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Salbeiblätter [English version]

Inhaltsverzeichnis

Allgemein:
Informationen zur Ware
Verpackung
Transport
  Containerfähigkeit
  Ladungssicherung


Risikofaktoren und Schadenverhütung:
Temperatur Geruch
Feuchte Verunreinigung
Lüftung Mechanische Einflüsse
Biotische Aktivität Toxizität /  Gesundheitsgefährdung
Gase Schwund / Abhandenkommen
Selbsterhitzung / -entzündung Schädlingsbefall / Krankheiten




Informationen zur Ware

Warenname

Deutsch Salbeiblätter
Englisch Sage leaves
Französisch Sauge feuille
Spanisch Hojas de salvia
Wissenschaftlich Folia Salviae
KN/HS-Nummer * 1211 90 75


(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes System der EU)



Warenbeschreibung

Salbei (Salvia officinalis) stammt aus dem Mittelmeerraum und gehört zur Familie der Lippenblütler (Labiatae).

Die Salbeiblätter sind die getrockneten Laubblätter der Edlen, Echten oder Garten-Salbei. Es sind grüne, filzig behaarte Blätter, die eine längliche Form haben. Der Geschmack der Blätter ist würzig-bitter, und aufgrund des Gehalts an Salbeiöl haben sie einen aromatischen Geruch.

Ölgehalt: Salbeiblätter haben einen Ölgehalt von 1...1,5% (Ätherische Öle).


Qualität / Lagerdauer

Der Wassergehalt der Blätter muss exakt eingehalten werden, da es sowohl bei Abweichungen nach unten als auch nach oben zu Qualitätsminderungen kommt.

Farbänderungen deuten auf Eigenveränderung der Blätter hin. Die Ware kann wertgemindert oder unbrauchbar werden.

Bei Einhaltung des optimalen Wassergehalts spielt die maximale Lagerdauer für die Beurteilung der Transportfähigkeit keine Rolle.


Verwendungszweck

Salbeiblätter werden als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.

Als Würzmittel finden sie bei Fisch-, Fleisch-, Käsegerichten, Ragouts und Soßen Anwendung.

In der Medizin werden sie zur Behandlung von Katarrhen verwendet.


Abbildung

(Durch Anklicken der Abbildung wird diese vergrößert dargestellt.)

Abbildung 1

Abbildung 1



Herkunftsländer

Die hier aufgeführte Tabelle stellt nur eine Auswahl der wichtigsten Herkunftsländer dar und ist nicht als vollständig zu bezeichnen.

Europa Größtenteils in ganz Europa
Afrika  
Asien  
Amerika USA
Australien  


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Verpackung

Die Salbeiblätter werden in Ballen transportiert, die in Jutegewebe eingeschlagen sind. Um einen besseren Zusammenhalt der Ballen zu gewährleisten, werden sie mit Metallbändern umreift.


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Transport

Symbole

Symbol Stückgut

Stückgut



Verkehrsmittel

Schiff, Lkw, Bahn


Containerfähigkeit

Es können Standard-Container bei Einhaltung der Grenzen des Wassergehalts von Ware, Verpackung und Wegerung des Containers eingesetzt werden.


Umschlag

Bei feuchtem Wetter (Regen, Schnee) muss die Ladung vor Feuchtigkeit geschützt werden, da die Feuchtigkeit zu einem erhöhten Wassergehalt führen würde. Die Folge wären Schimmel- und Stockfleckenbildung.

Die Ware ist auch während des Umschlags vor zu hohen Temperaturen infolge Sonneneinstrahlung etc. zu schützen, um ein Absinken des Wassergehalts und damit verbundenes Brüchigwerden bzw. die Entstehung von Grusschäden zu vermeiden.

Die Verwendung von Stau- und Tellerhaken ist nicht zulässig, da die Blätter hierdurch beschädigt werden.


Staumaß

6,23 m3/t (Ballen, eingeschlagen in Jutegewebe) [1]


Stauplatzanforderungen

Kühl, trocken und gut gelüftet


Separation

Fasertauwerk, dünne Netze aus Fasern (bevorzugt)


Ladungssicherung

Um einen sicheren Transport zu gewährleisten, ist die Ladung so im Transportmittel zu stauen und zu sichern, dass sie während des Transports nicht verrutschen und ihre Lage verändern kann. Die Packstücke dürfen nicht durch andere Gegenstände oder Ladungsteile beschädigt werden, um Mengenverluste und Qualitätsminderungen zu vermeiden.


