
Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Haselnüsse |
| Englisch |
Hazelnuts, Cobnuts |
| Französisch |
Noisettes
|
| Spanisch |
Avellanas |
| Wissenschaftlich |
Corylus avellana, Corylus maxima |
| KN/HS-Nummer * |
0802 21 ff. |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Die Haselnuss ist die einsamige Schließfrucht des bis zu 7 m hohen
Haselnussstrauches
(Familie der Haselnussgewächse, Corylaceae). Die Nuss reift ab Mitte August, sitzt in
einer becherartigen, zerschlitzten Hülle aus Kelchblättern und hat eine relativ dicke,
harte, verholzte Schale, die ca. 55% des Gewichts ausmacht. Der genießbare Kern im
Inneren ist von einer bräunlichen Samenhaut eingehüllt, hartfleischig und
wohlschmeckend.
Der Haselnusskern ist von einer braunen Samenhaut umgeben, die Antioxidantien enthält,
die den ölreichen Samen vor dem Luftsauerstoff schützen und dadurch das Ranzigwerden
vermeiden (oxidative Ranzidität).
Haselnüsse gehören zum Schalenobst (Nussarten). Aufgrund ihrer ähnlichen
transporttechnologischen Eigenschaften, besonders hinsichtlich ihres hohen Ölgehalts,
stellen sie die gleichen Anforderungen an die Ladungspflege bei Lagerung und Transport wie
die Ölsaaten/-früchte.
Zur Ernte werden unter den Sträuchern Tücher ausgelegt und dann die Zweige der
Sträucher geschüttelt und anschließend an einem luftigen Ort getrocknet.
Haselnüsse aus dem Inland werden meist mit Schale gehandelt, können aber nur einen
geringen Teil der Nachfrage decken. Aus diesem Grund werden ungeschälte und geschälte
Haselnüsse (Haselnusskerne) aus den unten aufgeführten Herkunftsländern importiert.
Ölgehalt:
 |
Haselnüsse (ungeschält) 50...62% [1] |
 |
Haselnusskerne 60...68% [1] |
Qualität / Lagerdauer
Der Form nach werden Zellernüsse (Pontische Nuss, Corylus avellana) mit rundlicher
Form und Lambertsnüsse (Corylus maxima) mit länglicher Form unterschieden.
Haselnüsse müssen rein, zart und frisch im Geschmack sein, einen großen Kern und
eine dünne Schale besitzen und dürfen nicht bitter, sauer oder ranzig schmecken.
Mischungen verschiedener Jahresernten sind unzulässig.
Bei Temperaturen von -3...0°C [5] (Kühllager) und einer rel. Luftfeuchte von 65...70%
[1] sind Haselnüsse ca. 12 Monate haltbar.
Haselnusskerne hingegen sind bei Temperaturen von 2...8°C und ca. 65% rel. Luftfeuchte
nur einige Wochen haltbar. Bei Zimmertemperatur besteht die Gefahr, dass die stark
fetthaltigen Kerne ranzig werden.
Für den Surveyor ist es sehr wichtig, das Erntejahr in Erfahrung zu bringen: man
muss damit rechnen, dass Nüsse aus der Vorjahresernte untergemischt werden. Bei der Frage, ob
ein Schaden beim Transport entstanden ist oder nicht, darf man diese Möglichkeit nicht
außer acht lassen. Nüsse aus der Vorjahresernte neigen zu Käferbefall und
Ranzigwerden.
Verwendungszweck
Der größte Teil der Produktion wird von der Süß- und Backwarenindustrie verarbeitet
(Lebkuchen, Makronen, Haselnuss-Mus, Haselnussöl => Nougat, etc.).
Neben dieser industriellen Verwertung werden Haselnüsse roh verzehrt, als
Knabberartikel (Studentenfutter) und zur Verwendung in Müslis, Salaten u.ä. in Form von
Kernen, geraspelt, gemahlen etc. angeboten.
Abbildungen
(Durch Anklicken der einzelnen Abbildungen werden diese vergrößert
dargestellt.)

Abbildung 1 |

Abbildung 2 |

Abbildung 3 |
Herkunftsländer
Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine
Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.
| Europa |
Türkei, Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Zypern, Rußland |
| Afrika |
|
| Asien |
|
| Amerika |
USA |
| Australien |
|
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Verpackung
Haselnüsse werden unter anderem in gewebten Polysäcken (5...25 kg), Flachsäcken aus
Jutegewebe (10...50 kg) und Schachteln (10 kg) verpackt.
