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Paranüsse [English version]

Inhaltsverzeichnis

Allgemein:
Informationen zur Ware
Verpackung
Transport
  Containerfähigkeit
  Ladungssicherung


Risikofaktoren und Schadenverhütung:
Temperatur Geruch
Feuchte Verunreinigung
Lüftung Mechanische Einflüsse
Biotische Aktivität Toxizität /  Gesundheitsgefährdung
Gase Schwund / Abhandenkommen
Selbsterhitzung / -entzündung Schädlingsbefall / Krankheiten




Informationen zur Ware

Warenname

Deutsch Paranüsse, Brasilnüsse
Englisch Brazil nuts
Französisch Noix de Brasil
Spanisch Nuezes del Brasil
Wissenschaftlich Bertholletia excelsa
KN/HS-Nummer * 0801 20 ff.


(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes System der EU)



Warenbeschreibung

Paranüsse sind die großen, länglichen, dreikantigen, ölhaltigen Samen des südamerikanischen Brasilnuss- bzw. Paranussbaumes (Familie der Topffruchtbaumgewächse, Lecythidaceae). Wegen der Hauptverbreitung am Amazonas entlang werden sie auch Amazonasmandeln genannt.

Paranüsse gehören zum Schalenobst (Nussarten). Aufgrund ihrer ähnlichen transporttechnologischen Eigenschaften, besonders hinsichtlich ihres hohen Ölgehalts, stellen sie die gleichen Anforderungen an die Ladungspflege bei Lagerung und Transport wie die Ölsaaten/-früchte.

Bei der Steinfrucht des 20...60 m hohen, den übrigen Urwaldbewuchs überragenden Paranussbaumes handelt es sich um eine Kapselfrucht, die 30 cm im Durchmesser aufweist, die 10...40 dreikantige, braune Nüsse enthält, die 3...5 cm lang sind. Sie sind um eine Mittelsäule fächerartig angeordnet - ähnlich den Segmenten einer Zitrusfrucht um den Markstrahl. Die Schale der Nüsse ist äußerst hart, runzelig und holzig. In ihrem Inneren birgt sie den weißen Samenkern, der von einer braunen Samenhaut umgeben wird, die Antioxidantien enthält, die den ölreichen Samen vor dem Luftsauerstoff schützen und dadurch das Ranzigwerden vermeiden (oxidative Ranzidität).

Die Fruchtkapseln werden, nachdem sie zu Boden gefallen sind, von Sammlern aufgelesen, aufgeschlagen, gewaschen und danach zu Sammelzentren gebracht, von wo aus sie zu den Schälereien bzw. Händlern gelangen.

Ölgehalt:

50...68% [1]
bis zu 70% [3]


Qualität / Lagerdauer

Der Samenkern der Paranuss soll weiß, von fester Beschaffenheit und süß-öligem Geschmack sein. Abweichungen in Form von verfärbten oder genussuntauglichen Kernen gelten als "schlechte" Nüsse. Im internationalen Handel werden nach der Anzahl schlechter Nüsse bis zu 10% toleriert.

Gehandelt werden Paranüsse mit Schale, geschält, als Schnitzel (chipped) oder Bruch (broken).

Für den Surveyor ist es sehr wichtig, das Erntejahr in Erfahrung zu bringen: man muss damit rechnen, dass Nüsse aus der Vorjahresernte untergemischt werden. Bei der Frage, ob ein Schaden beim Transport entstanden ist oder nicht, darf man diese Möglichkeit nicht außer acht lassen. Nüsse aus der Vorjahresernte neigen zu Käferbefall und Ranzigwerden. Die Kapseln werden in Brasilien von Januar bis Mai gesammelt.


Verwendungszweck

Paranüsse haben einen sehr hohen Nährwert. Sie werden hauptsächlich zum Rohverzehr und als Bestandteil von nuss- und Knabbermischungen verwendet (Studentenfutter). Industriell werden Paranüsse zu Mehl und Speiseöl verarbeitet.


