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Gesamtübersicht TIS | Inhalte Ware | Inhalte VH | Inhalte Kasko | Inhalte SZ | Inhalte Luftfahrt |
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Transportversicherung von A bis Z | SZR | Transport-Links | Berufe in der Transportversicherung |
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Weitere umfangreiche
Informationen enthalten die Vorträge zum Thema:
STAHL
- vom Erz bis zum Regress -

Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Profile, Profilstahl |
| Englisch |
Structural steel |
| Französisch |
Profiles
|
| Spanisch |
Acero Estructural |
| KN/HS-Nummer * |
72 ff. |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Profilstahl ist ein in einer bestimmten Form gewalzter,
gezogener und gepresster Stahl, der über seine gesamte Länge einen gleichen Querschnitt
hat. Folgende Profilstähle werden unterschieden:
 |
Betonstahl (BSt) (veraltet: Moniereisen) ist die Bezeichnung
für glatte, profilierte und gerippte Rundstabstähle (Baustahlstäbe/Betonstabstähle)
und besitzt eine hohe Zugfestigkeit und wird für die Bewehrung von Stahlbetonbauten,
-bauteilen bzw. zur Mattenfertigung für Stahlbetonbauten (Betonstahlmatten) eingesetzt.
|
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Spannbetonstahl (glatte, gerippte, profilierte
Rundstabstähle) wird im Spannbetonbau eingesetzt und besitzt eine weitaus höhere
Festigkeit als Betonstahl.
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Groß-Profile (Formstahl): |
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I-Profile (Doppel-T-Träger) |
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H-Profile (Breitflanschträger) |
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U-Profile |
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T-Profile
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Winkelstahl (gleichschenklig bzw. ungleichschenklig)
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Spezialprofile (Formen, die keiner Norm unterliegen)
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Rund- und Vierkantstäbe bzw. -profile (z.B.
rechteckige Stabstahlprofile -Flachstahl-) |
Qualität / Lagerdauer
Stahlprodukte erleiden besonders durch den
Einfluss von Korrosion Wertminderungen oder können oft erst nach aufwendiger Behandlung
weiter verwendet bzw. verarbeitet werden.
Eine besonders häufige
Schadenursache ist Rost, entstanden durch Seewasser, Regen, Kondenswasser am
Transportmittel, Ladungsschweiß oder Schwitzwasserbildung innerhalb der Verpackung.
Ungeeignete Transportmittel, Schiffe mit schlechten Lukenabdeckungen oder fehlenden
Belüftungseinrichtungen, beschädigte Container, Bahnwaggons und Lkw ohne Abdeckungen,
unsachgerechte Lagerung im Freien, Verwendung nicht geeigneter Abdeckplanen,
ungeschütztes Verladen bei Regenwetter sowie Temperatur- und Klimaunterschiede bei
längeren Transporten über See können zu Rostschäden führen.
Für die feste Verbindung (Haftverbund) von
Beton und Betonstahl ist sauberer und von losem Rost befreiter Betonstahl zu verwenden,
d.h. eine leichte Oberflächenanrostung kann sogar vorteilhaft
sein. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der Durchmesser des Betonstahls nach dem Beizen
oder Strahlen noch den statischen Berechnungen entspricht. Spannbetonstahl hingegen ist
bei schon geringster Korrosion zurückzuweisen.
Begrenzten Korrosionsschutz bietet die
Oxidationsschicht (Zunder), die sich beim Warmwalzen oder Glühen von Stahl bildet. Diese
Schicht erschwert jedoch Rostschutzanstriche oder das Verzinken.
Spezial-, Groß- und Winkel-Profile werden zum
Teil durch Tauch- oder Spritzverzinken oberflächenveredelt und somit gegen Korrosion
geschützt.
Der Rostzustand von Stahlladungen sollte in
den Frachtpapieren vor der Ladungsübernahme vermerkt werden, wobei folgende Definitionen
verwendet werden können:
 |
Wet before shipment (Nass vor Verladung) |
 |
Partly rust stained to rusty (Leichter Oberflächenrost bis
rostig) |
 |
Gear marked (Spuren durch Umschlaggeschirr) |
 |
Contaminated by foreign substance (Verschmutzung) |
 |
Contaminated by saltwater (Mit Salzwasser behaftet) |
 |
Chafed in places (Abschabungen) |
 |
Packing torn exposing contents
(Verpackung aufgerissen, Inhalt sichtbar) |
Bei der Zustandsbeschreibung von warmgewalztem Stahl wird
überwiegend der AMERICAN RUST STANDARD GUIDES verwendet.
Verwendungszweck
Profilstähle werden z.B. als Baustähle für den
Brücken-, Hoch- und Tiefbau verwendet oder zur Herstellung von Geländern, Leitern,
Verstrebungen u.a.m.
Abbildungen
(Durch Anklicken der einzelnen Abbildungen
werden diese vergrößert dargestellt!)