Am besten ist eine Vakuumverpackung, um vor Luftsauerstoff zu schützen.
Durch Plastikeinlagen in der Verpackung wird die Gefahr
des Ranzigwerdens verringert.
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Transport
Symbole

Stückgut |

Temperaturgeführt |
Verkehrsmittel
Schiff, Lkw, Bahn
Containerfähigkeit
Ventilierte Container (Ventilated
bzw. Kaffeecontainer), wenn die Untergrenzen des Wassergehalts von Ware, Verpackung, und
Wegerung sowie des Ölgehalts vom Gut eingehalten werden und wenn Schutz vor
Sonneneinstrahlung gewährleistet ist (Gefahr der Selbsterhitzung).
Umschlag
Bei feuchtem Wetter (Regen, Schnee)
muss die Ladung vor Feuchtigkeit geschützt werden, da dies zu Schimmel, Verderb
und Selbsterwärmung infolge erhöhter Atmungsaktivität führen kann.
Bei gesackter Ware
sollten keine Handhaken verwendet werden, um Beschädigungen an den Säcken zu vermeiden
und Mengenverlusten vorzubeugen.
Staumaß
 |
2,00 m3/t (Flachsäcke aus Jutegewebe, 10...50 kg) [1] |
 |
1,98...2,12 m3/t (geschält
in Säcken) [14] |
 |
2,41 m3/t (ungeschält in Säcken) [14] |
Stauplatzanforderungen
kühl, trocken, gute Lüftung
Separation
Fasertauwerk, dünne Fasernetze
Ladungssicherung
Um einen sicheren Transport zu gewährleisten, sind die Säcke so im Transportmittel
zu stauen und zu sichern, dass sie während des Transports nicht verrutschen und ihre Lage
verändern. Es muss außerdem auf evtl. erforderliche Staumuster geachtet werden, die
durch spezielle Anforderungen, z.B. an die Lüftungsmaßnahmen, notwendig sind.
Bei Verladung
als Stückgut sollte mit Garnier vor
Beschädigungen geschützt werden:
 |
Bodengarnier: Kreuzgarnier und Packpapier |
 |
Seitengarnier: Abkleiden mit Stauholz und Matten oder
Jutekleidern: Schutz vor Metallteilen des Schiffes, da Metallspuren das Ranzigwerden der
Ware durch Autoxidation fördern. |
 |
Toppgarnier: Wichtig bei Reisen in kalte Zonen (Winter), da
Schweißwasser auf die Ladung tropfen kann. |
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Haselnüsse erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und
Lüftungs-Kondition (LK VII) (Lagerklima-Kondition).
Genaue Angaben über die einzuhaltende Reisetemperatur sollten aus diesem Grund vom
Versender eingeholt werden.
| Bezeichnung |
Temperaturbereich |
Quelle |
| Günstiger Reisetemperaturbereich |
2...4°C |
[1] |
| 2...8°C |
[3] |
| -3...0°C |
[5] |
| 2...4°C |
[14] |
Bei den angegebenen Reisetemperaturen handelt es sich um Idealtemperaturen für eine
möglichst lange Lagerfähigkeit. Realisierbar sind aber auch Reisetemperaturen von ca.
5...25°C (abhängig von der Länge der Reise), so dass die Ware nicht mehr unbedingt als
Kühlgut gefahren werden muss.
Temperaturen > 30°C sollten nicht längere Zeit andauern, da sonst die Atmung der
Ware gefördert wird und es zur Selbsterhitzung kommt.
Erhitzte Nüsse werden durch Ranzidität ungenießbar.
Lichteinfluss führt bei
geschälter Ware (Haselnusskerne) schneller zum Ranzigwerden als bei ungeschälter.
Geschälte Ware darf nicht in der Nähe von Wärmequellen gestaut werden. Das Stauen am
Maschinenraumschott oder auf beheizten Öltanks führt zur Austrocknung bzw. zum
"Rösten" der Haselnusskerne.
