard-Containern transportiert.
Die zur Beladung bestimmten Container müssen wasserdicht sein und dürfen keinerlei
Verunreinigungen aufweisen. Container, deren Boden Fremdgeruch abgeben, durch Substanzen
belastet oder zu feucht sind, sollten abgelehnt werden. Es wird "Unter
Deckstauung" verlangt, um Einflüsse durch Regen- oder Seewasser bzw. Überhitzung am
Tag und Abkühlung in der Nacht auszuschließen. Tee in Containern sollte nicht in der
Nähe von Wärmequellen gestaut werden.
Die
Abmessungen der Schachteln sind auf die Containermaße abgestimmt und ermöglichen ein
nahezu totales Ausfüllen der Container. Beides führt dazu, dass der Standardcontainer
ohne Probleme als FCL-Ladung eingesetzt werden kann.
Umschlag
Bei feuchtem Wetter (Regen, Schnee) muss die Ladung vor
Feuchtigkeit geschützt werden, da Feuchtigkeit zu Schimmelbildung und Muffigwerden
führt.
Die Verwendung von Stauhaken ist zu
vermeiden. Die Kisten zeigen dann tiefe Risse und Löcher, aus denen der Inhalt
herausrieseln kann. Keine Übernahme mit Stropps oder Netzbrooken. Am besten hat sich die
Übernahme auf Paletten bewährt, dadurch wird die Gefahr des Kistenbruchs verringert,
weil die Kisten homogen im Block gestapelt werden können.
Staumaß
 |
2,60 m3/t (Rahmenkiste aus Sperrholz, 50 kg) [1] |
 |
2,79...3,07 m3/t (Papiersäcke) [11] |
Stauplatzanforderungen
kühl, trocken, gute Lüftung
Separation
Kunst-Fasertauwerk, dünne Fasernetze
Ladungssicherung
Aufgrund der Stoß- und Druckempfindlichkeit muss die Ware
so gesichert werden, dass Beschädigungen verhindert werden. Freiräume zwischen den
Packstücken bzw. den Paletten müssen ausgefüllt werden, um ein Verrutschen oder
Ankippen zu vermeiden. Paletten sind bündig zu beladen, da überstehende Packstücke
leicht zu Beschädigungen führen können.
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Tee erfordert eine bestimmte Temperatur-,
Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
Günstiger Reisetemperaturbereich: 5...25°C [1] [2] [4]
Tee darf nicht in der Nähe von Wärmequellen gestaut
werden, um die Gefahr des Austrocknens und Heuigwerdens zu vermeiden.
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RF
Feuchte
Tee erfordert eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und ggf.
Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
| Bezeichnung |
Feuchte/Wassergehalt |
Quelle |
| Relative Luftfeuchte |
60% |
[1] |
| 50...60% |
[2] |
| 50...60% |
[4] |
| Wassergehalt |
4...6% (Schwarzer Tee) |
[1] |
| 4...6% (Schwarzer Tee) |
[4] |
| Oberste
Gleichgewichtsfeuchte |
65% |
[1] |
Die Sorptionsisothermen für Schwarzen Tee, Sorten
Darjeeling und Lapsang Soochong, zeigen einen steilen Anstieg, der die starke Hygroskopizität zum Ausdruck bringt. Die Wassergehalte von
4...6% liegen mit sehr niedrigen rel. Luftfeuchten im Gleichgewicht. Der Teestaub dagegen
zeigt ein geringes hygroskopisches Verhalten. Für Teestaub werden Wassergehalte von
2...4% empfohlen.

Abbildung 19 |

Abbildung 20 |

Abbildung 21 |
Tee ist außerordentlich feuchteempfindlich. Feuchte,
beispielsweise durch Regen-, See- oder Kondenswasser verursacht, führt zu Schimmelbildung
und Muffigwerden. Verschimmelter oder muffiger Tee ist unbrauchbar, erhält einen dumpfen
Geschmack und wird wertlos.
Teekisten benötigen trockene, gut ventilierbare Laderäume
und dürfen keine Beschädigungen durch Schweißwasser aufweisen. Herabtropfendes
Schweißwasser führt zu einer starken Verschmutzung der Teekisten, deren Inhalt dann
umgepackt werden muss. Im Laderaum muss deshalb sorgfältig Garnier gelegt, die Bordwände müssen abgemattet werden,
damit die Teekisten nicht mit Eisenteilen in Berührung kommen können. An möglichen
Tropfstellen müssen Matten oder Packpapier über den Kisten ausgelegt werden.