Abbildungen

(Durch Anklicken der einzelnen Abbildungen werden diese vergrößert dargestellt.)

Foto Paranüsse

Abbildung 1
Foto Paranuss

Abbildung 2
Foto Paranüsse

Abbildung 3



Herkunftsländer

Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.

Europa  
Afrika  
Asien  
Amerika Brasilien, Peru, Bolivien, Venezuela, Kolumbien, Guayana
Australien  


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Verpackung

Ungeschälte Nüsse werden unter anderem in Polysäcken (5...20 kg) verpackt; Kerne in Schachteln (10 kg, gewöhnlich in Vakuumfolienverpackung) und Flachsäcken aus Jutegewebe (75 kg).

Weiterhin werden Paranüsse auch in luftdicht verschlossenen Weißblechkanistern mit egalisierter Masse versandt, die Schimmel, Ranzigwerden und Totalverlust verhindern.


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Transport

Symbole

Symbol Stückgut

Stückgut
Symbol Temperaturgeführt

Temperaturgeführt



Verkehrsmittel

Schiff, Lkw, Bahn


Containerfähigkeit

Ventilierte Container (Ventilated bzw. Kaffeecontainer), wenn die Untergrenzen des Wassergehalts von Ware, Verpackung und Wegerung sowie des Ölgehalts der Ware eingehalten werden und wenn Schutz vor Sonneneinstrahlung gewährleistet ist (Gefahr der Selbsterhitzung).


Umschlag

Bei feuchtem Wetter (Regen, Schnee) muss die Ladung vor Feuchtigkeit geschützt werden, da dies zu Schimmel, Verderb und Selbsterwärmung infolge erhöhter Atmungsaktivität führen kann.

Bei gesackter Ware sollten keine Handhaken verwendet werden, um Beschädigungen an den Säcken zu vermeiden und Mengenverlusten vorzubeugen.


Staumaß

1,80 m³/t (Flachsäcke aus Jutegewebe, 75 kg) [1]
1,20 m³/t (Schachteln, 10 kg) [1]
2,29...2,37 m³/t (bulk) [11]
2,51...2,65 m³/t (Säcke) [11]


Stauplatzanforderungen

Kühl, trocken, gute Lüftung. Nicht in der Nähe von Wärmequellen stauen.


Separation

Fasertauwerk, dünne Fasernetze. Wenn die Verschiffung in Bulk erfolgt, und zwar in kleinen Partien, dann sorgfältig durch Schotten voneinander getrennt halten.


Ladungssicherung

Um einen sicheren Transport zu gewährleisten, sind die Säcke/Schachteln so im Transportmittel zu stauen und zu sichern, dass sie während des Transports nicht verrutschen und ihre Lage verändern. Es muss außerdem auf evtl. erforderliche Staumuster geachtet werden, die durch spezielle Anforderungen, z.B. an die Lüftungsmaßnahmen, notwendig sind.

Bei Verladung als Stückgut sollte mit Garnier vor Beschädigungen geschützt werden:

Bodengarnier: Kreuzgarnier und Packpapier
Seitengarnier: Abkleiden mit Stauholz und Matten oder Jutekleidern: Schutz vor Metallteilen des Schiffes, da Metallspuren das Ranzigwerden der Ware durch Autoxidation fördern.
Toppgarnier: Wichtig bei Reisen in kalte Zonen (Winter), da Schweißwasser auf die Ladung tropfen kann.



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Risikofaktoren und Schadenverhütung

RF Temperatur

Paranüsse erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und Lüftungs-Kondition (LK VII) Lagerklima-Kondition).

Reisetemperatur: 5...25°C [1]

Genaue Angaben über die einzuhaltende Reisetemperatur sollten in jedem Fall vom Versender eingeholt werden.

Temperaturen > 30°C dürfen nicht längere Zeit andauern, da sonst die Atmung der Ware gefördert wird und es zur Selbsterhitzung kommt.