Abbildung 1 |

Abbildung 2 |

Abbildung 3 |

Abbildung 4 |

Abbildung 5 |

Abbildung 6 |
Herkunftsländer
Die hauptsächlichen Warenströme für Stahl und
Stahlerzeugnisse sind:
 |
innerhalb der EU |
 |
Ostblock --> EU-Länder und USA |
 |
EU-Länder --> USA |
 |
Japan, Korea, Indien, Südafrika, Brasilien -->
EU-Länder und USA |
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Verpackung
Profilstähle aller Art werden mit Stahlbändern
(Bandeisen) gebündelt und größtenteils ohne weitere Verpackung transportiert.
Spezialstähle sind gegen Korrosion und mechanische
Beanspruchungen (z. B. Zerkratzen und Verbiegen) zu schützen und werden in der Regel
unter Anwendung von Korrosionsschutz (z. B.
Ölpapier oder entsprechend ausgeschlagene Kisten oder Holz-Wellpapp-Konstruktionen)
verpackt.

Abbildung
7 |

Abbildung 8 |
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Transport
Symbole

Stückgut |
Verkehrsmittel
Lkw, Schiff, Bahn
Containerfähigkeit
Für den Transport von Profilstahl kann der Standard-Container verwendet werden.

Abbildung 9 |
Profilstahl füllt aufgrund seines sehr
hohen spezifischen Gewichts das Volumen des Containers nur zu einem geringen Prozentsatz
aus. Die Ladungssicherungsmaßnahmen im Container müssen sehr sorgfältig vorgenommen
werden, da die Ladung sich auf keinen Fall bewegen darf. Durch die Konzentration des hohen
Gewichts auf eine kleine Fläche können die Containerwände den Belastungen nicht
standhalten.
Umschlag
Der Umschlag sollte bei trockenem Wetter bzw. in gedeckten
Hallen vorgenommen werden, da die Ware sehr korrosionsanfällig ist.
Durch sorgloses Handling können vorhandene
Schutzschichten (z.B. Zink) beschädigt werden. Diese verlieren dadurch ihre
Schutzfunktion, und als Folge dessen kommt es zur Korrosionsbildung.
Profilstahl ist aufgrund seiner
Empfindlichkeit gegenüber mechanischen Beschädigungen entsprechend sorgfältig zu
behandeln. Häufig entstehen Flanschbeschädigungen durch unsachgemäßes Handling und den
Einsatz falscher Umschlagsmittel. Die Kanten und Ecken werden beschädigt, oder ganze
Profile verbiegen.
Die Belastbarkeit der An- und Umschlagmittel sowie die
Hubkraft der Lastaufnahmemittel müssen ebenfalls beachtet werden.
Staumaß
Je nach Verpackung, Abmessung und Gewicht sehr variabel,
z.B.:
 |
0,83 m³/t (Betonstahl im Bündel, unverpackt,
Umreifung mit Metallband) [1] |
Stauplatzanforderungen
Beim Seetransport wird, bedingt durch die Masse, meist im
Unterraum gestaut. Die Bodenbelastbarkeit ist bei der Aufstellung des Stauplans zu
beachten. Grundsätzlich sollte wegen der Korrosionsgefahr in vor Wettereinflüssen und
Seewasser geschützten Räumen gestaut werden.
Separation
Leinen- oder Kunststoffbänder, Ölfarbe, Stauholz
Ladungssicherung
Zur Vermeidung von Beschädigungen durch mechanische Beanspruchungen sind die
Verladevorschriften des Versenders/Herstellers zu beachten.
Lkw:
Für den Transport von Profilen sind Fahrzeuge
mit ausreichend festen und belastbaren Stirn- und Seitenwänden (Rungen) einzusetzen.
Darüber hinaus ist rutschhemmendes Material als Zwischen- und Unterlage zu verwenden.
Ladelücken zu den Stirn- und Seitenwänden sind zu vermeiden. Besonders Ladelücken in
Längsrichtung können bei einer Vollbremsung ein Verrutschen der Profile bewirken. Sind
wegen Einhaltung der Lastverteilung Ladelücken nicht vermeidbar, ist die Ladung
entsprechend der zu erwartenden Beschleunigungen durch Direktsicherung (z. B. Formschluss,
Umspannung) und/oder Reibungssicherung (z. B. Niederzurrung) zu sichern.

