
Der
Begriff Korrosion
Unter dem Begriff Korrosion versteht man die durch
chemischen oder elektrochemischen Angriff entstehenden Qualitätsminderungen eines meist
metallischen Werkstoffes. Heute wird der Begriff Korrosion auch auf Werkstoffe, wie Glas,
Kunststoffe, Baustoffe, angewandt. Das angreifende Medium wird als korrosives Mittel
bezeichnet. Nach DIN 50900 werden u.a. folgende Korrosionsarten unterschieden:
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Gleichmäßige Flächenkorrosion, bei der die Oberfläche
gleichmäßig beschädigt wird |
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Mulden-Korrosion, bei der die Oberfläche ungleichmäßig
stark beschädigt wird |
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Loch-Korrosion, die nur kleine Bereiche der Oberfläche
zerstört |
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Spalt-Korrosion, bei der kleine Bereiche der Oberfläche
spaltenförmig angegriffen werden |

Abbildung 1
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Abbildung 2
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Ursachen für die Entstehung von Korrosion
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Schweißwasserbildung als Folge von Temperaturschwankungen
in Verbindung mit hohen relativen Luftfeuchten |
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Kann bei relativen Luftfeuchten > 40% einsetzen
und bei relativen luftfeuchten > 60% rapide ansteigen |
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Seewasser |
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Schmutz- und Gasbestandteile in der Luft, wie SO2,
Salze, hygroskopischer Staub, da diese korrosionsfördernd wirken |
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Hygroskopische Packstoffe mit einem hohen Wassergehalt |
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Fingerschweiß auf Metalloberflächen ist ebenfalls
korrosionsfördernd |
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Rückstände von Bearbeitungsmitteln, die zur
Metallreinigung verwendet wurden (Lötmittel, Beizen etc.) |
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Rückstände von Chloriden, Sulfiden, Sulfaten und Säuren |
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Vorbehandlung und Reinigung der Packgüter
Es herrscht weitgehend Unkenntnis darüber, wie sorgfältig
die Metallteile vor Anwendung der Korrosionsschutzmethoden gereinigt werden müssen. Eine
sorgfältige Vorbehandlung und Reinigung der Packgüter ist die Voraussetzung, damit die
angewandten Korrosionsschutzmethoden überhaupt erfolgreich sein können. Werden nicht
alle Schmutz- und Staubpartikel sowie Säure- und Salzreste vollständig entfernt und das
Packgut vollkommen getrocknet, kann z. B. bei der Schutzschichtmethode die Korrosion unter
der Schutzschicht einsetzen.
Die Reinigung der Packgüter erfolgt entweder mit Wasser,
das je nach Packgut bestimmte Additive enthält, oder mit Lösungsmitteln, deren
Einsatzgebiet größer ist, da es sich hierbei um Universalreiniger handelt. Sowohl bei
der Wasserreinigung als auch bei der Reinigung mit Lösungsmitteln werden die Packgüter
im Anschluss getrocknet und der nächsten Verarbeitungsstufe zugeführt. Hierbei ist
darauf zu achten, dass eine erneute Verunreinigung, z. B. mit Fingerschweiß, ausbleibt.
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