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Kammzug [English version]

Inhaltsverzeichnis

Allgemein:
Informationen zur Ware
Verpackung
Transport
  Containerfähigkeit
  Ladungssicherung


Risikofaktoren und Schadenverhütung:
Temperatur Geruch
Feuchte Verunreinigung
Lüftung Mechanische Einflüsse
Biotische Aktivität Toxizität /  Gesundheitsgefährdung
Gase Schwund / Abhandenkommen
Selbsterhitzung / -entzündung Schädlingsbefall / Krankheiten
    Zusätzliche Hinweise




Informationen zur Ware

Warenname

Deutsch Kammzug, Kammwolle, Wolle gewaschen
Englisch Wool-Tops
Französisch Laine Peigné
Spanisch Lana Peinada
KN/HS-Nummer * 51 ff.


(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes System der EU)



Warenbeschreibung

Wolle (Schafwolle) stellt den wertvollsten Spinnstoff dar. Sie gehört zu den Eiweißfaserstoffen. Die Hauptforderung bei der Wertbestimmung des Vlieses ist der Reinwollgehalt. Nach der Reinheit durch die Wollwäsche wird unterschieden:

greasy wool, unscored wool (Schweißwolle, ungewaschene Wolle)
scoured wool (vorgewaschene Wolle)
snow white wool (reingewaschene Wolle)


Kammzug (Kammwolle) ist die gewaschene und gekämmte langfaserige Rohwolle, die als Ausgangsmaterial für die Kammgarnspinnereien dient. Kammzug ist eine flachbogige Wolle von durchschnittlich 6 cm Länge, die bevorzugt  zu Kammgarn verarbeitet wird (im Gegensatz zur hochbogigen Streichwolle, die zu Streichgarn verarbeitet wird). Sie wird nach Typenmustern geliefert, die sich auf die Feinheit, Länge und Stärke des Kammzugs beziehen.

Die Wollfaser ist ein Zellengebilde aus Horn, das mit Schuppen bedeckt ist. Ein schematischer Querschnitt durch die Wollfaser zeigt folgenden Aufbau:

Die aus verhornten Eiweißzellen bestehende Schuppenschicht schützt das Innere der Faser und ist für das Filzvermögen und damit für das gute Warmhaltevermögen mitverantwortlich. Die feine, elastische Zwischenmembran (Basolhaut) lässt sowohl Farbstoffe als auch Feuchte ins Innere der Wollfaser drängen. Die Spindelzellschicht (Kortex) bildet den Faserkörper. Sie beeinflusst wichtige Eigenschaften, wie Festigkeit, Dehnung, Elastizität und Kräuselung. Der Markstrang (Medulla) ist für die Ernährung der Wollfaser verantwortlich und spielt für die Festigkeit der Wollfaser keine Rolle.

Die Wollsorten werden unterschieden nach:

Rassen und Wollqualitäten
Gewinnung
Körperteilen und Feinheit
Reinheit
Haarart
Geschlecht und Alter
Herkunft
Produktionszweck


Nach der Rasse werden drei Gruppen unterschieden:

Rassengruppe Ausbildung der Wolle Beschaffenheit der Wolle Produktionseignung
1. Höhenschafe Die Schafe leben auf den Hochebenen, wo sich das Haarkleid als Kälteschutz entwickelt. Sehr feine, stark gekräuselte, weiche, kurze Wollen Für die Streichgarnproduktion geeignet
2. Niederungsschafe Die Schafe leben in den Niederungen, wo sich das Haarkleid als Regenschutz entwickelt. Kräftige, wenig gekräuselte, glänzende, lange Wollen Für die Kammgarnproduktion geeignet
3. Kreuzzuchtschafe (Crossbredschafe) Kreuzungen von Höhenschafen (Muttertiere) und Niederungsschafen (Widder) Mittelfeine, normal gekräuselte, mittellange Wollen Für Streich- und Kammgarnproduktion geeignet


Qualität / Lagerdauer

Durch Schur als Vlies gewonnene durch bestimmte Eigenschaften (z.B. Feinheit, Kräuselung, Dehnbarkeit, Länge, Filzfähigkeit) ausgezeichnete, verspinnbare Tierhaare; man unterscheidet Schurwolle (beste Qualität), Haut- oder Schlacht-Wolle (von Fellen geschlachteter, gesunder Tiere, etwas minderwertiger) und Sterblingswolle (schlechteste Qualität).