Abbildung 10 |
Ausführliche Informationen zum Thema
Ladungssicherung enthalten die Kapitel Stahlprofile,
Baustahlmatten, Baustahlstäbe, Vierkantstäbe und Rundstäbe aus dem Ladungssicherungshandbuch
des GDV.
Weitere Informationen siehe auch die Kapitel
Schiff:
Grundsätzlich gilt:
 |
Stauplätze nach der Empfindlichkeit der Ladung und der zu
erwartenden Beschleunigungen wählen |
 |
Ladung möglichst an belastungsfähige Schiffsteile oder
andere Ladungsteile heranladen, aber ... |
 |
... Stauung und Sicherung so wählen, dass keine
unzulässigen Belastungen des Schiffskörpers oder von Schiffsteilen zu befürchten sind |
 |
Möglichst reibungserhöhende Unter- oder Zwischenlagen
verwenden |
 |
Lücken zwischen einzelnen Ladungsteilen ausfüllen |
 |
Ladung vor Scheuern, Zerkratzen u.ä. mechanischen Schäden
schützen |
 |
Ladung vor schädlichen Einflüssen durch Laschings und
andere Sicherungsmaterialien bewahren |
 |
Insbesondere bei schweren Waren - wie Stahlprodukten
- ist möglichst lückenlos von Bordwand zu Bordwand und mit ebener Ladungsoberfläche zu
stauen |
Bahn:
Für den Transport von Profilen sind Waggons mit
ausreichend festen und belastbaren Stirn- und Seitenwänden (Rungen) einzusetzen. Darüber
hinaus ist rutschhemmendes Material als Zwischen- und Unterlage zu verwenden. Ladelücken
zu den Stirn- und Seitenwänden sind zu vermeiden. Besonders Ladelücken in Längsrichtung
können bei Rangierstößen ein Verrutschen der Profile bewirken. Sind wegen Einhaltung
der Lastverteilung Ladelücken nicht vermeidbar, ist die Ladung entsprechend der zu
erwartenden Beschleunigungen durch Direktsicherung (z. B. Formschluss, Umspannung)
und/oder Reibungssicherung (z. B. Niederzurrung) zu sichern.
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Profilstahl stellt keine Anforderungen an die
Umgebungstemperatur während des Transportes und der Lagerung. Es gilt jedoch zu beachten,
dass die Temperatur des Stahls für die Bildung von Ladungsschweiß maßgeblich ist.
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RF
Feuchte
Profilstahl erfordert eine bestimmte Feuchte-
und ggf. Lüftungs-Kondition (LK IV) (Lagerklima-Kondition).
| Bezeichnung |
Feuchte/Wassergehalt |
Quelle |
| Relative Luftfeuchte |
<40...50% |
[1] |
Beim Stahl handelt es sich um eine korrosionsgefährdete
Ware. Korrosionsschäden werden besonders durch
 |
Seewasser und Seesalzaerosole, |
|
 |
Beim Seetransport durch
undichte Container oder Schiffsluken |
|
 |
Bei Lagerungen in Seehäfen
in der Nähe von Wasser |
 |
Regenwasser, |
|
 |
Bei beschädigten
Containern |
|
 |
Bahnwaggons und Lkw ohne
Abdeckungen |
|
 |
Unsachgerechter Lagerung
im Freien |
|
 |
Verwendung nicht
geeigneter Abdeckplanen |
|
 |
Ungeschützte
Verladungen bei Regenwetter |
 |
Kondenswasser, |
|
 |
Am Transportmittel |
|
 |
An der Ladung |
|
 |
Innerhalb der Verpackung |
 |
Chemische Beiladung, |
 |
Chemische Rückstände von der Vorladung und/oder dessen Verbindung
mit Feuchtigkeit, |
 |
Hygroskopische Beiladung (z.B. frisches Holz) und |
 |
Relative Luftfeuchten > 40% |
verursacht.
Die Korrosion von Stahl beginnt bei einer relativen
Luftfeuchte von 40 % und steigt bei relativen Luftfeuchten > 60% rapide an:

