Foto des Monats – April 2026



Stahlplatten in loser Schüttung


Foto des Monats - April 2026

Abbildung 1 [Raymond Lausberg]

Gleich zwei Sattelzüge wurden in den Niederlanden mit Stahlplatten „Scraps“ beladen und waren auf dem nach Belgien. Wie es so oft auf unseren Autobahnen anzutreffen ist, handelte es sich um einen multinationalen Transport.

Neben dem französischen Frachtführer, dem niederländischen Verlader und Auftraggeber, einem litauischen Transportunternehmer, einem belgischen Empfänger, trafen wir noch auf Fahrer aus Drittstaaten (BY). Somit sind vermutlich auch Kommunikationsschwierigkeiten vorprogrammiert.

Offensichtlich hatte der Verlader jedoch nicht für stabile Ladeeinheiten gesorgt. Vielmehr wurden die Stahlplatten in unterschiedlichsten Formen (Breite – Länge – Dicke) übereinander gestapelt. Wie auf den nachfolgen Bilder unschwer erkennbar ist, wurde diese ca. 20 t schwere Ladung nur durch Niederzurren gesichert. Rutschhemmende Matten fehlten gänzlich oder wurden ungenügend wirksam eingesetzt. Auf eine formschlüssige Verladung wurde verzichtet. In Höhe des Autobahnkreuzes Cheratte (B) der Autobahn E25 Maastricht in Richtung E40 Aachen, musste der Erste der beiden Sattelzüge verkehrsbedingt abbremsen.

Durch die katastrophale Ladungssicherung hat sich die gesamte Ladung auf den Weg nach vorne gemacht. Glück im Unglück – die Ladung verblieb auf der Ladefläche des Aufliegers. Lediglich zwei Platten durchdrangen die linke Plane und waren somit auch von außen gut sichtbar.


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Abbildung 2 [Raymond Lausberg]


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Abbildung 3 [Raymond Lausberg]


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Abbildung 4 [Raymond Lausberg]

Wie auf den nächsten beiden Bildern gut erkennbar, war die ursprüngliche, mangelnde Ladungssicherung auch beim zweiten Fahrzeug mehr als amateurhaft.


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Abbildung 5 [Raymond Lausberg]


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Abbildung 6 [Raymond Lausberg]

Beim ersten Fahrzeug wurde der Fahrer angewiesen die seitliche Plane zu öffnen. Diesen Moment hatten gleich 2 Platten dazu genutzt, um nunmehr komplett vom Auflieger zu gleiten.


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Abbildung 7 [Raymond Lausberg]


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Abbildung 8 [Raymond Lausberg]

Auf den nachfolgenden Bildern erkennt man sofort, dass solch eine miserable Ladeeinheit selbst von gut geschulten Fahrern nicht gesichert werden kann.


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Abbildung 9 [Raymond Lausberg]


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Abbildung 10 [Raymond Lausberg]


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Abbildung 11 [Raymond Lausberg]

Hier nachstehend noch einiges Bildmaterial vom 2. Fahrzeug, das auch bei hartgesottenen Ladungssicherungskolumnisten einiges Kopfschütteln auslöst….


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Abbildung 12 [Raymond Lausberg]


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Abbildung 13 [Raymond Lausberg]


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Abbildung 14 [Raymond Lausberg]


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Abbildung 15 [Raymond Lausberg]


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Neben der völlig unzureichenden Ladungssicherung wurden auch Verstöße gegen die Vorschriften über die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. Insgesamt beliefen sich die Bußgelder auf über 7.500 €.

Vom Transportführer wurde noch ein Havariekommissar damit beauftragt, vor Ort zu kommen.

Die Weiterfahrt konnte erst nach einer Woche gestattet werden.

Die Gesamtkosten dieser unprofessionellen und unverantwortlichen Verladung dürften sich in einem mittleren fünfstelligen Bereich befinden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bußgelder ihre Wirkung nicht verfehlen und die Beteiligten künftig davon abhalten, sich derart gefährlich im Verkehr zu bewegen.

Einen ladungssicheren April wünschen Ihre Ladungssicherungskolumnisten.

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PS: In diesem Kontext können wir die Lektüre eines Vortrags empfehlen, der ebenfalls auf den informativen Seiten des TIS-GDV zu finden ist: Vortrag

Hier ist zu sehen, wie selbst bei „verpackter Ware“, auch in diesem Fall Blechplatten, die Detailfragen wichtig für einen sicheren Transport sind. Man kann mit einfachen Betrachtungen den logischen Schluss zwischen Verpackung – Stauung – Ladungssicherung ziehen.

Ihre Schadenverhüter des GDV.




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