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Fette und fette Öle vermögen unter dem Einfluss von
Luftsauerstoff zu trocknen, indem mehrfach ungesättigte Fettsäuren (z. B.
Linol-Glyceriden) Sauerstoff aufnehmen und Peroxide (z. B. Linoxyn), eine zähe, verharzte
Masse, bilden. Diese Erscheinung ist vor allem beim Umschlag und bei der Tankreinigung von
Bedeutung. In Abhängigkeit von der Iod-Zahl (o. Jod-Zahl) werden die Fette und fetten
Öle entsprechend ihres Trocknungsvermögens wie folgt eingeteilt:
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Nichttrocknende Öle (non-drying oils): Die
Iod-Zahlen liegen unter 100. Der Kontakt mit Sauerstoff führt zu keiner nennenswerten
Eintrocknung. Die Tanks lassen sich gut reinigen.
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Halbtrocknende Öle (semi-drying oils): Die
Iod-Zahlen reichen von 100...130. Die Eintrocknung dieser Öle erfolgt in noch
vertretbaren Grenzen, so dass die Tankreinigung nur unwesentlich erschwert wird.
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Trocknende Öle (drying oils): Trocknende
Öle haben Iod-Zahlen von 130...190. Beim Kontakt mit Luftsauerstoff trocknen sie stark
ein. An den Tankwänden verbleiben erhebliche Ladungsrückstände durch schnelles
Antrocknen der Öle, so dass sie abgeschabt werden müssen und damit die Tankreinigung
erheblich erschwert wird. Damit sind auch erhebliche Masseverluste verbunden. |
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