Abbildung 11 |
Es werden verschiedene Korrosionsarten unterschieden.
Die Korrosion teilt sich in zwei Hauptursachen
auf:
Unter der reinen Oxidation versteht man die Verbindung des
Eisenmetalls mit dem Luftsauerstoff. Die Oxidation wird durch elektrochemische
(elektrolytische) Vorgänge unterstützt. Entscheidend für das Ausmaß der
elektrolytischen Zersetzung ist die Leitfähigkeit des vorhandenen Elektrolyts. Salzwasser
besitzt im Vergleich zu Frischwasser beispielsweise eine höhere Leitfähigkeit und wirkt
daher auch stärker korrosionsfördernd. Noch extremer ist der Einfluss von schwefliger
Säure.
Bei Verdacht auf Korrosionsschäden wird mit der Silbernitratmethode geprüft, ob ein Schaden durch
Chloridlösungen oder Frischwasser entstanden ist. Bei der Ursachenermittlung zur Herkunft
des Seesalzes auf der Ladungsoberfläche (Korrosion durch Seewasserkontakt oder
Aerosolsedimentation der Laderaum-/Containerluft) wird die beschädigte Oberfläche durch
Lupenkontrolle (30fache Vergrößerung) beurteilt: Kubische Natriumchlorid(NaCl)-Kristalle
von ca. 1/5 mm Kantenlänge schließen auf Seewasserkontakt. Bei der Aerosolsedimentation
sind keine Kristallstrukturen beobachtbar, da die Kristalle zu klein sind (1/100 mm).
Die Tragfähigkeit von Stahlbetonkonstruktionen beruht auf
dem Zusammenwirken von Beton und Stahl, wobei zwischen dem Beton und den Stahleinlagen
infolge der Haftfestigkeit eine Verbundwirkung zustande kommt, die die beiden Baustoffe
gegenseitig fast unverschiebbar macht. Wegen der Korrosionsgefahr müssen die
Stahleinlagen gut im Beton eingebettet sein, wobei die Stahloberfläche mit ihrer ganzen
Fläche als Haftfläche zur Verbundwirkung beitragen muss. Diese Funktion des Stahls im
bewehrten Beton kann gestört werden, wenn mit Seesalz behaftete Stahlerzeugnisse zum
Bewehren verwendet werden. Das auf dem Baustahl nach Seewasserkontakt oder Kontakt mit
salzhaltiger, feuchter Seeluft (Aerosolsedimentation) haften bleibende Salz soll nicht nur
sofort, sondern auch noch nach sehr langer Zeit negative Auswirkungen auf die Qualität
des Stahlbetons wegen der chemischen Umsetzungen des Zements bzw. der zementgebundenen
Massen an den Kontaktstellen mit dem Baustahl haben. Die hygroskopischen Salze nehmen
laufend Wasserdampf aus der Luft auf und verursachen erhebliche Korrosionsschäden mit der
möglichen Folge bedeutender Spätschäden, wie z.B. dem schrittweisen Festigkeitsabfall,
den Erhärtungsschwächen und der evtl. notwendig werdenden Sanierung der Außenwände
eines Baus, dessen äußere Oberfläche Jahre später Rostspuren aufweist.
Bei warmgewalztem Stahl ist es heutzutage üblich, diesen
im Freien zu lagern und ungeschützt zu transportieren, so dass keinerlei Schutz
gegenüber Regen etc. gewährleistet ist. Daher weisen solche Stähle meistens eine
Schicht Oberflächenrost (Flugrost) auf. Da der Stahl vor seiner Weiterverarbeitung
entrostet (gebeizt) wird, beeinträchtigt das seine Qualität nicht. Die Korrosionsbildung
muss jedoch im Rahmen bleiben, da durch das Beizen keine Narben- oder Lochfraßkorrosion