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RF
Feuchte
Haselnüsse erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und Lüftungs-Kondition (LK
VII) (Lagerklima-Kondition).
| Bezeichnung |
Feuchte/Wassergehalt |
Quelle |
| Relative Luftfeuchte |
60...70% |
[1] |
| Wassergehalt |
4,3...12% ungeschält |
[1] |
| 11...13% ungeschält |
[14] |
| 5...6% geschält |
[1] |
| 6% geschält |
[14] |
| Oberste
Gleichgewichtsfeuchte |
65% |
[1] |
Genaue Angaben über die einzuhaltende relative Luftfeuchte während der Reise sollten
vom Ablader eingeholt werden.
Wassergehalte von 4...12% kommen vor; 6% gilt als verschiffungstrocken. Bei
Wassergehalten > 12% können Haselnüsse ranzig werden. Feuchte- und Schimmelschäden können durch
Schiffs- und Containerschweiß entstehen.
Durchnässte Säcke sind zurückzuweisen. See-, Regen- und Kondenswasser fördern die
hydrolytisch-enzymatische Fettspaltung, die infolge erhöhter Atmung zur Selbsterhitzung
führen kann (vgl. RF Selbsterhitzung/-entzündung). Nässende Flüssigkeiten sind zu
vermeiden!
Haselnusskerne sollten einen Wassergehalt von max. 6% aufweisen, da bei zu hohem
Wassergehalt mit Selbsterhitzung, raschem Verderb durch anaerobische Atmung und mit
Schimmel zu rechnen ist.
Die Sorptionsisotherme für frische Haselnüsse zeigt einen geringen
Anstieg und damit eine relativ schwaches Sorptionsverhalten. Bei einem Wassergehalt von
5...6% stehen Haselnüsse jedoch mit 70...75% rel. Luftfeuchte im Gleichgewicht, d.h.
dass bei diesen geringen Wassergehalten bereits die Schimmelgrenze erreicht wird.

Abbildung 4 |
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RF
Lüftung
Haselnüsse erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und Lüftungs-Kondition (LK
VII) (Lagerklima-Kondition).
Empfohlene Lüftungs-Kondition: Luftwechsel mind. 10fach/h (Durchlüftung)
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RF
Biotische Aktivität
Haselnüsse besitzt eine biotische Aktivität 2.
Ordnung.
Sie gehören zu den lebenden Organen, bei denen die Respirationsprozesse überwiegen,
weil durch Trennung von der Mutterpflanze die Zufuhr neuer Nährstoffe fehlt.
Die Ladungspflege während der Reise muss darauf ausgerichtet sein, die
Zersetzungsprozesse möglichst gering zu halten, um die Qualitätseinbußen durch die
Abgabe von CO2, Wärme und Wasserdampf in Grenzen zu halten.
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RF
Gase
Haselnüsse (besonders frische Ware), produzieren infolge der nach der Ernte
fortlaufenden Atmungsprozesse Reifegase (besonders CO2).
Sollte nicht ausreichend gelüftet worden sein (Frost) oder
ist die Lüftung aufgrund eines Defektes ausgefallen, sind lebensgefährliche CO2-Konzentrationen
bzw. O2-Mangel möglich. Daher vor Betreten des Laderaumes diesen lüften und
eine Gasmessung durchführen. Der MAK-Wert der CO2-Konzentration liegt bei 0,49
Vol.-%.
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Ölgehalt:
 |
Haselnüsse (ungeschält) 50...62% [1] |
 |
Haselnusskerne 60...68% [1] |
Wegen ihrer Neigung zur Selbsterhitzung können
sich Haselnüsse wie ein Stoff der Klasse 4.2 des IMDG-Codes verhalten. Siehe
auch IMO Code of Safe Practice for Solid Bulk Cargoes.
Allerdings tritt Selbsterhitzung bei Haselnüssen
seltener auf. Wenn, dann vor allem bei äußeren Einwirkungen, wie Wärme und
Feuchtigkeit.
Zu hoher Stapeldruck führt besonders bei
frischen, zerquetschten Haselnüssen zur Selbsterhitzung. Im Jutegewebe der
Verpackung angereicherte Öle fördern dieses Verhalten.
Grundsätzlich fördert ein hoher Ölgehalt
(besonders bei Haselnusskernen, s.o.) die Neigung zur Selbsterhitzung.