Feuchteschäden können ihren Ursprung auch schon in der
Aufbereitung haben. Mit Wasser in Berührung gekommene Teekisten werden fleckig, oder die
oberste Kistenlage wird wellig.
Bei Verdacht auf Feuchtigkeitsschäden wird mit der Silbernitratmethode geprüft, ob ein Schaden durch
Chloridlösungen (Seewasser) oder Frischwasser (Kondensation oder Regen) entstanden
ist.
Der Wassergehalt des Schwarzen Tees darf nicht < 2%
absinken, da die Ware sonst heuartig wird und sich ihre ätherischen Öle leicht
verflüchtigen. Andererseits darf er nicht > 9% [2] betragen, da er zum Muffigwerden
und Schimmeln neigt.
Das Kistenholz sollte einen Wassergehalt von 10...max. 12%
aufweisen, was einer Gleichgewichtsfeuchte von 60...70% entspricht. Dasselbe gilt auch
für eventuelle hölzerne Wegerungen in den Containern / Laderäumen.
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RF
Lüftung
Tee erfordert eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und ggf.
Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
Wenn sich die Ware im "verschiffungstrockenen"
Zustand befindet, d. h. aufgrund des Wassergehalts keine Beeinträchtigungen durch
Schimmel etc. zu befürchten sind, braucht nicht gelüftet zu werden. Ist dies nicht der
Fall, sollten folgende Lüftungsmaßnahmen vorgenommen werden:
Empfohlene Lüftungs-Kondition: Luftwechsel 10fach/h
(Durchlüftung)
Vor Geruchsinfektion durch Lüftungseinrichtungen schützen
(vgl. RF Geruch).
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RF
Biotische Aktivität
Tee besitzt eine biotische
Aktivität 3. Ordnung.
Er gehört zu den Waren mit unterbrochenen
Respirationsprozessen, bei denen jedoch weiterhin biochemische, mikrobielle u. a.
Zersetzungsprozesse ablaufen, die besonders als Folge einer Nachfermentation mit O2-Verbrauch
sowie CO2-Entwicklung verbunden sind.
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RF
Gase
Kein Risiko!
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Ölgehalt: 1% ätherische Öle
Kein Risiko!
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RF
Geruch
| Aktivverhalten |
Tee besitzt einen stark angenehmen Geruch. |
| Passivverhalten |
Tee ist äußerst geruchsempfindlich und darf
nicht mit riechenden Waren zusammengestaut werden. Tee nimmt sofort jeden Fremdgeruch an.
In vielen Frachtverträgen ist aus diesem Grund eine spezielle
Teeklausel enthalten, die besagt, dass bestimmte Waren, welche das Aroma des Tees
beeinträchtigen könnten, nicht in derselben Schottenabteilung gestaut werden dürfen. Es
handelt sich hier besonders um: Zucker, Saflor (Färberdistel aus Ostindien), Rhabarber,
Kautschuk, Rapssaat, Häute, Turmerik (Kurkuma-Wurzelstock einer indischen
Gewürzpflanze), Kassia oder Drogen.
Nicht zusammengestaut werden darf Tee wegen der möglichen
Geruchsbeeinflussung unter anderem mit Kopra, Teer, geteertem Draht, Ingwer, Seidenabfall,
Kampfer, Ölkuchen, Tabak, Früchten, ätherischen Ölen, Pfeffer, Federballen und stark
riechenden Chemikalien.
Tee-Experten können feststellen, ob die Kisten mit
derartigen Waren zusammengestaut wurden. Die Geruchsbeeinträchtigung wirkt sich auch auf
den Geschmack aus, so dass der Tee ungenießbar wird. Durch Fremdgeruch beschädigter Tee
kann unter Umständen noch verkauft werden, um ihn anschließend mit billigen Sorten zu
blenden und für Industriezwecke zu verwenden.
Beim Einsatz von gebrauchten Kisten, deren Hölzer
angeschimmelt sind, besteht die Gefahr, dass der Tee den schimmeligen Geruch annimmt.
Die Ursachen einer Geruchsinfektion kann auch in den
Schädlingsbekämpfungsmitteln aus den Anbaugebieten oder aus den Zwischenlagern liegen. |
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Tee ist nicht verunreinigend. |
| Passivverhalten |
Tee ist Verunreinigungen gegenüber äußerst
empfindlich, muss deshalb absolut sauber gehalten werden und sollte nicht mit staubenden
oder öligen Waren (z.B. Erdnüsse, Palmkerne o.ä.) zusammengestaut werden. |
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RF Mechanische Einflüsse
Teekisten sind gegenüber mechanischen Beanspruchungen
äußerst empfindlich. Die sehr dünnen Sperrholzplatten der Verpackung brechen, platzen
und reißen bereits bei sehr geringen Beanspruchungen, wobei dann auch meist die
innenliegende Aluminiumfolie und das Pergamentpapier beschädigt werden, so dass es zu
Aromaverlusten kommt und der Tee an Qualität verliert.