entfernt werden kann. Besonders bei Beschädigungen durch Salzwasser sollte
der Stahl möglichst frühzeitig nach der Ankunft beim Empfänger gebeizt werden,
da durch längere Lagerung ohne Beizung die oben beschriebenen Folgen eintreten können.
Aus Gründen der Qualitätserhaltung sollte es das Ziel sein, immer im Trockenen zu transportieren, umzuschlagen und zu lagern.
Zum Korrosionsschutz können Profile mit einem
Schutzanstrich versehen werden. Vor dem Auftragen dieses Anstrichs muss jedoch die dünne
harte Walzschicht, die beim Glühen oder Walzen entsteht, entfernt werden. Da diese sehr
spröde ist, wird sie sehr leicht beschädigt und kann abplatzen. Eine darüber
aufgetragene Schutzschicht würde dann ebenfalls abplatzen und ihre Wirkung verlieren,
wodurch kein ausreichend aktiver Korrosionsschutz mehr gegeben wäre.
Kaltgewalzter Stahl ist empfindlicher gegenüber Korrosion
als warmgewalzter, daher wird kaltgewalzter Stahl zusätzlich z.B. in faserverstärktes
Pack- oder kunststoffbeschichtetes Kraftpapier (Montanpapier) sowie Kunststofffolien
verpackt. Feuchtigkeit sollte daher immer fern gehalten werden, insbesondere darf nicht im
Freien gelagert oder bei Regenwetter umgeschlagen werden.
Verzinkte Profile sollten ebenfalls nicht bei Regen
umgeschlagen und nicht mit feuchtigkeitsabgebenden Waren in einem Raum zusammengestaut
werden. Durch Feuchte kann auf dem Zinküberzug Weißrost entstehen. Dringt Regen- oder
Kondenswasser zwischen dicht aufeinander liegende Profile, so bildet sich nicht die
dünne, schützende Zinkoxidschicht, sondern eine dickere Schicht reinen Zinkoxids. An den
Kontaktstellen der Profile sieht diese Schicht wie Schorf aus.
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RF
Lüftung
Profilstahl erfordert eine bestimmte Feuchte-
und ggf. Lüftungs-Kondition (LK IV) (Lagerklima-Kondition).
Durch eine relative Luftfeuchte > 60% steigt die
Korrosion von Stahl rapide an. Wenn möglich, sollte durch entsprechende
Lüftungsmaßnahmen die relative Luftfeuchte unter 60% gesenkt werden.
Dabei gilt jedoch folgendes zu beachten:
- Der Stahl weist eine geringere Temperatur als die im
Reiseverlauf zu erwartende Außentemperatur auf:
Steigt die Temperatur der Umgebungsluft außerhalb des
Schiffes an, wirkt sich diese auf die Temperatur der Ladung nur minimal aus. Durch
Lüftung mit der "warmen" Außenluft kann es an dem "kalten" Stahl zum
Ladungsschweiß kommen, wenn dessen Temperatur unter dem Taupunkt der Umgebungsluft liegt.
Hier würde eine Lüftung korrosionsfördernd wirken.
- Der Stahl ist wärmer als die im Reiseverlauf zu
erwartenden Außentemperaturen:
Bei Lüftung besteht keine Gefahr der Bildung von
Ladungsschweiß. Durch Abkühlung der Bordwände kann deren Temperatur jedoch unter den
Taupunkt der Laderaumluft fallen, wodurch Schiffsschweiß im Inneren des Laderaums
entsteht. In diesem Fall sollte durch Lüftung die Temperatur der Laderaumluft der
Außenluft angepasst werden.
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RF
Biotische Aktivität
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Transport dieser Ware.
