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Metallische Oberflächen unterliegen bei Berührung mit
Elektrolyten (korrosives Mittel) einer elektrochemischen Reaktion (Korrosion). Korrosive
Mittel können atmosphärische Gase, wie See-, Stadt- und Industrieluft (z.B. Schwefeldi-
und trioxid, Chlor- und Schwefelwasserstoff), oder flüssige Korrosionsmittel, wie Salze,
Basen, Säuren und Seewasser oder deren in Wasser gelösten Form (z.B. Handschweiß),
sein.
Bei der elektrochemischen Reaktion zwischen Metall und
Korrosionsmittel gibt das Metall seine Elektronen an das korrosive Mittel ab. Das Metall
wird sozusagen abgetragen; es korrodiert. Werden zwei unterschiedliche Metalle unter
Verwendung eines Elektrolyts zusammengeführt, kommt es zum Austausch von Elektronen
zwischen den Metallen. Diese Form von Korrosion wird als Kontaktkorrosion bezeichnet. Von
Reibungskorrosion wird gesprochen, wenn die Oberfläche eines Metalls durch Reibung mit
fremden Materialien aufgeraut wird; diese Metallpartikel reagieren mit dem Umfeld. Es
werden verschiedene Korrosionsarten unterschieden.
Die Intensität der Korrosion verläuft dabei in
Abhängigkeit der Stellung des Metalls in der sogenannten Spannungsreihe. Die Reihefolge
ist bestimmt durch die Höhe des negativen Potentials des Metalls. Je höher das negative
Potential desto unedler das Metall und desto korrosionsanfälliger ist dieses Metall.
Spannungsreihe der Metalle / Nichtmetalle (auf die
Unterscheidung zwischen reduzierter und oxidierter Form der einzelnen Stoffe wurde
verzichtet):
| Stoff |
Potential in Volt
[Römpp Chemie-Lexikon,
www.uni-ulm.de] |
Metall (M)
Nichtmetall (NM) |
| Lithium (Li) |
-3,04 |
M |
| Kalium (K) |
-2,92 |
M |
| Barium (Ba) |
-2,90 |
M |
| Kalzium (Ca) |
-2,87 |
M |
| Natrium (Na) |
-2,71 |
M |
| Magnesium (Mg) |
-2,36...-2,37 |
M |
| Aluminium (Al) |
-1,68 |
M |
| Mangan (Mn) |
-1,18...-1,19 |
M |
| Zink (Zn) |
-0,76 |
M |
| Chrom (Cr) |
-0,74 |
M |
| Schwefel (S), fest |
-0,48...-0,51 |
NM |
| Eisen (Fe) |
-0,41...-0,44 |
M |
| Kadmium (Cd) |
-0,40 |
M |
| Thallium (Tl) |
-0,34 |
M |
| Kobalt (Co) |
-0,28 |
M |
| Nickel (Ni) |
-0,23 |
M |
| Zinn (Sn) |
-0,14 |
M |
| Blei (Pb) |
-0,13 |
M |
| Wasserstoff (2H) |
0,00 |
|
| Kupfer (Cu) |
+0,15 |
M |
| Iod, Jod (I), fest |
+0,54 |
NM |
| Silber (Ag) |
+0,80 |
M |
| Quecksilber (Hg) |
+0,85 |
M |
| Brom (Br), flüssig |
+1,07 |
NM |
| Platin (Pt) |
+1,20 |
M |
| Chlor (Cl), gasförmig |
+1,36 |
NM |
| Gold (Au) |
+1,50 |
M |
| Fluor (F), gasförmig |
+2,87 |
NM |
Eisenrümpfe von Schiffen, die mit Meerwasser (Elektrolyt)
in Berührung kommen und dadurch korrodieren (rosten) werden zum Schutz vor Korrosion mit
unedlen Metallen (z.B. Zink) direkt verbunden. Durch die Übertragung der Elektronen vom
Zink zum Eisen, wird die Korrosion am Eisen so lange unterbunden, bis sich das Zink unter
der elektrochemischen Reaktion völlig aufgelöst hat. Die geopferten Metallstücke werden
"Opferanoden" genannt (siehe Abbildung 1).
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| Abbildung 1: Opferanoden am Rumpf eines Schleppers. |
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