Grobe Wollen haben einen stark ausgebildeten Markstrang. Gefragt sind Wollen ohne Markstrang. Wollen mittlerer Feinheit haben nur noch Reste des Markstrangs in Form von Markinseln; feinste Wollfasern sind völlig markfrei.


Verwendungszweck

Kammzug wird größtenteils zu Kammgarn verarbeitet.


Abbildungen

(Durch Anklicken der einzelnen Abbildungen werden diese vergrößert dargestellt.)

Abbildung 1

Abbildung 1
Abbildung 2

Abbildung 2
Abbildung 3

Abbildung 3



Herkunftsländer

Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.

Europa  
Afrika Südafrika
Asien Pakistan, Libanon
Amerika Argentinien, Brasilien, Uruguay, Chile
Australien Australien, Neuseeland


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Verpackung

Kammzug wird in Ballen (ca. 200 kg bis 450 kg) mit Emballage aus Jute und/oder Kunststoffgewebe, Kunststofffolie oder Packpapier und mit Bandeisen oder Drähten zusammengehalten.

Markierung von Verpackungen
Mark07.gif (2224 Byte)

Vor Nässe schützen
Mark02.gif (2816 Byte)

Keine Handhaken verwenden
Mark04.gif (3269 Byte)

Vor Hitze (Sonneneinstrahlung)
schützen


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Transport

Symbole

Symbol Stückgut

Stückgut
Symbol Klasse 4.2

Selbstentzündlich,

Fasern, tierischen
Ursprungs: Klasse 4.2
IMDG-Code und GGVS



Verkehrsmittel

Schiff, Lkw, Bahn, Flugzeug


Containerfähigkeit

Nach [11] sind geschlossene Standard-Container sowohl für Rohwolle als auch für gereinigte Wolle geeignet. Der Wassergehalt von Ware, Verpackung und Wegerung muss eingehalten werden.


Umschlag

Bei feuchtem Wetter (Regen, Schnee) muss die Ladung vor Feuchtigkeit geschützt werden, da Wolle stark hygroskopisch ist und gerne Feuchtigkeit aufnimmt.

Es sollten keine Handhaken verwendet werden, da es zur Funkenbildung kommen kann, wenn der Haken auf die metallene Umreifung trifft.


Staumaß

3,54...6,79 m³/t (Ballen, ungepresst) [1]
3,20...4,20 m³/t  (Ballen, Jutegewebe, Bandeisen, ungepresst) [1]
1,42...3,11 m³/t (Ballen, gepresst) [1]


Stauplatzanforderungen

Trockene, saubere, von Futtermittelresten befreite Laderäume, frei von öligen Stellen; Rohrleitungen müssen dicht sein.


Separation

Fasertauwerk, dünne Netze aus Fasern (bevorzugt). Kreidestriche, die über die Ballen gezogen werden, haben sich auch bewährt. Gewaschene Wolle nicht neben Schmutzwolle, Sterblingswolle und anderen fetthaltigen Wollqualitäten stauen.

Ballen für verschiedene Häfen streng getrennt stauen, da Zeichen, Nummern und Hafenmarken der Wollballen leicht verwechselbar sind.


Ladungssicherung

Die Ladung ist so zu stauen, dass die Ballen bzw. die Umreifungen nicht beschädigt werden. Unbeschädigte Umreifungen sind die Voraussetzung, um die Pressung der Ballen während des Transportes beizubehalten. Ist sie zerstört, lockert sich die Pressung, was gleichzeitig eine erhöhte Sauerstoffzufuhr ins Innere der Ballen zur Folge hat. Dies fördert wiederum die Gefahr der Entzündung oder unterstützt ein bereits entstandenes Feuer.