Die Handhabung mit Stauhaken muss auf jeden Fall
unterbunden werden, da sonst die Kisten tiefe Löcher und Risse bekommen können, aus
denen der Inhalt herausrieselt. Ebenso sollten die Kisten, um Beschädigungen zu
vermeiden, nicht mit Stropps oder Netzbrooken übernommen werden, sondern auf Paletten
umgeschlagen werden.
Oftmals haben mechanische Beschädigungen ihre Ursache in
überschrittenen Stapelhöhen. 50 kg-Kisten können in 5 Lagen übereinandergestaut
werden, wenn eine Zwischenlagerung erfolgt. An Bord des Seeschiffes bzw. im Container
sollten aber nur 4 Lagen (Stapelhöhe ca. 2m) übereinandergestaut werden, da hier zu den
statischen noch die dynamischen Beanspruchungen (mechanische
Beanspruchungen) durch Schiffs- bzw. Umschlagsbewegungen hinzukommen. Totalschäden
entstehen meist bei Stapelhöhen von 7...8 Lagen. Nach [11] sollten palettierte Kisten
maximal 3 Lagen hoch gestapelt werden. Paletten mit Schachteln dürfen nicht mit anderen
Paletten überstaut werden.
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
Kein Risiko!
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RF Schwund
Bei häufigem Umschlag oder starken mechanischen
Beanspruchungen (u.a. durch überschrittene Stapelhöhen) kann es zum Bruch der Kisten und
damit zu Mengenverlusten kommen.
Da es sich bei Tee um eine wertvolle Ware handelt, darf
auch die Diebstahlgefahr nicht vernachlässigt werden. Die Kisten sollten auf Zeichen von
Gewaltanwendung (Schäden am Sperrholz oder an den Metallbändern) untersucht werden. So
sind z.B. Nägel, die herausgezogen wurden, um den Inhalt der Kisten zu entfernen, daran
zu erkennen, dass sie etwas lose sind oder herausragen. Werden die Kisten nach der
Entnahme durch Fremdkörper wieder beschwert, ist ein möglicher Diebstahl durch
Kontrollwägungen nur noch schwer zu ermitteln.
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RF Schädlingsbefall / Krankheiten
Gerade wenn Teekisten vor ihrer Verschiffung im Hafen
lagern, ist die Möglichkeit einer Übertragung von Schädlingen (z.B. Tabak-, Kopra- und
Brotkäfer, Schaben) besonders groß. Man sollte daher im Ladehafen feststellen, wie der
Tee gelagert wurde. Bei einem Verdacht auf Käferbefall sollten ein bis zwei Teekisten aus
jeder Partie in den Lagerhallen ausgesucht werden. Diese Kisten werden dann in zwei bis
drei Lagen Ölpapier eingehüllt, wobei die Faltstellen mit Klebeband abgedichtet werden
müssen. Daraufhin werden die betreffenden Kisten getrennt von der übrigen Teeladung
gestaut. Wird nun im Löschhafen ein Käferbefall an der Hauptpartie festgestellt, so
können die Probekisten einen Hinweis darauf geben, ob der Befall vor der Beladung (Proben
ebenfalls befallen) oder nach dem Beladen (Proben nicht befallen) erfolgte. Sind Gutachter
nicht verfügbar, dann kann diese Maßnahme als Notlösung dienen. Es ist ebenfalls auf
Ratten- und Mäusebefall zu achten.
Tee wird mit Ursprungszeugnis gehandelt.
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Zusätzliche
Hinweise
Bei Schadenreklamationen ist genau zu recherchieren, wozu
folgenden Fragen nachzugehen ist [2]:
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Welchen Reiseverlauf hatte die Sendung während welcher
Jahreszeit? |
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Wo ist in den Kisten die Geruchsbeeinträchtigung:
ausschließlich am Rand oder in der Mitte der Kiste? |
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Wie wurden die Kisten transportiert:
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konventionelle Verladung |
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Containerverschiffung |
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Art des Containers |
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Stellplatz des Containers auf dem Schiff |
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Wurden Teeprobierer (tea-testers) bei der Schadenreklamation
hinzugezogen? |
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Erfolgten Analysen durch Lebensmittelchemiker? |
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