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Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Würfelzucker |
| Englisch |
Lump sugar |
| Französisch |
Sucre en morceaux
|
| Spanisch |
Azúcar en terrones |
| Wissenschaftlich |
Saccharose (C12H22O11) |
| KN/HS-Nummer * |
1701 99 90 |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Würfelzucker ist in eine bestimmte Form gepresste
oder gegossene Raffinade. Raffinade
ist chemisch reinste Saccharose, die durch Auflösen und Umkristallisieren von Weißzucker
gewonnen wird. Der Saccharosegehalt beträgt 99,9%. Raffinade sieht reinweiß aus, die
Kristalle sind funkelnd. Raffinade hat keinerlei Nebengeruch oder Nebengeschmack. Die
Kristalle sind leicht löslich.
Beim Würfelzucker (Hartzucker) wird zwischen Press-
und Gusswürfeln unterschieden.
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Presswürfel:
1840 wurde durch den Österreicher Jacob Christoph Rad der erste Würfelzucker
hergestellt. Anfangs wurden Würfel hergestellt, indem man den angefeuchteten Zucker
presste und in Platten goss, die in Streifen und dann in Würfel zerlegt wurden.
Auch heute wird feinkörnige Raffinade unter Zusatz von 2...3% Wasser in Platten und
Streifen gepresst, die getrocknet und in Würfel geteilt werden. Die Presswürfel können an den Teilungsflächen
glatt bis stark uneben ausfallen, da die Struktur der Streifen nicht immer gleich ist.
Da die Zuckerkristalle durch den Pressdruck nur in der Oberfläche fest miteinander
verbunden sind, kann man Presswürfel leicht zerdrücken, und sie zerfallen vollständig.
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Gusswürfel:
Eine Raffinadefüllmasse lässt man in Plattenform
erstarren. Danach werden die Zuckerplatten nochmals mit gesättigter
Raffinadelösung zentrifugiert und gewaschen. Abschließend werden sie
getrocknet und in Würfel zerteilt.
Gusswürfel sind fester und härter und etwas poriger als
Presswürfel. Man kann die
Zuckerkristalle deutlich erkennen. Infolge ihrer porigen Beschaffenheit lösen sich
Gusswürfel in Flüssigkeiten leichter auf als Presswürfel.
Wird Würfelzucker in der Packung regelmäßig angeordnet, bezeichnet man diesen als
rangiert. |
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Zuckerhut:
Zuckerhüte werden ebenfalls nach dem Pressverfahren
hergestellt und z. B. für
Feuerzangenbowlen verwendet. |
Qualität / Lagerdauer
Das wichtigste Qualitätsmerkmal ist der Reinheitsgrad des Würfelzuckers, da er sehr
anfällig gegen Verunreinigungen ist. Mängel aufgrund von Verschmutzungen bzw.
Gesundheitsgefährdung ziehen hohe Reklamationen nach sich (Lebensmittelgesetz!)
Feuchte, beschmutzte und beschädigte Packstücke sind von der Beladung
auszuschließen.
Die maximale Lagerdauer stellt bei Einhaltung der entsprechenden Temperatur- und
Feuchtigkeitsverhältnisse keine Einschränkung bezüglich der Transportfähigkeit der
Ware dar.
Verwendungszweck
Würfelzucker wird zum Süßen von heißen Getränken verwendet.
Abbildungen
(Durch Anklicken der einzelnen Abbildungen werden diese vergrößert
dargestellt.)

Abbildung 1 |

Abbildung 2 |

Abbildung 3 |

Abbildung 4 |
Herkunftsländer
Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine
Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.
| Europa |
EG-Staaten, Polen, Tschechien, Russland |
| Afrika |
Südafrika |
| Asien |
Indien, China, Philippinen |
| Amerika |
Kuba, Brasilien, USA, Mexiko, Argentinien |
| Australien |
Australien |
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Verpackung
Würfelzucker wird in Schachteln aus Pappe verpackt.
Dabei sollte die Verpackungsgröße so gewählt
werden, dass die
Abmessungen der einzelnen Flächenmodule oder
Flächen-Multimodule auf die üblichen Palettengrößen 800x1200 mm und 1000x1200 mm
abgestimmt sind und somit Ladeeinheiten gebildet werden können.
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Transport
Symbole

