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Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Butter |
| Englisch |
Butter |
| Französisch |
Beurre
|
| Spanisch |
Mantequilla |
| KN/HS-Nummer * |
0405 10 ff. |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Die Butter gehört zu den Milchprodukten und ist eine
Emulsion des Typs Wasser-in-Fett. Sie gilt als ein hochwertiges Speisefett, dessen Farbe
im Normalzustand gelb ist.
Die Geschichte der Butter reicht sehr weit zurück. Es wird
davon ausgegangen, dass vom Zeitpunkt, als die Menschheit die Milch als Getränk
entdeckte, auch schon Butter hergestellt wurde. So wurde z. B. im antiken Persien und
Ägypten die Butter als Nahrungsmittel verwendet.
Der Produktionsablauf bei der Herstellung von Butter
lässt sich kurz in folgende Abschnitte aufteilen:
 |
Trennen des Rahms (Aufrahmen) aus der Milch durch
Stehen lassen oder Schleudern in einer Zentrifuge |
 |
Pasteurisieren bei über 90°C, um die Aktivität von
Enzymen und Mikroorganismen zu verringern |
 |
Schlagen des gekühlten Rahms im Butterfass oder der
Buttermaschine (Buttern) |
 |
Kneten und Ausformen der Butter |
 |
Verpacken |
Chemisch gesehen, besteht Butter aus folgenden
Bestandteilen:
 |
Fette ca. 82% |
 |
Wasser ca. 16% |
 |
Fettfreie Milchkomponenten ca. 2% |
Die Hauptbestandteile der Butter sind Glyzerin und
Fettsäuren.
Butter wird entweder gekühlt oder tiefgefroren
transportiert. Vorteil des tiefgefrorenen Transportes sind zum einen die längere
Lagerfähigkeit und zum anderen die erhöhte Stapelfähigkeit der Ware. Dem steht jedoch
die erhöhte Kühlkapazität während der gesamten Transportkette gegenüber.
In Deutschland wird Butter hauptsächlich aus Sauerrahm
unter Zusatz von Milchsäurebakterien hergestellt, wodurch das Aufrahmen erheblich
beschleunigt wird. Außerdem gelingt das Buttern bei "saurer" Butter besser als
bei Butter aus süßem, frischem Rahm. Butter wird entweder gesalzen oder ungesalzen
angeboten.
Qualität / Lagerdauer
Die Qualität der Butter wird durch die Einstufung in
bestimmte Handelsklassen bewertet. Die höchste Qualität erhält in Deutschland die
Bezeichnung "Deutsche Markenbutter".
Die wichtigsten Qualitätsveränderungen sind:
 |
Ranzigwerden: Butter neigt in erster Linie
zum Ranzigwerden
durch den Einfluss von Luftsauerstoff, Licht, Wärme, Wasser, Metallen, Enzymen
(Lipasen)
und Mikroorganismen. Hierbei findet die Zersetzung in Glycerin und Fettsäuren statt.
Wegen ihres hohen Wassergehalts weist die Butter bei normalen Temperaturen eine rasche
mikrobiologische Verderblichkeit auf, wobei die Größe der Wassertröpfchen von < 6
µm der Wasser-in-Öl-Emulsion betragen soll. Da die Tröpfchen untereinander nicht in
Berührung stehen, wachsen die Mikroben nur jeweils innerhalb eines Tröpfchens. Sind
diese sehr klein, können sich sogar die Sporen nicht vermehren. Sind die Tröpfchen >
6 µm, wachsen mit der Größenzunahme der Tröpfchen auch die Kontaktflächen mit dem
Fett stark an. Diese Faktoren wirken sich noch bis zu Temperaturen von -12°C aus. Erst
danach werden die Mikroben inaktiviert. Ranzige Butter wird gelb bis braun, der Geschmack
wird kratzig. |
 |
Sauerwerden: Bakterien, Schimmelpilze, Wasser, Luft, Licht, Enzyme und
einige Metalle können das Sauerwerden beschleunigen. Beim Sauerwerden treten freie
Fettsäuren, wie z.B. Buttersäure und Kapronsäure, auf, und es entsteht ein seifiger
Geschmack. |
 |
Talgigwerden: Das Talgigwerden wird durch die Erhöhung des
Schmelzpunktes verursacht, beeinflusst durch Wasser, Luftsauerstoff und Licht. Es entsteht
ein unangenehmer und talgiger Geschmack. Daher sind die Verpackungsmittel licht- und
luftdicht zu gestalten. |
 |
Kantenbildung: Durch die Verdunstung des Wassers entsteht besonders zuerst
an den Kanten der Butterstücke eine Gelbfärbung. |
Butter soll keinen öligen, sauren, talgigen, fischigen
oder ranzigen Geschmack haben. Die gelbe Farbe wird durch den Karotingehalt hervorgerufen.