Besonders Nüsse aus der Vorjahresernte neigen
zum Ranzigwerden.
Der Fettabbau von Haselnüssen führt zur Gefahr
der Selbsterhitzung und in letzter Konsequenz zum Ladungsbrand.
Der Fettabbau kann wie folgt ablaufen:
 |
über die hydrolytisch-enzymatische
Fettspaltung oder |
 |
über die oxidative Fettspaltung |
Hydrolytisch-enzymatische Fettspaltung:
Wird der kritische Wassergehalt der Haselnüsse
überschritten, fördert dies die hydrolytisch-enzymatische Fettspaltung. Durch
den erhöhten Wassergehalt werden die fettspaltenden Enzyme aktiviert. Die
zusätzliche Einwirkung von Licht und Wärme kann diesen Vorgang beschleunigen.
Die freien Fettsäuren haben teilweise einen unangenehmen Geruch und Geschmack.
Bei längerer Lagerung oder unsachgemäßer Ladungspflege führen diese zum
Ranzigwerden der Ware.
Die gebildeten freien Fettsäuren werden von den
Haselnüssen zu Kohlendioxid und Wasser veratmet, womit eine starke
Wärmeentwicklung verbunden ist.
Die Selbsterhitzung von Haselnüssen verläuft
äußerst stürmisch, weil die Veratmung der Fettsäuren mit wesentlich höheren
Wärmeentwicklungen verbunden ist, als dies bei der Atmungsgleichung für
Kohlenhydrate der Fall ist. Auch hier verläuft der Verderbprozess ähnlich wie
beim Getreide in einer Art Kettenreaktion, weil durch die veratmeten Fettsäuren
Wärme und Wasser gebildet werden, die wiederum zur Steigerung des Prozesses
beitragen.
Für die Selbsterhitzung von Haselnüssen genügt
schon ein kleiner Feuchteherd, so dass bereits innerhalb weniger Stunden an
feuchten Stellen eine Erhitzung eintreten kann, für die bei
verschiffungstrockener Ware Wochen und Monate erforderlich wären.
Frische Haselnüsse mit einem hohen Wassergehalt
neigen rasch zur Selbsterhitzung und können sich auch entzünden. Die
Selbsterhitzung von Haselnüssen führt nicht nur zur Gebrauchswertminderung
dieser Ware (ranziger Geruch und Geschmack), sie beeinflusst auch die
Ölausbeute in quantitativer und qualitativer Hinsicht. Zusätzlich werden auch
die Farbe und Bleichbarkeit der Öle negativ beeinflusst. Das dabei gewonnene
Öl bewirkt eine schwierigere Raffination der Rohöle im späteren
Verarbeitungsgang, weil ein höherer Gehalt an freien Fettsäuren die
Entfärbung wesentlich erschwert.
Die hydrolytisch-enzymatische Fettspaltung sowie
die Atmung können durch niedrige Temperaturen eingeschränkt werden; dies ist
während des Transportes jedoch nur in begrenztem Maße beeinflussbar. Man muss
daher versuchen, die Lagerfestigkeit durch Einhaltung der Grenzwerte des
Wassergehalts der Ware zu gewährleisten.
Oxidative Fettspaltung:
Luftsauerstoff ist ein häufiger Reaktionspartner von Lebensmittelbestandteilen bei
Verderbsprozessen. Unter gleichzeitiger Mithilfe von Licht, Wärme und bestimmten
Fettbegleitstoffen, eventuell auch Schwermetallspuren, erfolgt eine Anlagerung von
Luftsauerstoff an ungesättigte Fettsäuren. Das Ranzigwerden als Folge der oxidativen
Fettspaltung macht sich besonders bei geschälten Haselnüssen bemerkbar, weil sie durch
das Schälen in besonderem Maße dem Luftsauerstoff, aber auch den Eisenteilen des
Schiffes oder den Containerwänden ausgesetzt sind, wenn keine sorgfältige Abdeckung
vorgenommen wird. Haselnüsse sind daher unbedingt dunkel zu lagern und vor Sauerstoff und
Metallteilen zu schützen, da sonst Braunfärbung sowie ranziger Geruch und Geschmack als
Folgeerscheinung auftreten.