Paranüsse sollten nicht in der Nähe von Wärmequellen (Maschinenraumschott, beheizte Tanks) gestaut werden. Es sind tägliche Temperaturmessungen erforderlich, deren Ergebnisse protokolliert werden sollten.


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RF Feuchte

Paranüsse erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und Lüftungs-Kondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).

Bezeichnung Feuchte/Wassergehalt Quelle
Relative Luftfeuchte 70% [1]
Wassergehalt 3...8% [1]
5% [14]
Oberste Gleichgewichtsfeuchte 65% [1], [14]


Genaue Angaben über die einzuhaltende relative Luftfeuchte während der Reise sollten vom Versender eingeholt werden.

Feuchte und erhitzte Paranüsse sind zurückzuweisen. Feuchteschäden entstehen durch unsachgemäße Lagerung, durch Regen beim Umschlag, Kondenswasser (Container-/Schiffsschweiß) und durch Wasserdampfabgabe der Nüsse bei schlechter Lüftung. Nässende Flüssigkeiten sind zu vermeiden!

Zu feuchte Paranüsse zeigen Schimmel auf der Schale, der nach längerer Zeit die Kerne zerstört. Im Anfangsstadium können diese Schäden bei einer Verschiffung als Bulkladung durch Umschaufeln behoben werden; später können sie zum Totalverlust führen.

Durch Schiffsschweiß hervorgerufene Schäden sind von Feuchteschäden, die vor dem Transport eingetreten sind, nur eindeutig durch eine Besichtigung der Ware an Bord zu unterscheiden.


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RF Lüftung

Paranüsse erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und Lüftungs-Kondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).

Empfohlene Lüftungs-Kondition: Luftwechsel mind. 10fach/h (Durchlüftung )


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RF Biotische Aktivität

Paranüsse besitzen eine biotische Aktivität 2. Ordnung.

Sie gehören zu den lebenden Organen, bei denen die Respirationsprozesse überwiegen, weil durch Trennung von der Mutterpflanze die Zufuhr neuer Nährstoffe fehlt.

Die Ladungspflege während der Reise muss darauf ausgerichtet sein, die Zersetzungsprozesse möglichst gering zu halten, um die Qualitätseinbußen durch die Abgabe von CO2, Wärme und Wasserdampf in Grenzen zu halten.


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RF Gase

Paranüsse (besonders frische Ware), produzieren infolge der nach der Ernte fortlaufenden Atmungsprozesse Reifegase (besonders CO2). 

Sollte nicht ausreichend gelüftet worden sein (Frost) oder ist die Lüftung aufgrund eines Defektes ausgefallen, sind lebensgefährliche CO2-Konzentrationen bzw. O2-Mangel möglich. Daher vor Betreten des Laderaumes diesen lüften und eine Gasmessung durchführen. Der MAK-Wert der CO2-Konzentration liegt bei 0,49 Vol.-%.


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RF Selbsterhitzung / -entzündung

Ölgehalt:

50...68% [1]
bis zu 70% [3]


Aufgrund ihres hohen Ölgehaltes neigen Paranüsse leicht zum Ranzigwerden.

Wegen ihrer Neigung zur Selbsterhitzung können sich Paranüsse wie ein Gut der Klasse 4.2 des IMDG-Codes verhalten. Siehe auch IMO Code of Safe Practice for Solid Bulk Cargoes.

Selbsterhitzung tritt meist bei äußerer Wärmeeinwirkung, zu hoher Stauung und Feuchtigkeit auf.

Paranüsse sollten nicht mit Fasern/Faserstoffen zusammen gestaut werden, da ölgetränkte Fasern die Selbsterhitzung/Selbstentzündung der Ware begünstigen können.

Besonders Nüsse aus der Vorjahresernte neigen zum Ranzigwerden.

Der Fettabbau von Paranüssen führt zur Gefahr der Selbsterhitzung und in letzter Konsequenz zum Ladungsbrand.