Butter muss gut streichfähig und darf nicht hart, krümelig, schmierig oder salbenförmig
sein.
Butter, die bereits einmal geschmolzen war, kann an den
dunklen Schlieren (Wasserränder) erkannt werden und ist zurückzuweisen.
Die maximale Lagerdauer für gekühlte und tiefgefrorene
Butter wird in [1] wie folgt angegeben:
| Temperatur |
Relative Luftfeuchte |
Max. Lagerdauer |
Quelle |
| -1...4°C |
75...80% |
1...2 Monate |
[1] |
| -10°C |
80...85% |
3 Monate |
[1] |
| -15°C |
80...85% |
4...6 Monate |
[1] |
| -23...-18°C |
80...85% |
8...12 Monate |
[1] |
Verwendungszweck
Butter wird hauptsächlich als Nahrungsmittel
(Brotaufstrich) verwendet. Es ist ein hochwertiges Speisefett.
Abbildung
(Durch Anklicken der Abbildung wird diese
vergrößert dargestellt.)

Abbildung 1 |
Herkunftsländer
Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine
Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.
| Europa |
Finnland, Schweden, Dänemark, Deutschland,
Niederlande, Belgien, Frankreich, Irland, England, Rumänien, Tschechien |
| Afrika |
|
| Asien |
|
| Amerika |
Kanada, USA, Argentinien |
| Australien |
Australien, Neuseeland |
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Verpackung
Butter wird entweder als Block à 25 kg netto
(eingeschlagen in Wachspapier) oder als abgepackte Butter à 250 g netto (eingeschlagen in
Wachspapier oder Alufolie) verpackt. Das Wachspapier und die Alufolie dienen als licht-
und luftdichte Packstoffe, um die Butter vor Qualitätsverlusten zu schützen. Die kleinen
Pakete werden in Schachteln aus Hartpappe zu ca. 40 Stück zusammengefasst. Dabei wird die Verpackungsgröße so gewählt, dass die
Abmessungen der einzelnen Flächenmodule oder
Flächen-Multimodule auf die üblichen Palettengrößen 800x1200 mm und 1000x1200 mm
abgestimmt sind und somit Ladeeinheiten gebildet werden können.
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Transport
Symbole

Stückgut |

Temperaturgeführt |
Verkehrsmittel
Schiff, Lkw, Bahn
Containerfähigkeit
Kühl-Container
Umschlag
Da die Butter stark stoß- und druckempfindlich ist,
muss beim Umschlag entsprechend vorsichtig vorgegangen werden.
Die Ware ist auch während des Umschlags vor Feuchtigkeit (Regen, Schneefall) und
zu hohen Temperaturen zu schützen. Eine Einhaltung der vorgeschriebenen spezifischen
Kühltemperatur ist absolut notwendig.
Staumaß
 |
1,50 m³/t (Schachteln) [1] |
 |
1,34...1,39 m³/t (Schachteln) [11] |
Stauplatzanforderungen
Kühl, trocken
Separation
Kunstfasertauwerk, dünne Netze aus Fasern, Matten, Jutekleider
Ladungssicherung
Aufgrund der starken Stoß- und Druckempfindlichkeit
müssen die Verpackungen so gesichert werden, dass gegenseitige Beschädigungen verhindert
werden. Freiräume zwischen den Packstücken bzw. den Paletten müssen ausgefüllt werden,
um ein Verrutschen oder Ankippen zu vermeiden. Durch die Wahl der richtigen
Verpackungsgröße oder Ladeeinheit (Flächenmodule
oder Flächen-Multimodule) können Ladungsräume formschlüssig (ohne Freiräume)
beladen werden.
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Butter erfordert eine bestimmte Temperatur-,
Feuchte- und Lüftungs-Kondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
Eine schriftliche Temperaturorder ist vor Ladebeginn vom
Versender anzufordern. Diese Order ist auf jeden Fall während der gesamten Transportkette
einzuhalten.
Wegen ihres hohen Wassergehalts weist die Butter bei
normalen Temperaturen eine rasche mikrobielle Verderblichkeit auf.
Butter kann entweder tiefgefroren oder gekühlt
transportiert werden. Die folgenden Tabellen sollen nur zur groben Einschätzung der
entsprechenden Temperaturbereiche dienen. Je nach den speziellen Gegebenheiten der
Transporte können die Temperaturen hiervon abweichen.