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RF
Geruch
| Aktivverhalten |
Haselnüsse geben keinen Geruch ab. |
| Passivverhalten |
Haselnüsse sind empfindlich gegenüber unangenehmen und/oder stechenden
Gerüchen. |
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Bedingt durch den hohen Ölgehalt der Ware, entstehen häufig dunkle
Fettflecken auf den Säcken, die daher nicht mit verunreinigungsempfindlichen Waren, wie
z.B. Ballengut, Teekisten, Marmor u.a.m., in Berührung kommen dürfen.
Auch dürfen
Haselnüsse in Säcken nicht mit Fasern oder Faserstoffen zusammengestaut werden, da
ölgetränkte Fasern Selbsterhitzungsvorgänge beschleunigen.
Oft enthalten Haselnüsse auch einen hohen Anteil an feinem Staub oder Sand. |
| Passivverhalten |
Haselnüsse sind empfindlich gegenüber Staub, Schmutz, Fetten und Ölen.
Die Laderäume bzw. Container müssen vor der Beladung entsprechend sauber und hygienisch
einwandfrei sein. |
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RF Mechanische Einflüsse
Haselnüsse sind stoß- und bruchempfindlich. Deshalb besonders hohen Stapeldruck
vermeiden.
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
CO2-Entwicklung durch Atmungsprozess besonders von frischer Ware. Vorsicht
beim Betreten des Laderaums! Gasspürgerät verwenden!
Vorsicht: Haselnüsse können Aflatoxin enthalten. Durch die Schimmelpilze Aspergillus
flavus und Aspergillus parasiticus wird das Gift Aflatoxin produziert, das durch einen
Befall der o.g. Pilzarten in der Ware enthalten sein kann (vgl. Risikofaktoren Feuchte und
Lüftung). Meist handelt es sich um einen Landschaden, d.h. das Gift ist bereits während
der Ernte in der Haselnuss enthalten. In der Regel wird Aflatoxin nur in einzelnen Nüssen
vorgefunden. Sind für die menschliche Ernährung bestimmte Haselnusspartien von diesem
Gift betroffen, darf die Ware für den menschlichen Verzehr nicht mehr zugelassen werden.
Von Aflatoxin befallene Haselnüsse unterscheiden sich nicht von den übrigen Nüssen
einer Gesamtpartie. Das Gift kann mit Hilfe von
UV-Licht nachgewiesen werden.
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RF Schwund
Masseverluste durch Feuchtigkeitsverlust bis zu 1% treten auf.
Bei tauben, faulen und vom Haselnussbohrer befallener Ware kann es zu tolerierbaren
Verlusten von ca. 7...12% pro Gebinde kommen.
Hohe Diebstahlsgefahr, da wertvolle Ladung!
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RF Schädlingsbefall / Krankheiten
Bei der Übernahme der Ware ist auf Schädlingsbefall zu achten. Es sollte ein
Besichtigungszertifikat ausgestellt werden.
Besonders bei Haselnusskernen ist Insektenbefall (Haselnussbohrer) ein häufig
auftretendes Problem, welches seinen Ursprung meist im Erzeugerland hat: die Ware wird
dann ungenießbar und wertlos. Bei Importen aus der Türkei besteht im Frühsommer eine
erhöhte Schadensanfälligkeit (Ware alter Ernte). Als Folge muss die Ware begast und oft
noch maschinell nachbehandelt werden.
Bei der Ladungsübernahme ist besonders auf "verborgenen" oder
"inneren" Befall zu achten. Hinzuziehung eines Surveyors und
Besichtigungszertifikat ausstellen lassen.
Auch während der Reise kann durch "Überläufer" ein Befall auftreten, doch
finden sich die Schädlinge dann am Sackmaterial und nicht an der Ware.
Milben, Schaben, Getreideplattkäfer, Reismehlkäfer, Mehlmotte, Dörrobstmotte sowie
Ratten und Mäuse können Haselnüsse befallen. Vor allem Nüsse aus der Vorjahresernte
neigen zum Käferbefall.
Quarantänebestimmungen des Bestimmungslandes
sind zu beachten, ggf. ist ein Pflanzengesundheitszeugnis (Phytosanitary-Certificate)
sowie ein Begasungszertifikat
den Versandpapieren beizufügen. Auskünfte geben die Pflanzenschutzdienste und
-ämter der Bundesländer.
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