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RF
Gase
Schwefeldioxide (Abgase von z.B. Umschlaggeräten) wirken
extrem korrosionsfördernd auf Stahl. Daher den Kontakt mit Schwefel und seinen Gasen
unbedingt verhindern. Laderäume sind vor der Beladung entsprechend zu reinigen.
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Transport dieser Ware.
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RF
Geruch
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Transport dieser Ware.
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Normalerweise ist Profilstahl
nicht verunreinigend. Durch Korrosion können andere Waren evtl. durch Roststaub
verunreinigt werden. |
| Passivverhalten |
Staub von Kohlen, Erzen, Salzen, besonders
von Düngemitteln, und anderen Schüttgütern wirkt korrosionsfördernd. Daher müssen die
Laderäume/Container entsprechend sauber gewaschen werden, um
Rückstände von vorherigen Beladungen zu entfernen. Beim Auswaschen von
Schiffsladeräumen mit Seewasser muss bedacht werden, dass dieses ebenfalls Salze
enthält, die im späteren Verlauf der Reise die Korrosion fördern. Daher ist es am
besten, Frischwasser zur Reinigung zu verwenden.
Die
Ware ist ferner vor Säuren, aggressiven Gasen (Schwefeldioxid) und leicht
zersetzlichen
Chemikalien zu schützen, da diese die Korrosion ebenfalls beschleunigen.
Verschmutzungen durch Öle führen beim Betonstahl zu
Beanstandungen. |
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RF Mechanische Einflüsse
Zur Vermeidung von Beschädigungen durch mechanische Beanspruchungen an Profilen oder deren
Verpackung ist ein sorgfältiges und vorschriftsmäßiges Stauen, Polstern, Pallen, Zurren
und Laschen auf dem Transportmittel erforderlich. Unter Berücksichtigung des Gewichtes
und der Anschlagpunkte sind geeignete Anschlag-, Umschlag- und Lastaufnahmemittel
einzusetzen.
Sind die Umreifungen beschädigt oder gebrochen, kommt Lose
in die Bündel, wodurch einzelne Teile aus dem Bündel herausragen und beschädigt werden
können. Des Weiteren können die Umreifungen an den Oberflächen und Kanten scheuern,
wodurch diese beschädigt werden. Bei starken Beschädigungen können die Produkte für
ihren Verwendungszweck unbrauchbar werden.
Beim sorglosen Umgang mit den Umschlageinrichtungen kann es
zum Verbiegen der Profile bzw. zu Beschädigungen an den Kanten etc. kommen.
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Transport dieser Ware.
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RF Schwund / Diebstahl
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Transport dieser Ware.
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RF Schädlingsbefall
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Transport dieser Ware.
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Quellenverzeichnis | Kontakt - Anbieter | Rechtliche Hinweise | TIS-History |
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© Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Berlin 1999-2012 |
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