Stückgut |
Verkehrsmittel
Schiff, Lkw, Bahn
Containerfähigkeit
Standard-Container bei
Einhaltung der Grenzen des Wassergehaltes von Ware, Verpackung und
Containerboden.
Umschlag
Die Ware ist auch während des Umschlags vor
Feuchtigkeit (Regen, Schneefall) zu schützen, da die Verpackung (Pappschachtel) extrem feuchteempfindlich ist und an
Stabilität verliert. Darüber hinaus kann Feuchtigkeit zu
Qualitätsminderungen (Schimmel,
Gärung) der Ware führen.
Die
Schachteln sind gegenüber mechanischen
Beanspruchungen relativ empfindlich. Bei unsachgemäßem Handling, wie z.B. Werfen der
Packstücke, besteht die Gefahr der Beschädigung.
Staumaß
 |
2,00 m3/t (Schachteln) [1] |
Stauplatzanforderungen
Kühl, trocken
Separation
Signierstift, Ölkreide, Fasertauwerk/dünne Netze aus Fasern (unimprägniert, da
sonst die Gefahr der Geruchsinfektion besteht)
Ladungssicherung
Aufgrund der Stoß- und Druckempfindlichkeit
müssen die Verpackungen so gesichert werden, dass gegenseitige Beschädigungen verhindert
werden. Freiräume zwischen den Packstücken bzw. den Paletten müssen ausgefüllt werden,
um ein Verrutschen oder Ankippen zu vermeiden. Durch die Wahl der richtigen
Verpackungsgröße oder Ladeeinheit (Flächenmodule
oder Flächen-Multimodule) können Ladungsräume formschlüssig (ohne Freiräume)
beladen werden.
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Günstiger Temperaturbereich: unbegrenzt...30°C [1]
Durch höhere Temperaturen (> 30°C) werden Verblockungserscheinungen gefördert.
Würfelzucker nicht in der Nähe von Wärmequellen stauen.
Temperaturschwankungen sind möglichst zu vermeiden, da dies zur Agglomeration
(Verklumpung) aufgrund von Wasserdampfabgabe führen kann.
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RF
Feuchte
Würfelzucker erfordert eine bestimmte Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK IV) (Lagerklima-Kondition).
Bei relativen Luftfeuchten > 70% kommt es zur
Agglomeration (Verklumpung), Sirupbildung, zum
Klebrigwerden und Befall durch Schimmelpilze und Hefen.
Unter 50% kann der Würfelzucker hart werden und verblocken.
Würfelzucker ist vor jeglicher Feuchtigkeit zu schützen, da es dadurch zu
Schimmel und Gärung kommen kann. Er ist jedoch weniger feuchteempfindlich als
Kristallzucker.
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RF
Lüftung
Würfelzucker erfordert eine bestimmte Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK IV) (Lagerklima-Kondition).
Empfohlene Lüftungs-Kondition: Luftwechsel 6fach/h (Durchlüftung).
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RF
Biotische Aktivität
Würfelzucker besitzt eine biotische Aktivität 3.
Ordnung.
Er gehört zu den Waren mit unterbrochenen Respirationsprozessen, bei denen jedoch
weiterhin biochemische, mikrobielle u. a. Zersetzungsprozesse ablaufen.
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RF
Gase
Kein Risiko!
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Kein Risiko!
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RF
Geruch
| Aktivverhalten |
Würfelzucker gibt keinen Geruch ab. |
| Passivverhalten |
Würfelzucker ist stark empfindlich gegenüber jeglichem Fremdgeruch und sollte
daher nicht mit geruchsabgebenden Waren zusammengelagert werden. |
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Würfelzucker ist nicht verunreinigend. |
| Passivverhalten |
Würfelzucker ist empfindlich gegenüber Staub, Schmutz, Fetten und Ölen. Die
Laderäume bzw. Container müssen vor der Beladung entsprechend sauber und hygienisch
einwandfrei sein. |
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RF Mechanische Einflüsse
Aufgrund der Empfindlichkeit des Würfelzuckers muss
beim Umschlag, Transport und bei
der Lagerung entsprechend vorsichtig vorgegangen werden. Als Folge der mechanischen
Beanspruchungen beim Umschlag / Transport können z.B. die Klebestreifen zerstört oder die
Schachtelflächen und Schachtelkanten eingedrückt werden. Hierbei kann der
Würfelzucker leicht
brechen und sich abscheuern (Grusschäden).
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
Kein Risiko!
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RF Schwund
Masseverluste infolge von Wasserdampfabgabe o. ä. treten nicht auf.
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RF Schädlingsbefall / Krankheiten
Würfelzucker neigt unter Feuchtigkeitseinfluss zu Schimmel und Befall von Hefen.
Außerdem kann er durch den Befall von Ratten, Mäusen, Ameisen, Fliegen und
Silberfischchen Wertminderungen erleiden.
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Quellenverzeichnis | Kontakt - Anbieter | Rechtliche Hinweise | TIS-History |
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© Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Berlin 1999-2012 |
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