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Risikofaktoren und Schadenverhütung

RF Temperatur

Kammzug erfordert eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).

Günstiger Reisetemperaturbereich: 5...25°C [1]

In jedem Laderaum sollte die Möglichkeit für Temperaturmessungen geschaffen werden. Es sind tägliche Messungen durchzuführen und zu protokollieren.


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RF Feuchte

Kammzug erfordert eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).

Bezeichnung Feuchte/Wassergehalt Quelle
Relative Luftfeuchte 65% [1]
Wassergehalt 17...18,2% [1]
18...25% [9]
Oberste Gleichgewichtsfeuchte 65% [1]


Hygroskopizität ist bei Wolle besonders stark ausgeprägt. Der Wassergehalt unterliegt in Abhängigkeit von der relativen Luftfeuchte starken Schwankungen; in den gemäßigten Breiten zwischen 12...20%. Wolle kann bis zu 40% Wasserdampf aus der Luft aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Sie hat damit die höchste Wasserdampfabsorptionsfähigkeit aller Textilfaserstoffe. Daher sind bei der Ladungsübernahme Feuchtemessungen zu empfehlen.

Durch Feuchtigkeit beschädigte Ballen sind zurückzuweisen, da Nässeeinwirkungen (See- Regen-, Kondenswasser) Verfärbungen, Brüchigwerden, Schimmel, Stockflecke, Muffigwerden, Selbsterhitzung, Korrosion unter den Metallbändern verursachen. Besonders unter dem Einfluss von Seewasser stockt die Wolle, wird gelb und lässt sich schlecht färben (hohe Wertminderung). Wolle darf nicht mit hygroskopischen Waren in einem Laderaum/Container zusammengestaut werden (z.B. frisches Holz, feuchte Erze).

Ladungsbrände dürfen nicht mit Wasser gelöscht werden, da es durch das enorme Quellvermögen der Wolle zu großen Schäden kommen kann. Die Wolle kann durch Wasseraufnahme ihr Volumen um bis zu 30% vergrößern. Es sollte mit CO2 gelöscht werden.

Zu hohe Innenfeuchte ist äußerlich an der Emballage nicht feststellbar. Zeigen sich Schäden durch Feuchte im Balleninnern (starker muffiger Geruch) ohne Nässezeichen an der Emballage, kann der Wassergehalt zum Zeitpunkt der Verballung zu hoch gewesen sein.

Abbildung 4

Abbildung 4



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RF Lüftung

Kammzug erfordert eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).

Bei Lüftungsmaßnahmen ist darauf zu achten, dass Wollballen rasch Wasserdampf aufnehmen.

Luftwechsel 6fach/h (Durchlüftung)

Betreten des Laderaums ist erst nach ausreichender Ventilation und Messung des CO2- bzw. O2-Gehalts der Laderaumluft erlaubt (Gasspürgerät).


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RF Biotische Aktivität

Kammzug besitzt eine biotische Aktivität 3. Ordnung.

Kammzug ist ein Produkt mit unterbrochenen Respirationsprozessen, bei der jedoch weiterhin biochemische, mikrobielle u.a. Zersetzungsprozesse ablaufen.


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RF Gase

Der Anstieg des CO2- und CO-Gehalts sind Indikatoren für einen Ladungsbrand. Der MAK-Wert für die CO2-Konzentration der Laderaumluft liegt bei 0,49 Vol.-%. Der normale O2-Gehalt der Luft beträgt 20,95 Vol.-%.


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RF Selbsterhitzung / -entzündung

Ölgehalt: 2...5% (Wollfett)

Kammzug gehört zu den tierischen Faserstoffen. Tierische Faserstoffe (angebrannt, nass oder feucht) werden nach IMDG-Code und GGVS in die Klasse 4.2 (Selbstentzündliche Stoffe) eingruppiert.

