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Informationen
zur Ware
Warenname
| Deutsch |
Wellpappe |
| Englisch |
Corrugated board |
| Französisch |
Carton ondulé |
| Spanisch |
Cartón ondulado |
| KN/HS-Nummer * |
4808 10 ff. |
(* Kombinierte Nomenklatur / Harmonisiertes
System der EU)
Warenbeschreibung
Wellpappe besteht aus einer oder mehreren Lagen eines
gewellten Papiers, das auf Papier oder Karton geklebt ist. Es wird zwischen ein- und
mehrwelliger Wellpappe unterschieden:
Abbildung 1: Einseitige Wellpappe besteht
aus einer Lage gewellten Papiers, das auf Papier oder Karton geklebt ist.
Abbildung 2: Einwellige Wellpappe besteht aus
einer Lage gewellten Papiers, das zwischen zwei Lagen Papier oder Karton geklebt ist (auch
als zweiseitige Wellpappe bekannt).
Abbildung 3: Zweiwellige Wellpappe besteht aus
zwei Lagen gewellten Papiers, die durch eine Lage gewellten Papier oder Karton miteinander
verklebt sind und deren freie Außenflächen ebenfalls mit je einer Lage Papier oder
Karton beklebt sind.
Abbildung 4: Dreiwellige Wellpappe besteht aus
drei Lagen gewellten Papiers, die durch zwei Lagen Papier oder Karton miteinander verklebt
sind und deren Außenflächen ebenfalls mit je einer Lage Papier oder Karton beklebt sind.
Qualität / Lagerdauer
Wie aus dem Aufbau der verschiedenen Wellpapparten
ersichtlich, liegt ihr größter Unterschied in der Festigkeit. Diese steigt mit der
Anzahl an Lagen und/oder der Qualität der verwendeten Papiere an. Die Festigkeit einer
Wellpappe wird durch die folgenden drei Eigenschaften bestimmt:
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Berstfestigkeit [kPa] |
 |
Durchstoßarbeit [J] |
 |
Kantenstauchwiderstand [kN/m] |
Die Festigkeiten werden in Sorten unterteilt und sind in
der DIN 55468 nachzulesen.
Für den normalen Schachtelbau wird hauptsächlich zwei-
bzw. einwellige Wellpappe benutzt. Bei Transporten, bei denen mit erhöhten klimatischen
und mechanischen Belastungen zu rechnen ist, sowie bei Packgütern mit höheren Massen,
werden Schachteln aus Wellpappe mit hoher Festigkeit, in der Regel dreiwellige Wellpappen
(sogenannte Schwerstwellpappen) eingesetzt. Hinzu kommt, dass insbesondere beim Seeversand
Wellpappen mit einer nassfesten Verklebung und nassfesten Papieren verwendet werden.
Verwendungszweck
Wellpappe besitzt bei geringem Flächengewicht (175 g/m²)
hervorragende Festigkeitseigenschaften. Sie kann Druck- und Stoßbeanspruchungen sehr gut
adsorbieren. Daher wird Wellpappe als Werkstoff für Versandschachteln sowie zur
Abpolsterung bruchempfindlicher Waren verwendet. Selbst schwere Fahrzeugteile, wie z.B.
Getriebe, werden in extrem stabilen Wellpappeschachteln mit integrierter Palette
transportiert.
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Verpackung
Wellpappe wird in Rollen
(Mantelverpackung mit Kantenschutz) transportiert.
Bereits zu Schachteln verarbeitete Wellpappe wird flach, mit Kantenschutz und
Kunststoffbändern gesichert, auf Paletten transportiert.
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Transport
Symbole

Stückgut |
Verkehrsmittel
Lkw, Schiff (speziell für den Papiertransport
konzipiert), Bahn
Containerfähigkeit
Transport im Standard-Container
unter Einhaltung der Grenzen des Wassergehalts von Ware, Verpackung und Wegerung.
Umschlag
Die Ware ist während des Umschlags unbedingt vor
Feuchtigkeit zu schützen (Regen, Schnee etc.), da die Gefahr von Verlusten durch
Aufquellen und Reißen einzelner Lagen besteht.
Bei
unsachgemäßer Behandlung während des Be- und Entladens und der Lagerung besteht die
Gefahr von Einrissen. Die Folge ist, dass die Papierlagen bis zur Tiefe der Einrisse
unbrauchbar sind. Sie können dann nur noch abgerissen (abgespeckt) und als Altpapier
verwendet werden.
Unsachgemäßer Umschlag kann bei Rollen zu Verformungen führen (Oval). Stark unrunde Rollen können nicht
mehr verdruckt werden und sind neu zu wickeln.
Der Umschlag von Rollen sollte nur durch Speziallade-
und -löschgeschirr sowie Gabelstapler mit Rollenklammern erfolgen.
Staumaß
 |
2,40 m³/t (Rollen, unverpackt) [1] |
Stauplatzanforderungen
Die Laderäume müssen absolut besenrein und eben sein, um
eventuelle Stirnseitenschäden zu vermeiden. Die Ware muss vor evtl. Leckagen aus
hydraulischen Leitungen geschützt werden. Des Weiteren müssen die Laderäume gegen Eindringen von
Feuchtigkeit geschützt sein.