Tiefgefrorene Butter:
| Bezeichnung |
Temperaturbereich |
Quelle |
| Reisetemperatur (günstiger Temperaturbereich) |
-16...-18°C |
[2] |
Um die Butter vor Qualitätseinbußen zu schützen,
muss sie schockgefroren werden. Durch das schnelle Abkühlen werden nur kleine Eiskristalle
gebildet, die sich nicht nachteilig auswirken. Wird jedoch sehr langsam heruntergekühlt,
bilden sich größere Eiskristalle, die zu Qualitätsverlusten (Krümeligwerden) führen
können.
Gekühlte Butter:
| Bezeichnung |
Temperaturbereich |
Quelle |
| Ladetemperatur |
4°C |
[1] |
| Reisetemperatur (günstiger Temperaturbereich) |
1...4°C |
[1] |
Der Schmelzpunkt der Butter liegt bei 20...25°C.
Bei Temperaturen über 8°C kann es zu Deformierungen der
Ware kommen.
Bei Temperaturen unter 0°C kann es zu Qualitätsverlusten
(Krümeligwerden) durch zu langsames Herunterkühlen der Butter kommen.
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RF
Feuchte
Butter erfordert eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und
Lüftungs-Kondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
| Bezeichnung |
Feuchte/Wassergehalt |
Quelle |
| Relative Luftfeuchte |
75...80% |
[1] |
| Wassergehalt |
19...24% |
[1] |
| 16% |
[10] |
| Oberste
Gleichgewichtsfeuchte |
75% |
[1] |
Die Schachteln sind vor jeglicher Feuchtigkeit (See-,
Regen- und Kondenswasser) und zu hohen Luftfeuchten zu schützen. Typische Schadenbilder einer Ladung durch
Feuchtigkeit sind:
 |
losgelöste, gespakte und unansehnlich gewordene Etiketts |
 |
Schimmel auf und in den Schachteln |
 |
zusammengedrückte Schachteln infolge Durchfeuchtung,
Leckagen, Totalverluste |
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RF
Lüftung
Butter erfordert eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und
Lüftungs-Kondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
Empfohlene Lüftungs-Kondition: Umluft 15...20fach/h ohne
Frischluftzufuhr, um eine gleichmäßige Kühlung der Waren im Laderaum zu
erreichen.
Frischluftzufuhr sollte unterbleiben, um eine mögliche
Temperaturerhöhung und das Eindringen von Mikroorganismen in die Laderäume zu vermeiden.
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RF
Biotische Aktivität
Butter besitzt eine biotische
Aktivität 3. Ordnung.
Sie gehört zu den Waren mit unterbrochenen
Respirationsprozessen, bei denen jedoch weiterhin biochemische, mikrobielle u. a.
Zersetzungsprozesse ablaufen.
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RF
Gase
Kein Risiko!
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Kein Risiko!
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RF
Geruch
| Aktivverhalten |
Butter hat einen ganz leicht angenehmen
Geruch. Wird die Butter zu warm oder mit unmittelbarem Kontakt zum Luftsauerstoff
gelagert, wird sie ranzig und riecht unangenehm. |
| Passivverhalten |
Butter ist sehr stark empfindlich gegenüber
Fremdgeruch. Daher darf sie nicht mit Fisch, Käse und Zitrusfrüchten zusammengelagert
werden. Nach Möglichkeit soll Butter auch nicht mit Fleisch und anderen Früchten
zusammengestaut werden. Frisch gesägtes Holz darf bei Verpackung in Kisten nicht
verwendet werden. |
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Butter ist durch ihre fettige Konsistenz
verunreinigend. |
| Passivverhalten |
Butter ist gegenüber Staub, Schmutz und
anderen Fetten/Ölen empfindlich. |
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RF Mechanische Einflüsse
Butter ist gegenüber Druck- und Stoßbeanspruchungen
empfindlich. Unsachgemäßes Handling bzw. Stauen kann zu Beschädigungen führen.
Tiefgefrorene Butter ist im Vergleich zu gekühlter relativ unempfindlich.
Die Packstücke müssen im Laderaum bzw. Container
entsprechend gesichert werden, damit sie während des Transportes ihre Lage nicht
verändern können. Beim Containertransport ist es zudem wichtig, dass die Ware an den
Türen so gesichert wird, dass sie beim Öffnen dieser nicht aus dem Container
herausfallen.
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
Kein Risiko!
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RF Schwund
Mengenverluste können aufgrund von Bruch oder
Diebstahl entstehen.
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RF Schädlingsbefall / Krankheiten
Kein Risiko!
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Quellenverzeichnis | Kontakt - Anbieter | Rechtliche Hinweise | TIS-History |
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