Kammzug kann durch Funken, Zigarettenreste und dergleichen leicht brennen. Wolle neigt aufgrund ihres hohen Keratingehalts (Horn) zur Selbsterhitzung; durch Feuchtigkeit, Fette/Öle kann es zur Selbstentzündung kommen. Die Ware nicht mit Nahrungs-, Genuss-, und Futtermitteln sowie nicht mit tierischen oder pflanzlichen Fetten/Ölen zusammenstauen. Öldurchtränkte Wolle unterliegt schnell der Selbsterhitzung/Selbstentzündung, wobei der Brand wochenlang bestehen kann, ohne entdeckt zu werden. Kammzug nicht über Fässer mit Fettschweiß stauen, da auch hier die Gefahr der Selbstentzündung droht. Absolutes Rauchverbot ist einzuhalten.

Der Laderaum muss mit CO2-Löschanlagen versehen sein, da Wasser zum Löschen eines Brandes ungeeignet ist, es entstehen große Schäden an der Ware und Wolle quillt um 30%.

Feuer am Kammzug -meist mit den Begleiterscheinungen von Löschwasser und Verschmutzungen durch Fremdkörper- gibt erhebliche Schäden. Ob eine Bearbeitung des Kammzuges noch zu angemessenen Restwerten führt, muss jeweils unter Berücksichtigung der Kosten und des Zustandes des beschädigten Kammzuges entschieden werden.


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RF Geruch

Aktivverhalten Kammzug hat einen leicht unangenehmen Geruch.

Bei Erhitzung schmilzt Kammzug und sondert einen unangenehmen Geruch nach verbranntem Horn ab. Bei zu hoher Feuchtigkeit im Balleninneren entsteht muffiger, ammoniakähnlicher Geruch.
Passivverhalten Kammzug ist empfindlich gegenüber unangenehmem und stechendem Geruch.



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RF Verunreinigung

Aktivverhalten Kammzug ist nicht verunreinigend.
Passivverhalten Verschmutzungen an Kammzug entstehen durch Aufreißen, Aufscheuern der bis zu 450 kg schweren Ballen. Jegliche Beschädigung des Kammzuges ergibt relativ hohe Minderwerte bzw. wenn notwendig, Kosten für eine Nachkämmung

Reingewaschene Wolle enthält nach der Fabrikwäsche nur noch 2...5% Verunreinigungen. Verunreinigungen der Ballen treten vor allem durch Emballagerisse auf. Stark verschmutzter Kammzug muss nachgekämmt werden (zusätzliche Kosten und hohe Wertminderung). Mit Öl beschmutzte Ballen sind zurückzuweisen, da die Gefahr der Selbsterhitzung besteht. Mit Rost verunreinigte Ware behindert den Spinnprozess. Kammzug darf nicht mit ungewaschener Wolle zusammengestaut werden, da diese durch Druck und Wärme Wollfett absondert, eine braune, zähe Flüssigkeit, wodurch die gewaschene Wolle verschmutzt werden kann.



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RF Mechanische Einflüsse

Kammzug ist gegenüber mechanischen Beschädigungen durch Handhaken und Gabelstapler besonders anfällig. Aufreißen, Aufscheuern sowie Reißen der Bandeisen sind mit Emballagerissen und Mengenverlusten sowie Verschmutzungen verbunden.


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RF Toxizität / Gesundheitsgefährdung

Ein Desinfektionsattest ist erforderlich. Personen, die Kammzug mit bloßen Händen anfassen, können durch den Karbunkelbazillus (Bazillus anthracis) infiziert werden und an Milzbrand (Anthrax) erkranken.

Bei der Arbeit mit tierischen Stoffen sollte nicht gegessen bzw. Tabak gekaut oder geschnupft werden. Vor der Esseneinnahme die Hände waschen und desinfizieren. Kammzug nur mit Handschuhen anfassen.


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RF Schwund / Abhandenkommen

Mengenverluste entstehen durch Aufplatzen von Ballen -meist an Köpfen- bei Umschlagtätigkeiten. Als Folge dieser Schäden werden häufig zusätzlich Verschmutzungen am Kammzug festgestellt. Für Verschmutzung bzw. Mengenverlust ist oft die handelsübliche, aber viel zu unförmige Verpackung mit Gewichten von bis zu 450 kg (z. B. Uruguay, Argentinien) verantwortlich. Die Ballen sind äußerlich nicht von Wollballen des gleichen Herkunftslandes zu unterscheiden und geben selten einen Hinweis auf die Empfindlichkeit des Inhaltes. Schäden dieser Ursachen können nur erheblich gemindert werden, wenn die Gewichte dieser Ballen auf ca. 250 kg reduziert werden. Alternative Empfehlung: doppelte Juteverpackung.