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Risikofaktoren und Schadenverhütung

RF Temperatur

Salbeiblätter erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).

Der günstige Reisetemperaturbereich liegt zwischen 8...25°C [1].

Zu hohe Temperaturen können zur Austrocknung der Blätter führen, was Brüchigwerden bzw. Grusschäden zur Folge hat.


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RF Feuchte

Salbeiblätter erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).

Bezeichnung Feuchte/Wassergehalt Quelle
Relative Luftfeuchte 70% [1]
Wassergehalt 9...10% [1]
Oberste Gleichgewichtsfeuchte 65% [1]


Bei einem Wassergehalt < 9% werden die Salbeiblätter durch Wasserdampfabgabe brüchig, und es kommt zu Grusschäden.

Bei einem Wassergehalt > 10% entstehen Schimmel und Stockflecke. Daher sind die Salbeiblätter vor Feuchtigkeit (See-, Regen- und Kondenswasser) zu schützen.

Die Ballen sind durch entsprechendes Garnier vor Schweißwasser zu schützen.


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RF Lüftung

Salbeiblätter erfordern eine bestimmte Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).

Empfohlene Lüftungs-Kondition: Luftwechsel 6fach/h (Durchlüftung).

Um eine ausreichende Durchlüftung zu gewährleisten, sind Gräben zu stauen.

Werden die Salbeiblätter als Kühlgut transportiert, genügt Abluft, da sonst durch zu kräftige Ventilation Grusschäden entstehen können.


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RF Biotische Aktivität

Salbeiblätter besitzen eine biotische Aktivität 3. Ordnung.

Sie gehören zu den Waren mit unterbrochenen Respirationsprozessen, bei denen jedoch weiterhin biochemische, mikrobielle u. a. Zersetzungsprozesse ablaufen.


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RF Gase

Kein Risiko!


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RF Selbsterhitzung / -entzündung

Kein Risiko!

Ölgehalt: Salbeiblätter haben einen Ölgehalt von 1...1,5% (Ätherische Öle).


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RF Geruch

Aktivverhalten Salbeiblätter haben einen stark angenehmen Geruch.
Passivverhalten Salbeiblätter sind stark geruchsempfindlich.



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RF Verunreinigung

Aktivverhalten Salbeiblätter sind verunreinigend durch Staubentwicklung.
Passivverhalten Sie sind empfindlich gegenüber Staub, Schmutz, Fetten und Ölen. Die Laderäume bzw. Container müssen vor der Beladung entsprechend sauber und hygienisch einwandfrei sein.



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RF Mechanische Einflüsse

Schon bei geringer mechanischer Beanspruchung können die Blätter herausrieseln (Grus), daher sind sie beim Umschlag, Transport und bei der Lagerung entsprechend vorsichtig zu behandeln. Es dürfen keine Stau- und Tellerhaken verwendet werden. Salbeiblätter dürfen nicht mit anderen Waren überstaut werden, da es zu Beschädigungen kommen kann.


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RF Toxizität / Gesundheitsgefährdung

Kein Risiko!


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RF Schwund / Abhandenkommen

Die Masseverluste bei Salbeiblättern entstehen insbesondere durch die Abgabe von Wasserdampf. Ausgetrocknete Blätter werden brüchig und rieseln heraus. Dies führt zu weiteren Verlusten.


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RF Schädlingsbefall / Krankheiten

Die Schäden bei Salbeiblättern entstehen zumeist durch einen zu niedrigen bzw. zu hohen Wassergehalt:

zu niedriger Wassergehalt:

Brüchigwerden: Durch Wasserabgabe trocknen die Blätter aus und werden brüchig.
Grusschäden: Durch starkes Austrocknen und der damit verbundenen Veränderungen der Elastizität der Salbeiblätter entstehen durch Zerfall kleine Teile (Grus).


zu hoher Wassergehalt:

Schimmelbildung
Stockflecken


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