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Belastbarkeit
des Containerbodens
Wird die maximale Zuladung der Container voll ausgenutzt,
ist darauf zu achten, dass das Gewicht möglichst gleichmäßig auf die Bodenfläche
verteilt wird. Die tragenden Bauteile in der Bodenkonstruktion des Containers sind die
Bodenquerträger, die über den Containerboden die Last der Ladung aufnehmen. Für einen
sicheren Transport ist es wichtig, dass möglichst alle Bodenträger belastet werden. Die
sogenannten Punktbelastungen sind zu vermeiden, da diese den Containerboden beschädigen
können. Punktbelastungen treten immer dann auf, wenn relativ hohe Gewichte auf eine
kleine Auflagefläche konzentriert werden.
Wichtig bei der Beladung von Containern ist die Beachtung
der maximalen Streckenlast. In [46] wird für den 20'-Container eine maximale Streckenlast
von 4,5 t/m und für den 40'-Container von 3,0 t/m angegeben. Die Streckenlasten
errechnen sich wie folgt:
1. Beispiel: Eine Ladung mit einer Masse von 15 t liegt auf
einer Länge von 6 m auf. Daraus ergibt sich eine Streckenlast von
15 t : 6 m = 2,5 t/m
Diese Ladung dürfte demnach sowohl im 20'- als auch im
40'-Container transportiert werden.
2. Beispiel: Eine Ladung mit einer Masse von 16 t liegt auf
einer Länge von 4 m auf. Daraus ergibt sich eine Streckenlast von
16 t : 4 m = 4,0 t/m
Diese Ladung dürfte nur im 20'-Container transportiert
werden. Im 40'-Container wird die maximale Streckenlast überschritten, so dass ein
Transport nicht erlaubt ist. Soll die Ladung jedoch trotzdem in einen 40'-Container
geladen werden, muss die Auflagefläche vergrößert werden, um einen sicheren Transport
zu gewährleisten. Dies kann z.B. durch Unterlegen eines Garniers
oder eines "Schlittens" erfolgen. Beim Verwenden
eines Garniers ist darauf zu achten, dass die unteren Holzbohlen in Längsrichtung liegen
und somit auf mehreren Bodenquerträgern des Containers lagern. Ebenso müssen die Kufen
des "Schlittens" in Längsrichtung des Containers liegen.

Abbildung 1 |
In [46] werden folgende Angaben über die Mindestbreite der
Bohlen und den Mindestabstand der Bohlen von der Mittellinie des Containers gemacht:
| Containertyp |
20' |
40' |
| A. Mindestbreite der Bohlen |
0,10 m |
0,15 m |
| B. Mindestabstand der Bohlen von der Mittellinie des
Containers zu jeder Seite |
0,4 m |
0,4 m |

Abbildung 2 |
Für die Beladung eines Containers mit einem Gabelstapler
ist ebenfalls darauf zu achten, dass der Containerboden nicht zu hoch belastet und dadurch
beschädigt wird. In der ISO 1496 (International Standards Organization) sind für das
Befahren von Containern mit Gabelstaplern folgende Grenzwerte festgelegt:
| Bezeichnung |
Grenzwert |
| Maximale Achslast |
5460 kg |
| Minimale Radauflagefläche |
142 cm2 |
| Radbreite |
ca. 180 mm |
| Spurbreite |
ca. 760 mm |
Gabelstapler, die eine Tragfähigkeit von 2 t besitzen,
erreichen im beladenen Zustand eine maximale Achslast von ca. 5 t, so dass das Befahren
des Containerbodens möglich ist. Gabelstapler mit einer Tragfähigkeit von 2,5 t können
die maximale Achslast von 5460 kg überschreiten, meistens sind jedoch auch sie für das
Befahren der Container geeignet. Probleme können sich bei batterie-elektrisch betriebenen
Gabelstaplern aufgrund der höheren Totlast ergeben. Hier wird die maximale Achslast
häufig überschritten.
Gabelstapler mit einem sehr hohen Eigengewicht dürfen nur
dann in den Container einfahren, wenn die Nutzlast nicht voll ausgenutzt und damit die
maximale Achslast von 5460 kg nicht überschritten wird. Zu beachten ist ferner,
dass bei
der Verwendung von Anbaugeräten die Tragfähigkeit der Gabelstapler verringert wird.
Anbaugeräte werden immer dann eingesetzt, wenn die Beschaffenheit (Form) der Ladung dies
erfordert, z.B. die hydraulische Rollenklammer beim Transport von Rollen.

Abbildung 3 |
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Belastbarkeit der
Containerwände und des Containerdaches
Die Belastbarkeit der Containerwände und des
Containerdaches ist in der ISO 1496 bzw. in der Container Safety Convention (CSC)
festgelegt.
Container müssen einer Belastung in Längsrichtung
standhalten, die einer von außen wirkenden Beschleunigung von 2 g entspricht, sofern
diese horizontal an den Befestigungselementen des Bodens angreift. Dies sind Belastungen,
die über die Twistlocks (Drehverschluss zum Verriegeln der Container) von Fahrzeugen auf
den Container übertragen werden.

Abbildung 4 |
Die Stirnwände müssen nach der CSC so konstruiert sein,
dass sie Belastungen von 0,4 g aushalten. Dies entspricht 40% der zulässigen Nutzlast des
Containers bei gleichmäßiger Belastung der Stirnwand.
Die Seitenwände sollen nach CSC Belastungen von 0,6 g
standhalten, was einer gleichmäßigen Belastung von 60% der zulässigen Nutzlast
entspricht.

Abbildung 5 |
Die Werte gelten jeweils nur für großflächige
Belastungen. Wie beim Containerboden, führen Punktbelastungen auch an den
Containerwänden sehr leicht zu Beschädigungen. Sind Punktbelastungen aufgrund der
Beschaffenheit und Form der Ladung zu erwarten bzw. nicht zu vermeiden, müssen
entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.
Die Belastbarkeit des Containerdaches ist nur sehr gering.
Laut CSC hält es auf einer Fläche von 600 x 300 mm einer Belastung von 200 kg stand,
daher niemals Ladung auf das Dach legen. Beim Stapeln von mehreren Containern
übereinander, werden die Kräfte in die Eckpfosten geleitet, so dass das Dach entlastet
wird.
Jeder Container muss über ein gültiges
Sicherheits-Zulassungsschild (CSC-Plakette) verfügen. Sind die Stirn- oder Seitenwände
weniger oder höher belastbar als die o.a. Werte, muss dies auf der CSC-Plakette vermerkt
werden.

Abbildung 6 |
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Gewichtsverteilung
im Container
Besonders für den Umschlag per Spreader, Gabelstapler oder
Kran ist es wichtig, dass der Schwerpunkt der Ladung möglichst in der Mitte des
Containers liegt. Ist der Schwerpunkt zu sehr außermittig verschoben, erfordert dies
einen erhöhten Arbeitsaufwand und ein größeres Risikopotential beim Transport und
Umschlag der Container. Für ein sicheres Handling sollten folgende Vorgaben eingehalten
werden:
| Lage des Schwerpunktes |
20' |
40' |
| Längsrichtung |
maximal 0,60 m außerhalb der Mitte des Containers |
maximal 0,90 m außerhalb der Mitte des Containers |
| Querrichtung |
in der Mitte des Containers |
| Höhe |
unter dem Formschwerpunkt des
Containers |
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