Mengenverluste entstehen auch durch Zählfehler, daher auf sorgfältige Tallierung achten.


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RF Schädlingsbefall / Krankheiten

Insektenbefall kann schon vor der Verschiffung, aber auch durch Beiladung erfolgen. Der Kammzug muss dann begast werden. Besonders keratinzerstörende Insekten, wie Motten (Kleidermotte, Pelzmotte, Tapetenmotte) und Käfer (Teppichkäfer, Pelzkäfer), aber auch Silberfischchen und Termiten können schon bei der Lagerung die Ballen befallen.

Meltau durch Schimmelpilze und Stockflecke durch Spaltpilze/Bakterien bei feuchten Ballen ist möglich.

Gegebenenfalls ist ein Begasungszertifikat sowie Ursprungszeugnis den Versandpapieren beizufügen.


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Zusätzliche Hinweise

Weitere Wollarten:

Angorawolle (engl. mohair wool, angora wool, angora hair):

Angorawolle ist die Wolle (Haar) der Angoraziege oder vom Angorakaninchen, auch Mohair genannt. Sie ist ein wertvoller Rohstoff für die Textilindustrie.

Herkunftsländer: Türkei, Russland, Südafrika, USA, China u.a.

Staumaße:

Ballen, gepresst 3,39 m3/t [1]
Ballen 4,53...7,22 m3/t [1]


Geruch: Häufig unangenehmen Geruch absondernd, daher nicht mit Feinerzeugnissen zusammenstauen.


Lumpenwolle (engl. reused wool, rage):

Lumpenwolle sind Fasern, die man durch das Drousierkrempeln alter und neuer Wolllumpen gewinnt.

Staumaß sehr variabel:

Ballen 3,54...4,39 m3/t [1]
Ballen, gepresst ca. 2,12 m3/t [1]


Durch Feuchtigkeit unterliegt sie der Selbsterhitzung; Selbstentzündung durch tierische und pflanzliche Fette/Öle.

Lumpenwolle muss gereinigt und desinfiziert sein. Ein Desinfektionsattest ist erforderlich.

Der maximale Wassergehalt liegt bei 12%.


Pelzwolle (engl. felt hair, pelt wool):

Pelzwolle ist der Rohstoff für die Filzherstellung vom Haar der Felle verschiedener Säugetiere (z.B. Hasen, Kaninchen, Fischotter, Dachs, Ziege).

Staumaße:

Ballen 6,94 m3/t [1]
Kisten 5,95 m3/t [1]


Geruch: Häufig stark geruchsinfizierend.

Pelzwolle unterliegt dem Verderb durch Feuchtigkeit, Öle, aber auch durch Insekten, daher fern von Feinerzeugnissen stauen.


Wollabfälle (engl. wool waste):

Wollabfälle sind  Abfälle, die in Spinnereien, Webereien und Appreturen entstehen. Es werden Kammzug- und Krempelabfälle unterschieden.

Ähnlich wie Rohwolle (Schweißwolle) und gewaschene Wolle erwärmen sich auch Wollabfälle sehr stark von alleine. Wenn sie mit Fett/Öl getränkt sind, kann es zur Selbstentzündung kommen. Da diese Abfälle in den Industriebetrieben sehr häufig mit Ölen verschmutzt sind, sollten sie, bevor sie zu Ballen verpackt werden, wiederholt gereinigt sein. Daher wird vom Versender meist ein Garantieschreiben angefordert, dass die Wollabfälle gereinigt wurden und dass der eventuelle Ölgehalt < 5% beträgt.

Staumaße:

Ballen ca. 4,53 m3/t [1]


Geruch: Wollabfälle sondern häufig unangenehmen Geruch ab.


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