Separation
Packpapier
Ladungssicherung
Um einen sicheren Transport zu gewährleisten,
ist die Ladung so im
Transportmittel zu stauen und zu sichern, dass sie während des Transports nicht
verrutscht und ihre Lage verändert. Sie darf nicht durch andere Gegenstände oder
Ladungsteile beschädigt werden.
Zum Thema
Ladungssicherung siehe auch das Kapitel Papierhandel
im Ladungssicherungshandbuch des GDV.
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Risikofaktoren und Schadenverhütung
RF
Temperatur
Wellpappe erfordert eine bestimmte
Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
Günstigster Reisetemperaturbereich: 0...25°C [1]
Optimale Reisetemperatur: 20°C [1]
Während des Umschlags sind auch kurzfristig Temperaturen
unter 0°C zulässig. Die Ware ist vor Wärmequellen zu schützen.
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RF
Feuchte
Wellpappe erfordert eine bestimmte
Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
Wellpappe muss vor jeglicher Feuchtigkeit, wie z.B. Regen,
Schnee, Kondenswasser, Seewasser, extrem hohe relative Luftfeuchte oder feuchte
Stapelunterlagen, geschützt werden. Die optimale relative Luftfeuchte beträgt bei
Tropenklima 50% und 65% bei gemäßigtem Klima.
Da Wellpappe vorwiegend aus pflanzlichen Fasern hergestellt
wird, ist es hygroskopisch und neigt zu Quellungen. Durch unsachgemäße Lagerung und
Ladungspflege können Dimensionsänderungen (Quellen), Deformierungen (Welligwerden) und
Festigkeitsminderungen (Reißen) eintreten. Schäden sind irreversibel, da es bei
Trocknung infolge innerer Spannungen zum Verziehen und zur Fleckenbildung
(Trocknungsränder) bzw. zum Platzen/Rissbildung der Rollen kommt.
Ladungsschweiß kann besonders bei Fahrten von kalt nach
warm bzw. beim Löschen in tropischen Häfen entstehen, wenn die Ware während der Reise
nicht genügend aufgewärmt wurde und beim Öffnen der Lukendeckel bzw. Containertüren
der warmen Umgebungsluft ausgesetzt wird.
Wellpapprollen dürfen nicht mit anderen Waren, die
Feuchtigkeit abgeben, in einem Laderaum gestaut werden.
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RF
Lüftung
Wellpappe erfordert eine bestimmte
Temperatur-, Feuchte- und ggf. Lüftungs-Kondition (LK VI) (Lagerklima-Kondition).
Empfohlene Lüftungs-Kondition: Luftwechsel 6fach/h
(Durchlüftung), wenn der Taupunkt der Außenluft unter
dem Taupunkt der Raumluft liegt.
Bei Fahrten von kalt nach warm (skandinavische Häfen,
Kontinenthäfen - tropische Löschhäfen in Afrika, Asien) muss jede Möglichkeit der
Erwärmung der Wellpappe genutzt werden, um Ladungsschweiß zu vermeiden.
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RF
Biotische Aktivität
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einluss auf den Transport dieser Ware.
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RF
Gase
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einluss auf den Transport dieser Ware.
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RF
Selbsterhitzung / -entzündung
Wellpappe ist brennbar, daher sollte es vor Funkenflug
geschützt und ein striktes Rauchverbot eingehalten werden. Der Brennpunkt liegt bei
258°C, die Zündtemperatur bei 427°C. Bei Lagerung im Stapel neigt es zur thermischen
Selbstentzündung.
Als Löschmittel verursachen Wasser und Schaum im
Gegensatz zu CO2
große Ladungsschäden durch Nässe sowie Quellung.
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RF
Geruch
| Aktivverhalten |
Wellpappe gibt keinen Geruch ab. |
| Passivverhalten |
Sie ist empfindlich gegenüber unangenehmem
und/oder stechendem Fremdgeruch. |
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RF
Verunreinigung
| Aktivverhalten |
Wellpappe ist eine sehr saubere Ladung. |
| Passivverhalten |
Wellpappe ist äußerst empfindlich
gegenüber Verunreinigungen durch Staub, Schmutz, Fetten und Ölen.
Schmutzschäden entstehen durch unsaubere Aufstellflächen beim
Vortransport, der Lagerung, Pier und im Laderaum/Container, durch schmutzige Laderaum-
bzw. Containerwände und Reste früherer Ladungen auf dem Boden, an den Wänden, auf den
Schweißlatten, den Unterdeckzügen oder den Unterzügen der Lukenabdeckung.
Die Ware ist fern von Farben, Säuren, Chemikalien, Teer
und Fetten/Ölen zu stauen. |
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RF Mechanische Einflüsse
Wellpappe ist gegenüber mechanischen Einwirkungen durch
Druck, Stoß und Reibung empfindlich. Zu starke Druckkräfte z.B. pressen die
Wellenlagen zusammen und führen zum Festigkeitsverlust.
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RF
Toxizität / Gesundheitsgefährdung
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einluss auf den Transport dieser Ware.
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RF Schwund / Diebstahl
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einluss auf den Transport dieser Ware.
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RF Schädlingsbefall / Krankheiten
Dieser Risikofaktor hat keinen wesentlichen Einluss auf den Transport dieser Ware.
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© Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Berlin 1999-2010 |
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