Der Fettabbau kann wie folgt ablaufen:

über die hydrolytisch-enzymatische Fettspaltung oder
über die oxidative Fettspaltung


Hydrolytisch-enzymatische Fettspaltung:

Wird der kritische Wassergehalt der Paranüsse überschritten, fördert dies die hydrolytisch-enzymatische Fettspaltung. Durch den erhöhten Wassergehalt werden die fettspaltenden Enzyme aktiviert. Die zusätzliche Einwirkung von Licht und Wärme kann diesen Vorgang beschleunigen. Die freien Fettsäuren haben teilweise einen unangenehmen Geruch und Geschmack. Bei längerer Lagerung oder unsachgemäßer Ladungspflege führen diese zum Ranzigwerden der Ware.

Die gebildeten freien Fettsäuren werden von den Paranüssen zu Kohlendioxid und Wasser veratmet, womit eine starke Wärmeentwicklung verbunden ist.

Die Selbsterhitzung von Paranüssen verläuft äußerst stürmisch, weil die Veratmung der Fettsäuren mit wesentlich höheren Wärmeentwicklungen verbunden ist, als dies bei der Atmungsgleichung für Kohlenhydrate der Fall ist. Auch hier verläuft der Verderbprozess ähnlich wie beim Getreide in einer Art Kettenreaktion, weil durch die veratmeten Fettsäuren Wärme und Wasser gebildet werden, die wiederum zur Steigerung des Prozesses beitragen.

Für die Selbsterhitzung von Paranüssen genügt schon ein kleiner Feuchteherd, so dass bereits innerhalb weniger Stunden an feuchten Stellen eine Erhitzung eintreten kann, für die bei verschiffungstrockener Ware Wochen und Monate erforderlich wären.

Frische Paranüsse mit einem hohen Wassergehalt neigen rasch zur Selbsterhitzung und können sich auch entzünden. Die Selbsterhitzung von Paranüssen führt nicht nur zur Gebrauchswertminderung dieser Ware (ranziger Geruch und Geschmack), sie beeinflusst auch die Ölausbeute in quantitativer und qualitativer Hinsicht. Zusätzlich werden auch die Farbe und Bleichbarkeit der Öle negativ beeinflusst. Das dabei gewonnene Öl bewirkt eine schwierigere Raffination der Rohöle im späteren Verarbeitungsgang, weil ein höherer Gehalt an freien Fettsäuren die Entfärbung wesentlich erschwert.

Die hydrolytisch-enzymatische Fettspaltung sowie die Atmung können durch niedrige Temperaturen eingeschränkt werden; dies ist während des Transportes jedoch nur in begrenztem Maße beeinflussbar. Man muss daher versuchen, die Lagerfestigkeit durch Einhaltung der Grenzwerte des Wassergehalts der Ware zu gewährleisten.


Oxidative Fettspaltung:

Luftsauerstoff ist ein häufiger Reaktionspartner von Lebensmittelbestandteilen bei Verderbsprozessen. Unter gleichzeitiger Mithilfe von Licht, Wärme und bestimmten Fettbegleitstoffen, eventuell auch Schwermetallspuren, erfolgt eine Anlagerung von Luftsauerstoff an ungesättigte Fettsäuren. Das Ranzigwerden als Folge der oxidativen Fettspaltung macht sich besonders bei geschälten Paranüssen bemerkbar, weil sie durch das Schälen in besonderem Maße dem Luftsauerstoff, aber auch den Eisenteilen des Schiffes oder den Containerwänden ausgesetzt sind, wenn keine sorgfältige Abdeckung vorgenommen wird. Paranüsse sind daher unbedingt dunkel zu lagern und vor Sauerstoff und Metallteilen zu schützen, da sonst Braunfärbung sowie ranziger Geruch und Geschmack als Folgeerscheinung auftreten.


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RF Geruch

Aktivverhalten Paranüsse besitzen einen ganz leicht angenehmen Geruch.
Passivverhalten Geruchsempfindlich gegenüber unangenehmen und/oder stechenden Gerüchen (ähnliches Verhalten wie Erdnüsse, Haselnüsse).



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RF Verunreinigung

Aktivverhalten Bedingt durch den hohen Ölgehalt der Ware, entstehen häufig dunkle Fettflecken auf den Säcken, die daher nicht mit verunreinigungsempfindlichen Waren, wie z.B. Ballengut, Teekisten, Marmor u.a.m., in Berührung kommen dürfen.

Auch dürfen Paranüsse in Säcken nicht mit Fasern oder Faserstoffen zusammengestaut werden, da ölgetränkte Fasern Selbsterhitzungsvorgänge beschleunigen.

Oft enthalten Paranüsse auch einen hohen Anteil an feinem Staub oder Sand.
Passivverhalten Paranüsse sind empfindlich gegenüber Staub, Schmutz, Fetten und Ölen. Die Laderäume bzw. Container müssen vor der Beladung entsprechend sauber und hygienisch einwandfrei sein.



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RF Mechanische Einflüsse

Paranüsse sind stoß- und druckempfindlich.

Paranüsse in Säcken werden bis zu 20 Sack übereinandergestaut. Der Stapeldruck führt aber besonders bei frischen, zerquetschten Nüssen zur Selbsterhitzung. Im Jutegewebe der Säcke angereicherte Öle fördern dieses Verhalten, was letztendlich zum Totalverlust der Ware führen kann.


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RF Toxizität / Gesundheitsgefährdung

Sollte nicht ausreichend gelüftet worden sein (Frost) oder ist die Lüftung aufgrund eines Defektes ausgefallen, sind lebensgefährliche CO2-Konzentrationen bzw. O2-Mangel möglich. Daher vor Betreten des Laderaumes diesen lüften und eine Gasmessung durchführen. Der MAK-Wert der CO2-Konzentration liegt bei 0,49 Vol.-%.

Vorsicht: Paranüsse können Aflatoxin enthalten. Paranüsse werden deshalb vor dem Export und in den Importländern auf Aflatoxine kontrolliert, da sich diese durch unsachgemäße Ernte und Lagerung besonders häufig bilden.

Durch die Schimmelpilze Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus wird das Gift Aflatoxin produziert, das durch einen Befall der o.g. Pilzarten in der Ware enthalten sein kann (vgl. Risikofaktoren Feuchte und Lüftung). Meist handelt es sich um einen Landschaden, d.h. das Gift ist bereits während der Ernte in der Paranuss enthalten. In der Regel wird Aflatoxin nur in einzelnen Nüssen vorgefunden. Sind für die menschliche Ernährung bestimmte Partien von diesem Gift betroffen, darf die Ware für den menschlichen Verzehr nicht mehr zugelassen werden. Von Aflatoxin befallene Nüsse unterscheiden sich nicht von den übrigen Nüssen einer Gesamtpartie. Das Gift kann mit Hilfe von UV-Licht nachgewiesen werden.


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RF Schwund / Abhandenkommen

Mengenverluste treten normalerweise nur durch Sackriss bei konventioneller Verladung auf.

Es besteht Diebstahlgefahr, da es sich um eine wertvolle Ladung handelt.


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RF Schädlingsbefall / Krankheiten

Milben, Schaben, Getreideplattkäfer, Reismehlkäfer, Mehlmotte, Dörrobstmotte sowie Ratten und Mäuse können Paranüsse befallen. Vor allem Nüsse aus der Vorjahresernte neigen zum Käferbefall.

Quarantänebestimmungen des Bestimmungslandes sind zu beachten, ggf. ist ein Pflanzengesundheitszeugnis (Phytosanitary-Certificate) sowie ein Begasungszertifikat den Versandpapieren beizufügen. Auskünfte geben die Pflanzenschutzdienste und -ämter der Bundesländer.


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